Biologiekurse untersuchen Fließgewässer der Region

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Am 13.Juni führte die Jahrgangsstufe Q2 eine Exkursion zum Kasselbach in Biebergemünd durch.

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MichaelReul 09092018

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Am Oberlauf des Baches rund um das Naturfreundehaus Günthersmühle wurden verschiedene Untersuchungen vorgenommen, um Rückschlüsse auf die Gewässergüte ziehen zu können.

Dafür waren von Frau Nolde und Frau Wöll vier verschiedene Stationen vorbereitet worden, an denen wir, die Schüler des Biologie LKs und Biologie GKs, physikalische Eigenschaften des Baches, wie Gewässerbreite und -tiefe, chemische Eigenschaften bezüglich der Wasserqualität sowie Flora und Fauna in und um das Fließgewässer untersuchen konnten. Zuerst ging es mit Gummistiefeln und Maßband bewaffnet ins Wasser, um an verschiedenen Stellen Breite und Tiefe auszumessen. Der Bach schlägt an dieser Stelle viele Kurven, die Laufentwicklung ist mäandrierend, weshalb ein Mittelwert berechnet wurde. Das Wasser scheint kaum getrübt, ebenso wenig ist ein starker Geruch wahrzunehmen.
Als nächstes führten wir chemische Untersuchungen an Gewässerproben durch. Mithilfe des Untersuchungsmaterials konnten wir Parameter wie pH-Wert, Ammonium-, Nitrat- und Phosphatkonzentration überprüfen.

Danach wurde es spannend, als im Bach unterschiedlichste Tierarten entdeckt werden konnten, die auf den ersten Blick kaum zu sehen waren. Mit Keschern und etwas Geduld waren die kleinen Tiere dennoch zu finden, zum Beispiel Eintags- und Köcherfliegenlarven, Flohkrebse, Wasserasseln und sogar ein winziger Jungfisch. Zwischendurch war natürlich auch Zeit für Pausen am gemeinsam organisierten Buffet. Neben der Fauna sind wir auch der Flora näher auf den Grund gegangen. Mit den Bestimmungsschlüsseln gelang es Wurmfarne, Sternmoos und Schwarzerlen zu identifizieren, auch wenn der Bewuchs im und um das Gewässer insgesamt sehr gering ausfällt.

Mittels eines Readers wurden noch viele weitere Informationen an die Hand gegeben, welche nützlich waren, um mehr über die Natürlichkeit eines Fließgewässers zu erfahren. Zum Schluss kamen wir auf sehr positive Ergebnisse! Der Kasselbach ist noch sehr naturnah und nicht belastet, wie die verschiedenen Zeigertiere und -pflanzen bestätigen können. Auch die Wasserproben zeigen: Der Kasselbach weist eine hohe Gewässergüte auf, was unter anderem auch den fehlenden Pflanzenbestand im Wasser erklärt.

Erhöhte Ammonium- und Nitratwerte würden den Pflanzenbestand wie Dünger begünstigen. Hohe Werte würden also auf eine Belastung hinweisen. Wir Menschen beeinflussen sie erheblich, denn über Abwässer und z.B. Landwirtschaftsabfälle gelangen die Stoffe in übermäßig hohen Mengen in die Gewässer, wodurch diese immer weniger lebensfreundlich für ein vielfältiges Artenreichtum werden. Auch anthropogene Einflüsse durch Bebauung und Begradigung des Fließgewässers verändern und beeinträchtigen seine Eigenschaften massiv. Wegen dieser Folgen auf unsere heimischen Ökosysteme ist es wichtig, dass wir uns mit dem Thema befassen und so einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt erfahren.

Text: Antonia Ceric, Biologie GK am Grimmelshausen Gymnasium
Fotos: Sigrid Juchelka

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