„Klarsicht" an der Kopernikusschule

Freigericht
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„Wissen gefährdet Rauchen“ lautet die Aufschrift an einer überdimensionalen Zigarettenschachtel, die an einer der aufgebauten Stationen in der Aula der Kopernikusschule Freigericht im Rahmen des präventiven Projekts „Klarsichtparcours“ zu sehen war.

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Schülerinnen und Schüler konnten sich hier über gesundheitliche und auch finanzielle Gefahren des Rauchens informieren. Der Anteil der rauchenden Jugendlichen ist zwar in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken und befand sich mit 7,4 Prozent bei den 12- bis 17-Jährigen im Jahr 2016 auf einem historischen Tiefstand. Trotzdem ist das Rauchen weiterhin eines der Einstiegs-Suchtmittel überhaupt.

Anders sind die Zahlen beim Thema Alkohol. Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) trinken sich 14,7 Prozent der 12- bis 17-Jährigen mindestens einmal im Monat in einen Rausch. An einer Wissensstation und zwei kreativen Stationen standen daher vor allem Aufklärung, alternative Handlungsmöglichkeiten und das Verhalten im Ernstfall rund um den Alkoholkonsum im Vordergrund. Ein Rauschbrillen-Parcours ergänzte die Stationen, um die Orientierungs- und Hilflosigkeit nach überhöhtem Alkoholkonsum am eigenen Körper erfahrbar zu machen. Die Rauschbrille, die wie eine Ski-Brille aussieht, simuliert den Zustand der Trunkenheit und der Träger bekam einen Eindruck, wie sich 1,5 Promille im Blut anfühlen. „Nichts geht mehr normal. Ich weiß gar nicht, wie ich meine Bewegungen koordinieren soll!“, war daher die erschreckte Rückmeldung eines Achtklässlers.

Den „Klarsicht“-Parcours haben an der Kopernikusschule an mehreren Tagen insgesamt über 300 Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen aller Schulformen durchlaufen. In bewährter Kooperation mit dem Kreisjugendamt des Main-Kinzig-Kreises, unter Führung von Marcus Arazi und Heiko Loos, und der Jugendpflege der Gemeinde Freigericht, vertreten durch Christine Kloppke, durchliefen die Jugendlichen in kleinen Teams die Stationen des interaktiven Mitmach-Parcours, der ohne Vorträge oder den erhobenen Zeigefinger funktioniert. Vielmehr kamen die Jugendlichen mit den Moderatoren, zu denen auch wieder hoch motivierte, vom Kreisjugendamt vergütete studentische Hilfskräfte zählten, locker ins Gespräch und diskutierten ihre Probleme und Erfahrungen auf Augenhöhe. „Diese Art der Präventionsarbeit lebt von der Interaktion, vom aktiven Mitmachen der Schüler. Er ist ein sinnvolles Anstoßprojekt, um über die Gefahren von Süchten nachzudenken“, sagt Kai Nolde, der zusammen mit Kerstin Mathie und Alexandra Pinkert als Beratungslehrer an der Kopernikusschule tätig ist und im Namen des Organisationsteams den Moderatoren sowie allen beteiligten Lehrkräften der Kopernikusschule für die engagierte Arbeit während der ganzen Woche dankte. „Das war moderner Unterricht auf hohem Niveau.“

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