Radan will Ausstellungs-Erlöse Kindern zukommen lassen

Meerholz
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Der Meerholzer Künstler Dusan Radan, dessen Skulpturen- und Gemäldeausstellung noch bis zum 25. November 2012 im „Vogelsberger Dom“ in Unterreichenbach zu sehen ist, will 70 % potentieller Verkaufserlöse aus seinen Kunstwerken bedürftigen Kindern im Main-Kinzig-Kreis zukommen lassen.

„Für mich hat das zweifachen Symbolcharakter“, sagte Radan. „Einmal sind Kinder auf einer zunehmend naturentfremdeten und gefährdeten Erde Sinnbild einer hoffnungsvollen Zukunft und zum Anderen möchte ich mich bei dem Land, das mich gastfreundlich aufgenommen hat, bedanken und einen Teil meiner Identität künstlerisch zurückschenken“. Der bosnische Künstler lebt seit über 40 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland. Die Finissage findet am 25. November um 19 Uhr statt.offHoffHofHio

Mit seinen Werken wolle er eine künstlerische Brücke zwischen der Natur und dem Menschen des 21. Jahrhunderts schlagen und daran erinnern, dass der mit Bewusstsein beschenkte homo sapiens dennoch ein Teil eben dieser Natur sei. Aus der Möglichkeit des Denkens leitet sich für den Künstler nicht eine Erhebung über die Natur ab, sondern ein verantwortungsvolles Miteinander allen Lebens auf dem Planeten. Inspiriert wurde Radan durch die sensationellen naturhistorischen Funde in der Grube Messel, die eine wichtige Lücke in der Evolutionserkenntnis schlossen. „Wir stehen als moderne Menschen symbolisch am Rande der Grube und haben die Möglichkeit des Vernichtens oder des Staunens, des Zuschüttens oder des Brückebauens in uns.“ In seinen Kunstwerken wolle er den Bogen von der Genese zum Alltag des heutigen Menschen spannen.

Radan bedankt sich ausdrücklich bei den Bürgermeistern von Birstein und Gelnhausen, die ihm den Raum für sein Schaffen ermöglicht hätten und würde sich freuen, wenn seine Kunstwerke über die Ausstellung in Unterreichenbach hinaus im öffentlichen Raum für viele Menschen zu sehen wären. Er hat über drei Jahre an der Realisierung der Ausstellung gearbeitet. Die „Erschaffung“ seiner Werke habe mangels eigenem Atelier die Grenzen seines Haus gesprengt. Deshalb sei er allen Menschen, die ihm Werk- und Lagerräume in Scheunen und am Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt hätten, zu großem Dank verpflichtet. Nur Teile der Ausstellung wurden auch in der eigenen Garage gefertigt. Schließlich hätten ihm Arbeitskollegen und Menschen aus Unterreichenbach geholfen, seinen Traum von der jetzigen Ausstellung in der evangelischen Kirche zu verwirklichen.

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