Die Schulgemeinde gedachte im Rahmen einer Schweigeminute den jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern aus Großauheim, die bei der Reichspogromnacht am 9. November 1938 aus ihren Häusern und ihrer Heimatstadt vertrieben wurden. Viele mussten auswandern oder wurden in Konzentrationslagern umgebracht. Die alljährlich am 09. November stattfindende Gedenkveranstaltung am Hans Gruber Platz, zu der die Schule gemeinsam mit dem Großauheimer Ortsvorsteher Reiner Dunkel und dem Lokalhistoriker Dr. Manfred Greb sonst immer einlädt, durfte aufgrund der Corona-Pandemie dieses Jahr nicht stattfinden. Umso wichtiger war es, den jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern Respekt und Aufmerksamkeit zu schenken und das Geschehen der Reichspogromnacht wieder in Erinnerung zu rufen.

„Gewalt und Terror ist nicht Vergangenheit. Es ist unsere Gegenwart. Die Ermordung unseres Lehrerkollegen in unserer Partnerschule in Conflans und nicht zuletzt die Ermordung unserer Mitbürger in der Hanauer Innenstadt am 19. Februar hat unser Leben hart mit Trauer und Ratlosigkeit getroffen“, so der evangelische Schulpfarrer Eckhard Kleppe. Er lud im Rahmen der Schweigeminute alle dazu ein, weit ab jeder Gleichgültigkeit und mit aufrichtigem Herzen der Opfer von Gewalt und Terror sowie deren Angehörigen zu gedenken. Es ist der Schulgemeinde der Lindenauschule auch zukünftig eine Herzensangelegenheit, die Erinnerungskultur zu pflegen und dem 09. November zu gedenken. Schließlich gilt es, wachsam zu sein, damit Gewalt und Terror in unserer Gesellschaft jetzt und in Zukunft keinen Platz bekommen.

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