Ludwig-Geißler-Schule: Junge Forscher erfolgreich

Hanau
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Mit neun Projekten war die Ludwig-Geißler-Schule, LGS, diesmal beim Jugend-forscht-Regionalwettbewerb angetreten, der zum elften Mal bei Heraeus in Hanau stattfand.

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Drei Projekte belegten den ersten Platz. Dazu gab es für die LGS Schülerinnen und Schüler noch viele Sonderpreise und Platzierungen. Unter dem Motto „Lass

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Zukunft da“ musste die Jury diesmal aus insgesamt zwölf Projekten die Gewinner auswählen.

Besonders erfolgreich war die LGS in den Bereichen Chemie, Technik und Informatik. So nahmen Raphael Wolff, Sarah Pöhlitz, beide in der zwölften Klasse des Beruflichen Gymnasiums der LGS im Fachbereich Biotechnologie, und Aleksandra Plocke, ebenfalls BG12 Chemietechnik, mit dem Projekt „Raumklimaverbesserung mithilfe von Algen“ im Fachbereich Biologie teil. Die Jury befand, dass die drei eine gute Idee hatten, weitere Versuchsreihen, wie der Vergleich mit anderen Algensorten, interessant wären und vergab den Sonderpreis „Nachwachsende Rohstoffe“, gestiftet vom Landwirtschaftsministerium.

Moritz Schanbacher, Schüler an der LGS, sowie Johanna Kunkel, Maximilian Meininger, Auszubildende der Firma Heraeus, räumten mit ihrem Gemeinschaftsprojekt „Biologisch aktive Vielfalt - Was organische Stoffe mit verwirrten Karpfen zu tun haben“ im Fachbereich Chemie den ersten Platz ab und zogen damit in den Landeswettbewerb ein. Ziel des Projektes sei es, anhand von ausgewählten Target-Molekülen einen Überblick über die Situation im Rhein-Main-Gebiet zu gewinnen. Hierfür etablieren die Jungforscherinnen und -forscher, unterstützt durch die Bundesanstalt für Gewässerkunde Koblenz mit Betreuer Dr. Michael Schlüsener, analytische Methoden inkl. Probeentnahme- und Aufbereitung und geeigneter Darstellung der Daten. Außerdem erhielten die drei einen Sonderpreis in Umwelttechnik. Nach Auffassung der Jury hätte die schriftliche Ausarbeitung auch eine Masterarbeit sein können. Andrea Buttler, Abteilungsleiterin Naturwissenschaft an der LGS: „Das Themengebiet Gewässeranalytik verbindet Umwelt- , Chemie- und Biologietechnik und gefällt mir besonders aufgrund der aktuellen Relevanz für unser Ökosystem. Ich freue mich, dass wir diesmal auch Azubis der Firma Heraeus für solch ein spannendes Thema gewinnen konnten.“

Maximillian Pfannkuch, BG12 Biotechnologie, Jaro Filip, Dominik Hein, beide BG12 praktische Informatik, konnten sich ebenfalls gegen die Konkurrenz durchsetzen und belegten den ersten Platz für ihr Projekt “Revolution AIR” und bekamen obendrein einen Sonderpreis. Sie entwickelten ein System, das mithilfe von UV-LEDs effizient Raumluft desinfiziert. „Das Projekt behandelt ein aktuelles und zeitgemäßes Thema. Die Jungs sind ein tolles Team und schauen über den Tellerrand. Wir drücken die Daumen für den Landeswettbewerb“, so die Wettbewerbsleiterin Judith Jeuck in der Laudatio.

Im Bereich Technische Projekte/ Arbeitswelt wurden Naima Rasch, BG13 Elektrotechnik, und Eray Bakar, Berufsschüler, für ihr Projekt Luft & GefahrStoff-Detektor (LGSD) mit dem 3. Platz im Fachbereich Arbeitswelt und einem Sonderpreis ausgezeichnet. Naima ist aktive Atemschutzträgerin bei der freiwilligen Feuerwehr. Gemeinsam entwickelten die beiden einen Tragbaren Sensor für Einsatzkräfte, der Aussagen über den Gefahrstoffgehalt der Luft ermöglicht. Die Jury betonte, dass es immer wichtig sei, sich Gedanken über Sicherheit zu machen. Man merke, dass Naima und Eray das Thema offensichtlich sehr am Herzen liege.

Das Projekt „Internet of stupid Things“ von Mirko Weih, BG12 praktische Informatik, und Niklas Krieger, BG12 Elektrotechnik, hatte zum Ziel, in öffentlichen Gebäuden Geräte an das Hausnetzwerk anzuschließen, ohne neue Gerätschaften mit entsprechenden Schnittstellen anschaffen zu müssen. Die beiden hatten einen kostengünstigen Ansatz entwickelt, wie man beispielsweise den Stand von Papierspendern zentral ablesen könne und erreichten den 3. Platz im Bereich Technik. Martin Palzer, Abteilungsleiter Metall an der LGS, dazu: „Im Selbstverständnis eines gewerblich-technischen Kompetenzzentrums für die Region Hanau und MKK sehe ich den Erfolg der Teilnehmerinnen und Teilnehmer darin begründet, ihre eigene Motivation, technische Innovationen in den Dienst des menschlichen Wohlergehens stellen zu wollen, durch das Betreuungsteam um Herrn Dr. Löffler herum, gefördert bekommen zu haben. Gerade im Hinblick auf die zunehmend dringlich werdenden Fragen nach technischen Lösungen zu den ökologischen und gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit stellten sich die Schülerinnen und Schüler der LGS mit ihren Antworten.“

