Bombenentschärfung: "Pünktlicher Beginn ist wichtig"

Frankfurt
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Vor der geplanten Bombenentschärfung im Gallus am Freitag, 5. Juni, weisen die Feuerwehr Frankfurt, das Ordnungsamt und die Landespolizei darauf hin, dass alle Anwohner und Beschäftigte den Sperrbereich bis spätestens 9 Uhr morgens verlassen haben müssen.

„Der angedachte Zeitplan kann nur eingehalten werden, wenn alle mitmachen“, sagt Feuerwehr-Sprecher Rainer Heisterkamp. „Ob der Kampfmittelräumdienst zur geplanten Zeit mit der Entschärfung der Weltkriegsbombe anfangen kann und alle zeitig wieder in ihre Wohnungen oder an ihren Arbeitsplatz zurückkönnen, hängt schlicht davon ab, ob der Bereich auch bis 9 Uhr vollständig evakuiert ist. Ein pünktlicher Beginn ist wichtig.“

Bei Bauarbeiten auf dem Messegelände war am Dienstag, 2. Juni, eine 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe amerikanischer Bauart entdeckt worden. Die Bombe ist für den Moment gesichert und in einer stabilen Lage, muss aber laut Kampfmittelräumdienst (KMRD) zügig unschädlich gemacht werden. Der Zeitplan sieht vor, dass die Spezialisten vom KMRD für das Land Hessen, der beim Regierungspräsidium Darmstadt angesiedelt ist, am Freitag um 12 Uhr mit der eigentlichen Arbeit beginnen. Zuvor braucht die Polizei Zeit, um sicherzustellen, dass wirklich alle Menschen den Bereich verlassen haben.

Betroffen von den Maßnahmen sind etwa 2700 Menschen. Wie in der Allgemeinverfügung des Frankfurter Ordnungsamtes steht, ist die Evakuierung des 500-Meter-Sperrbereiches um die Bombe als temporärer Platzverweis nach § 31 des Hessischen Gesetzes über die öffentliche Sicherheit und Ordnung (HSOG) erforderlich, da im Falle einer Detonation erhebliche Schäden an Gebäuden und eine akute Gefahr für Leib und Leben für Personen in diesem Bereich zu erwarten sind.

Wer die Sperrzone nicht eigenständig verlassen kann und Hilfe braucht, kann sich im Vorfeld unter der eingerichteten Bürgertelefon-Rufnummer 069/212-111 melden oder auch online über http://www.feuerwehr-frankfurt.de registrieren. Für Menschen im Evakuierungsbereich, die keine andere Aufenthaltsmöglichkeit haben, wird in der Messehalle 11 eine Betreuungsstelle eingerichtet. Diese ist ab 8 Uhr geöffnet. Aufgrund der Corona-Pandemie gelten hier die üblichen Regeln zu Abstand und Mund-Nasen-Schutz.

Menschen, die aktuell einer vom Gesundheitsamt verfügten Isolations- oder Quarantäneverfügung unterliegen, werden aufgefordert, sich unter der Telefon 069/212-44374 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit dem Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen, und die Verfahrensweise der Evakuierung abzustimmen. Wenn alles wie vorgesehen läuft, ist das Ende der Sperrungen bis 18 Uhr zu erwarten. Aber damit das auch so geschehen kann, ist ein pünktlicher Beginn eben wichtig.

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