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Nach dem 24:23 (10:8)-Erfolg bei der TSG Friesenheim am Sonntagabend ist das Team der Grimmstädter zum zehnten Mal in Folge in der höchsten deutschen Spielklasse vertreten. Bereits das Hinspiel konnte die HSG mit 18:17 für sich entscheiden. Mit einer außergewöhnlichen Maßnahme im Vorfeld zeigte der Klub dabei, welch große Rolle die Jugendarbeit bei der HSG Hanau spielt. Dem starken Cedric Schiefer war es vorbehalten, 30 Sekunden vor Schluss mit dem letzten Treffer des Tages auch die letzten Zweifel zu zerstreuen. Davor lag ein 60 Minuten langer Nervenkrimi, bei dem die HSG allerdings niemals in Rückstand lag. Lediglich beim 4:4 und 22:22 war der Nachwuchs des Bundesligisten Eulen Ludwigshafen auf Tuchfühlung.

Die Hanauer dagegen waren von Beginn an hellwach und zeigten sich wild entschlossen. Mit einer 10:8-Führung ging es in die Pause. Als Max Moock in der 44. Minute zum 18:13 für die Hanauer traf, schien bereits eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Doch die nie aufsteckenden Friesenheimer mobilisierten noch einmal alle Kräfte und konnten sogar noch ausgleichen. Am Ende behielt die HSG aber kühlen Kopf und Schiefer besorgte den Rest.

„Die beiden wichtigsten Spiele der Saison zu gewinnen, nach sechs Monaten Wettkampfpause, dass ist aller Ehren wert. Ich ziehe den Hut vor dieser Mannschaft. Gefühlt haben wir ab der zehnten Minute im roten Bereich gearbeitet. Die Jungs waren bis in die Haarspitzen motiviert und hatten am Ende Nerven aus Stahl“, war Trainer Hannes Geist mächtig stolz auf sein Team.

Ein Sonderlob schickte Geist Richtung Abwehr. „Die Deckungsarbeit im Zusammenspiel mit den Torhütern war überragend“, sagte er. Einzig im Angriff sei man etwas fahrig bei der Chancenverwertung gewesen. Doch das interessierte an diesem Abend niemanden wirklich. Mit diesem spektakulären Erfolg gehen drei aufregende Wochen für das Team um Trainer Geist und Betreuer Thomas Gerst zu Ende, in denen es zwischenzeitlich sogar danach ausgesehen hatte, als ob Hanau an den Ausscheidungsspielen gar nicht würde teilnehmen dürfen. Denn aufgrund erhöhter Corona-Infektionen konnten sie zwei Wochen lang nur eingeschränkt trainieren und waren für Wettkämpfe gesperrt.

Nachdem die Maßnahmen wieder gelockert wurden, mobilisierte der Verein alle Kräfte, um seinen Jugendlichen den Traum von der Bundesliga doch noch zu ermöglichen. Man schickte das Team in eine zehntägige Quarantäne, um gesundheitlich auf Nummer sicher zu gehen und den Trainingsrückstand irgendwie noch aufzuholen. Ein finanzieller Kraftakt für die HSG Hanau.

Doch der Verein konnte sich einmal mehr auf die gesamte HSG-Familie und sein Netzwerk verlassen. Der Partner Baugesellschaft Hanau stellte Busse zur Verfügung, um ins Training fahren zu können. Das Hotel Birkenhof machte dem Verein ein besonders faires Angebot für die zehn Tage Quarantäne. Elf Schulleiter zeigten sich sehr kooperativ und stellen die Spieler von der Schule frei. Die Eltern der Spieler beteiligten sich nicht nur finanziell, sondern engagierten sich rund ums Team und wussten das Engagement des gesamten Vereins sehr wohl zu schätzen. Beim Hinspiel am Freitagabend in Hanau, das gleichzeitig auch als Hygienetest diente, waren rund 40 HSG-Betreuer im Dienst. „Mega, dass sich dieser außergewöhnliche Einsatz gelohnt hat“, freute sich der 1. Vorsitzende Uwe Just, der die Reise zur TSG Friesenheim ebenfalls mitgemacht hatte.

Foto: HSG Hanau

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