Dabei muss die Eintracht womöglich auf einige angeschlagene Spielerinnen verzichten. Zum Abschluss der Englischen Woche geht es für Eintracht Frankfurt am sechsten Spieltag der FLYERALARM Frauen-Bundesliga-Saison 2020/2021 auswärts zum SC Sand. Gespielt wird am Sonntag, 11. Oktober um 14 Uhr, im Orsay-Stadion in Willstätt. Die Eintracht fährt als Tabellenvierter mit Rückenwind nach elf Punkten aus fünf Spielen und dem 2:2 gegen Bayer 04 Leverkusen am Mittwoch nach Sand.

Regeneration im Fokus

Den verdienten Ausgleich gegen Leverkusen erzielte Laura Freigang in der 89. Minute per Elfmeter. Eintracht-Trainer Niko Arnautis freut sich zwar, weiter ungeschlagen zu sein, warnt aber vor der Auswärtspartie in Sand: „Wir müssen das jetzt gegen Sand einen Ticken besser machen, um dann auch als Sieger vom Platz zu gehen.“ Für ihn steht in dieser Englischen Woche die Regeneration einiger angeschlagener Spielerinnen im Fokus: „Am Freitag ist ein trainingsfreier Tag, den sich die Mannschaft auch verdient hat. Denn wir hatten die vergangenen Wochen einen kleinen Kader, in dem immer alle voll trainieren mussten. Am Samstag werden wir uns nochmal mit einem Abschlusstraining und einer Videoanalyse auf Sand vorbereiten. Wir wollen wieder Frische auf den Platz bringen und dort durch ein gutes Spiel einen Sieg einfahren, das ist die Hauptaufgabe.“

Drei Frankfurterinnen mit Sand-Vergangenheit

Beim SC Sand gab es im Sommer einen großen Umbruch: Trainer Sven Thoß verließ den SC nach einem halben Jahr, Nora Häuptle ist neue Trainerin, die zuvor die Schweizer U19-Mannschaft der Frauen coachte. Zwölf Zugängen stehen acht Abgänge gegenüber. Dem Start mit zwei Niederlagen gegen Bayern (0:6) und Freiburg (0:3) folgte der bislang einzige Sieg, einem 1:0 auswärts beim MSV Duisburg. Bei den Adlerträgerinnen stehen mit Verena Aschauer, Laura Feiersinger sowie Letícia Santos drei ehemalige Sanderinnen im Kader. Verena Aschauer erwartet ein kampfbetontes Spiel gegen ihren alten Verein, „vor allem in Sand und in dem Stadion. Ich weiß nicht, wie viel Zuschauer dort erlaubt sein werden, aber es ist immer schwierig, dort zu spielen. Sie werden alles reinhauen, da müssen wir wieder dagegenhalten.“ Die österreichische Nationalspielerin freut sich auf ein persönliches Wiedersehen, auch wenn sie nicht mehr allzu viele Akteurinnen persönlich kennt: „Es sind viele neue Gesichter dort. Als ich dort war, waren noch viele andere Spielerinnen. Aber wir müssen auf alle achtgeben, alle im Blick behalten und niemanden unterschätzen.“

Einige angeschlagene Spielerinnen bei der Eintracht

Wenn beide Mannschaften aufeinander getroffen sind, gab es bislang immer nur Top oder Flop: Acht Partien in der Frauenbundesliga gewannen die Frankfurterinnen, vier die Baden-Württembergerinnen. Es waren meist enge Begegnungen, gerade in der Fremde tat sich der damalige FFC schwer: Die letzte der drei Auswärtsniederlagen gab es ebenfalls am sechsten Spieltag der vergangenen Saison. Der effektive SC gewann damals 3:0. Eintracht Frankfurt fehlen am Sonntag einige Spielerinnen: Laura Feiersinger, Saskia Matheis und Letícia Santos können weiterhin nicht mitwirken, die am Mittwoch verletzungsbedingt ausgewechselten Sandrine Mauron und Theresa Panfil sind ebenso fraglich wie Virginia Kirchberger und Shekiera Martinez.

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