Timo Skrobanek und Jannik Felix, BG13 praktische Informatik, stellten ihr Projekt Braindating vor und erzielten ebenfalls einen ersten Platz. Mit dem System können Schülerinnen und Schüler sich vernetzen, um sich gegenseitig in Lernprozessen zu unterstützen. Durch die Pandemie sei das aktueller denn je, aber auch die Verbesserung der Chancengleichheit hat die zwei motiviert. Unterstützt wurden die beiden von Nadja Pietsch und Marco Aceves von der August-Bebel Schule mit Schwerpunkt Graphikdesign. Jury: „Code wurde komplett überarbeitet und die Oberfläche verbessert. Auch Sicherheitsaspekte wurden weiter verbessert. Der Vortrag war sehr professionell und das Thema war sehr lobenswert.“

Nicolai Korbas, BG13 praktische Informatik, stellte mit seinem Projekt „PyHome“ seinen Ansatz für ein Smarthome-System vor, bei dem ein offener Standard verwendet wird und damit einen deutlichen Zugewinn an Sicherheit und Erweiterbarkeit verspricht. Die Jury lobte das hochaktuelle Thema Datensicherheit und den klar strukturierten und offenen Ansatz und sieht sehr viel Potenzial in der Arbeit. Für diese sehr gelungene Arbeit erreichte er den 2. Platz im Bereich Mathe-Informatik und erhielt noch einen Sonderpreis.

Ebenfalls im Fachbereich Informatik beschäftigten sich Hanna Holzmann, BG13 Biotechnologie, Luisa Sander und Marcel Talmon, BG13 Praktische Informatik, mit dem einem „Futterstrategen“. Die App soll Entscheidungsnot beim Essen lindern und dabei gesündere Ernährung mit Genussgewinn ermöglichen. Die Jury lobte den theoretischen Ansatz, sieht aber noch Entwicklungsbedarf bei der praktischen Implementierung. Aleksa Lukic, FOS12 Informationstechnik, entwickelte mit „Chessbot“ einen Schachroboter, mit dem über große Distanzen gespielt werden könne.

Der stellvertretende Schulleiter und Leiter IT, Martin Lindenau: „Im Fachbereich IT beschäftigen wir uns damit, eine Lernumgebung zu schaffen, in der die Anwendung moderner Technologien für den Menschen im Vordergrund steht. Unsere Schülerinnen und Schüler erweitern ihre Problemlösekompetenz anhand von Fragestellungen aus dem Schulalltag oder den Betrieben. Der Wettbewerb Jugend forscht schafft den Teams einen besonderen Anreiz, ihre Projekte weiter zu führen und vorzustellen.“

Betreut werden die Projekte von Dr. Martin Löffler und Fabian Bott. Beide wurden mit einem Betreuerpreis ausgezeichnet. „Es hat großen Spaß gemacht, die Projekte der Jungforscherinnen und Jungforscher zu begleiten. Schon bei der Projektfindung gab es einen regen Austausch unter den Forschenden aber auch mit externen Partnern. So wurden aus Ideen Fragestellungen und daraus Prototypen. Dabei wurde eine hohe Selbstmotivation an den Tag gelegt. Das ist für uns Lehrer wunderbar und motivierend“, so Dr. Löffler. „Natürlich freuen wir uns besonders über die ersten Platzierungen, viel mehr freut es uns aber, dass so viele Schülerinnen und Schüler aus vielen verschiedenen Schulformen ihre Projekte bis zum Wettbewerb gebracht haben,“ ergänzt Fabian Bott.

Schulleiter Christof Glaser freut sich, dass die Schülerinnen und Schüler so viel Herzblut in ihre Projekte gesteckt haben. „Die LGS bietet ein kreatives Umfeld für Schülerinnen und Schüler, um mehr über Naturwissenschaft und Technik zu lernen und das Gelernte in den Labors, den Werkstätten und den modernen IT-Räumen umzusetzen. Es ist sehr bemerkenswert, wie viele Schülerinnen und Schüler die Angebote für eigene Projekte wahrnehmen und ihren beruflichen und persönlichen Weg bei uns gehen.“

Foto: Schülerinnen und Schüler der LGS mit ihren Betreuern nahmen am Jugend forscht Regionalwettbewerb teil (von links): Stellvertretender Schulleiter Martin Lindenau, Abteilungsleiter Metall Martin Palzer, N. Rasch, Abteilungsleiterin Naturwissenschaften Andrea Buttler, Maximilian Pfannkuch, Dominik Hein, Jaro Filip, Nicolai Korbas, Timo Skrobanek, Jannik Felix, Maximilian Meininger, Jugend forscht-Betreuer an der LGS Dr. Martin Löffler, Johanna Kunkel, Sarah Pöhlitz, Marcel Talmon, F. Hauptmann, Raphael Wolff, Mirko Weih, Luisa Sander, Hanna Holzmann, IT-Lehrer Fabian Bott, Niklas Krieger und Schulleiter der LGS Christof Glaser.

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