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Ein wichtiger Aspekt dabei ist die traditionell gute Jugendarbeit. Sie war in der Vergangenheit der Faustpfand für die rasante Entwicklung von der Landesliga bis zur 3. Liga mit jeder Menge Eigengewächse. Mit Blick in die Zukunft soll die Förderung der eigenen Talente mit unterschiedlichen Maßnahmen weiter verstärkt und professionalisiert werden. Dazu plant der Verein eine „Handball-Akademie ohne Internat“.

Aktuell verzeichnet die HSG Hanau über 200 aktive Jugendspieler, wodurch in jeder Altersklasse mindestens zwei Mannschaften in die Saison gehen werden. Jeweils eine davon tritt in der höchstmöglichen Spielklasse an. Aushängeschild der hervorragenden Jugendarbeit ist die A-Jugend, die seit der Gründung der A-Jugend-Bundesliga eben in dieser Spielklasse aktiv ist. Um die jungen Talente noch besser fördern zu können, wird es zukünftig einen Jugendausschuss mit dessen Sprecher Jörn Winter geben. Ebenfalls dazu gehören wird Hannes Geist, der als Co-Trainer der Drittliga-Mannschaft gleichzeitig das Bindeglied zwischen Jugendlichen und Aktiven sein soll. Gemeinsam soll eine Spielphilosophie entwickelt werden, die sich wie ein roter Faden durch alle Mannschaften ziehen soll.

„Das Spielsystem soll so homogen, wie möglich gehalten werden und in allen Altersklassen immer wieder die gleichen Auslösehandlungen beinhalten“, so Winter. Dazu wurde für jede Altersklasse ein Ziel definiert, welches der Jugendliche im jeweiligen Alter beherrschen sollte. Dies soll den Übergang zwischen den Altersklassen fließender machen und den Nachwuchsspielern den möglichen Sprung in die erste Mannschaft vereinfachen. Um den immer komplexer werdenden Anforderungen im Nachwuchsbereich gerecht zu werden, hat die HSG Hanau ein spezialisiertes Training ins Programm aufgenommen. Mit Dominic Scholz wurde ein Athletiktrainings-Konzept erarbeitet, das von der C-Jugend bis zur ersten Mannschaft verfolgt wird. Genauso Markus Breidenbach, der als Torwartkoordinator ein einheitliches Trainingskonzept etabliert hat.

Zu einer zeitgemäßen Trainingsphilosophie gehört neben der athletisch-technischen Ausbildung auch das mentale Training, das mit der Hilfe von Janina Bechinger bei den A-Jugendlichen bereits zum Programm gehört. „Das Mentale spielt auf dem Spielfeld eine wichtige Rolle und wir interessieren uns natürlich für den jungen Menschen, der bei uns spielt und sehen uns da als Verein in der Verantwortung“, so Winter. In der Pubertät gäbe es immer wieder schwierige Phasen, die es dann mit dem richtigen Ansprechpartner zu meistern gilt.

„Unsere eigenen Talente auszubilden, das ist unsere Basis“, meint Winter, aber das das kostet natürlich auch Geld. Zu den Sponsorengeldern kommt aber auch die finanzielle Unterstützung der Eltern hinzu, wofür sie aber auch eine, so Winter, „adäquate Gegenleistung“ bekämen, da z.B. die A-Jugendlichen regelmäßig eine physiotherapeutische Betreuung zur Verfügung gestellt bekommen. Darüber hinaus soll die Kooperation der HSG mit den Schulen in Form eine Lehrer-Trainer-Stelle an der Karl-Rehbein Schule im nächsten Jahr weiter ausgebaut werden. Das Konzept dabei sei eine „Akademie ohne Internat“, so Winter, ohne damit in Konkurrenz zu anderen Vereinen mit klassischem Internat zu treten. Es sei vielmehr die Möglichkeit, für einen talentierten Spieler in der Region zu bleiben und sich aber trotzdem handballerisch auf höchstem Niveau weiter zu entwickeln.

Der Weg, möglichst viele Spieler aus der eigenen Jugend in die erste Mannschaft zu integrieren, soll weiter gegangen werden. Das Konzept, Jugendspieler an den Verein zu binden geht auf. Auch in dieser Saison sollen es wieder drei junge Talente aus der eigenen Jugend in den Drittliga-Kader der ersten Mannschaft schaffen. „Wenn ein Spieler schon seit der Jugend bei uns spielt, dann schafft das eine ganz andere Identifikation“, sagt Winter. Aber was sind zusätzliche Anreize, um junge Talente in Hanau zu halten? Ihnen nicht nur sportliche, sondern auch berufliche Perspektiven zu bieten. Die HSG will nun verstärkt als Vermittler zwischen Spielern und Unternehmen fungieren, Netzwerke vertiefen und über eine Stellenbörse auf der eigenen Homepage den Kontakt zu regionalen Unternehmen herstellen.

Die Perspektive für junge Talente hat sich auf sportlicher Ebene durch den Aufstieg der zweiten Mannschaft in die Oberliga nochmal verbessert. Da es doch auch für sehr talentierte Jugendspieler schwer sein kann, von der der Jugend in die 3.Liga zu springen, ergibt sich nun für viele, mit der zweiten Mannschaft in der Oberliga, eine weitere spannende Alternative.

Foto: @Bild Moritz Göbel

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