Katharina-Belgia-Preise an der HOLA vergeben

Hanau
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Am 12.11.19 wurde zum zwölften Mal der mit jeweils 500 Euro dotierte Katharina-Belgia-Preis, der Schulpreis der Hohen Landesschule (HOLA) für herausragende Leistungen und außerordentliches Engagement, an einen Schüler und einen Lehrer der HOLA verliehen.

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Die Jury hatte unter den nominierten Lehrkräften und Schülern als Preisträger Studienrat Andreas Kühnel und den Oberstufenschüler Imran Uyar (Jahrgangsstufe 12) ausgewählt. Neben Gästen aus der Lehrer-, Eltern- und Schülerschaft des Gymnasiums waren bei der Preisverleihung im gut gefüllten Philipp-Ludwig-Forum der HOLA Bürgermeister Axel Weiss-Thiel für die Stadt Hanau, Sabine Schaetzke für das Staatliche Schulamt des Main-Kinzig-Kreises, Frank Bornmann für das Schulverwaltungsamt sowie zahlreiche Preisträgerinnen und Preisträger der letzten Jahre anwesend.

Nach einer Begrüßung durch den stellvertretenden Schulleiter Helge Messner erhielt Bürgermeister Axel Weiss-Thiel das Wort. In seiner Rede ging er auf Katharina Belgia als Namenspatronin des Schulpreises ein. Er schilderte sie als eine „starke Frau in unruhigen Zeiten“. Sie habe schon in der damaligen Zeit erkannt, dass Bildung etwas Zukunftsweisendes sei. Weiss-Thiel hebt weiterhin hervor, dass es wichtig sei, nicht nur an den Einzelnen zu denken, sondern vielmehr an die Schulgemeinde sowie darüber hinaus. Dieser Gedanke habe die Jury dabei geleitet, unter den nominierten Personen die Entscheidung für die beiden diesjährigen Preisträger treffen zu können.

Stefan Prochnow, Leiter des Fachbereichs II, ging auf die anderen nominierten Schüler und Lehrkräfte ein, da auch diese sich um die HOLA verdient gemacht hätten und ihnen somit ebenfalls eine kurze Würdigung zustehe. Dr. German Brachtendorf von der Sparkasse Hanau (Stifter des Lehrerpreises) überreichte anschließend Andreas Kühnel die Urkunde und den Preis. Die Laudatio auf Andreas Kühnel hielt der Oberstufenschüler Roberto Romeo. Er verglich in seiner Rede Andreas Kühnel mit einem guten Fußballtrainer und sparte dabei nicht mit komödiantischen Einlagen. Romeo ging auf Kühnels Engagement im Rahmen der Theater-AG ein, deren Mitgliedern er stets auf Augenhöhe begegne. Der Laudator ging auch auf Kühnels Begeisterungsfähigkeit ein, die er – wie vieles andere in seiner Rede auch – dem Publikum anhand markanter Beispiele vorspielte. Dabei war Romeos Imitation fast so gut wie das Original, was vom Publikum mit viel Gelächter und Applaus honoriert wurde. Besonders lobte der Redner die Ehrlichkeit Kühnels, der ihn durch seine fundierten Rückmeldungen bei der Verwirklichung seines Traums sehr unterstütze.

Roberto Romeo nannte Kühnel abschließend den „Jürgen Klopp der Lehrerschaft“, was die auf der Bühne stehenden Mitglieder der Theater-AG als sprechender Chor durch Mephistopheles‘ Satz „Von Zeit zu Zeit seh ich den Alten gern“ aus Faust I bekräftigten. Andreas Kühnel bedankte sich für diese Ehrung und ging in seiner Rede auf seine eigenen Erfahrungen als Schüler und Mitglied der Theater-AG ein. Vor allem diese wertvollen und intensiven Erfahrungen hätten ihn dazu bewegt, selbst Lehrer zu werden. Abschließend dankte Kühnel namentlich allen Förderern und Unterstützern aus der Stadt, der Schulgemeinde sowie den Ehemaligen und seiner Familie, ohne deren Rückhalt er die Organisation der Theaterprojekte nicht stemmen könnte. Gegen Ende seiner Rede war es Kühnel ein wichtiges Anliegen, des kürzlich verstorbenen ehemaligen Hausmeisters der HOLA, Udo Linde, zu gedenken.

Michael Truckenbrodt vom Lions Club Hanau (Stifter des Schülerpreises) übergab Urkunde und Preis an den Oberstufenschüler Imran Uyar. Die Laudatio auf Imran Uyar hielt Oberstudienrat Eiko Fues, der Imran Uyar kennt, seit Imran Schüler der fünften Klasse war. Eiko Fues geht auf die vielfältigen Bereiche ein, in denen sich Imran inner- und außerschulisch engagiert. Er vertrat seine Klasse zunächst als Klassensprecher, wurde dann Mittelstufen- und später sogar Schulsprecher. Imran Uyar absolvierte die Patenausbildung und wurde Pate einer fünften Klasse, ein Amt, das er sehr gewissenhaft übernahm. Darüber hinaus war Uyar Mitglied der Schulkonferenz.

Er stieß an der HOLA ein Projekt gegen Kindersoldaten an, nahm an der UNO-AG teil, engagierte sich als Medienscout. Außerschulisch setzt er sich aktiv für das Kindeswohl ein, das ihm sehr am Herzen liege. Neben seinem gesellschaftlichen Engagement war Uyar auch sportlich als Schiedsrichter und Jugendtrainer beim Basketball tätig. Fues stellte besonders heraus, dass der junge Preisträger trotz all seiner Aktivitäten immer bescheiden sei und nicht im Vordergrund stehen möchte.

Imran Uyar sei für Fues der „Inbegriff der Empathie“, er lebe Gemeinschaft und sei damit ein Vorbild für andere. Imran Uyar bezog sich in seiner Dankesrede auf Janne Tellers Roman „Nichts: Was im Leben wichtig ist“, den er in der zehnten Klasse gelesen und der ihn sehr beeindruckt habe. Er zitierte mehrfach aus dem Roman und zeigte Parallelen zwischen sich selbst und dem Protagonisten auf. Abschließend dankte er ganz ausdrücklich allen, die an ihn geglaubt hätten. Für den musikalischen Rahmen sorgten Philipp Schneider (Schüler der 8D) am Klavier und die Bläserformation HOLAs Blechle, geleitet von Christine Hagemann und gesanglich unterstützt durch Nadine Heydt-Brosch.

Foto (von links): Dr. German Brachtendorf (Sparkasse Hanau), Bürgermeister Axel Weiss-Thiel, Helge Messner (stellvertretender Schulleiter der HOLA), die Preisträger Andreas Kühnel und Imran Uyar, Michael Truckenbrodt (Lions Club Hanau).

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