„Mathe-Forscher“ zeigen: Mathe macht Spaß

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Ob beim Taschengeld, beim Stundenplan, in der Natur oder ganz einfach beim Spielen – überall ist Mathematik.

Selbst wenn wir etwas schön oder hässlich finden, liegt das meist in der Mathematik begründet. Dies mit Spaß und Freude zu entdecken und zu erforschen, war das Ziel eines Angebotes der Volkshochschule der Bildungspartner Main-Kinzig GmbH, das mit Unterstützung der Stiftung der Kreissparkasse Gelnhausen, der Kreissparkasse Schlüchtern und der Sparkasse Hanau speziell für Lehrkräfte an Grundschulen und deren Klassen konzipiert wurde. Im ersten Schritt konnten sich Grundschulen des Main-Kinzig-Kreises anmelden. Genutzt wurde das Angebot von 85 Teilnehmern aus 37 Grundschulen.

Innerhalb des dreistündigen Einführungsworkshops im Juni erlebten die Grundschullehrer und -lehrerinnen eine Vielfalt von Aktivitäten, Anregungen und eine lebendige Vermittlung von Inhalten rund um das Thema Mathematik. Ganz im Sinne des hessischen Bildungs- und Erziehungsplans war hierbei auch die Entwicklung von Teilkompetenzen eines der Themen. Am Ende der Fortbildung erhielt jede Lehrkraft eine mit vielfältigen Mathe-Utensilien ausgestattete „Mathebox“ mit Begleitheft. Im Anschluss an den Workshop bestand die Möglichkeit, mit der eigenen Klasse an einem Wettbewerb teilzunehmen. Wettbewerbskriterien waren Kreativität, Originalität, eigenständiges Arbeiten der Kinder und eine forschende Haltung der Schülerinnen und Schüler.

Zur Preisverleihung wurden fünf Grundschulklassen in das Bildungshaus in Gelnhausen eingeladen, die ihre Arbeiten im großen Hörsaal selbst präsentieren durften. Die Erste Kreisbeigeordnete und Bildungsdezernentin Susanne Simmler zeigte sich begeistert von dem Engagement der Schülerinnen und Schüler: „Die Kinder sind an ihre selbst gewählten mathematischen Aufgaben mit kreativer Begeisterung herangegangen, haben eigene Ideen und Lösungsvorschläge entwickelt und konnten dabei unerwartete Entdeckungen machen. Für mich ist die Aktion ein voller Erfolg“, resümierte Simmler, die zusammen mit Ina Vaupel vom Staatlichen Schulamt Hanau, Jürgen Steigerwald als Vertreter der Sparkassen sowie dem Geschäftsführer der Bildungspartner Main-Kinzig, Horst Günther, und dem Dozenten Uli Brenner die Jury bildete.

Den ersten Preis des Wettbewerbs, eine Fahrt ins Mathematikum nach Gießen, gewann die Klasse 3b der Grundschule am Hasenwäldchen in Birstein mit ihrer Lehrerin Anja Schnell. Die Kinder entwarfen verschiedene geometrische Muster für den „Sultan von Geometrien“, damit dieser seinen neuen Palast mit schönen Tapetenmustern versehen konnte. Dieser war so begeistert, dass er den Vorschlag der Kinder aufnahm, auch den Fußboden des Palasts mit einer bunten Parkettierung zu versehen. Die kleinen mathematischen Künstler lernten so ganz nebenbei etwas über Dreiecke, Rechtecke und Quadrate und machten sich Gedanken darüber, ob auch mit Kreisen eine lückenlose Parkettierung möglich sei.

Dass es sich im Wald gut rechnen lässt, bewiesen die Kinder der Klasse 3b der Grundschule Langendiebach, die sich  zusammen mit ihrer Lehrerin Tatjana Fischbein die Frage stellten, wie alt wohl ein Baum sei, dessen Jahresringe nicht zu sehen sind, wie viele Blätter an einem Baum hängen oder wie viele Stühle sich aus dem Holz eines Baumes herstellen lassen. Dabei lernten sie unter anderem, flexibel mit Messinstrumenten umzugehen, Größen und Mengen zu schätzen und die vorher erlernten Grundrechenarten je nach Bedarf einzusetzen. Mit diesem Projekt sicherte sich die Klasse den zweiten Platz, einen Filmdreh über die eigene Schule.

Den dritten Platz belegte die Klasse 4a der Philipp-Reis-Schule in Gelnhausen, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, heraus zu bekommen, wie viele Nudeln oder Erbsen in einer Packung sind. Dabei erfand sie ganz nebenbei die Methode des Dreisatzes als Lösungsstrategie, obwohl dieser erst in einer späteren Jahrgangsstufe Thema sein sollte. Die Klasse kann sich nun mit ihrer Lehrerin Joanna Adamowicz auf eine Exkursion mit dem Umweltpädagogen Uli Brenner freuen.

Ob sich mit der Menge Flüssigkeit, die alle Kinder der Klasse 2b der Martinusschule in Bad Orb in einem Monat trinken, eine Badewanne füllen lässt, war mit einer weitere Projektarbeit herauszufinden. Mit viel Spaß und etwas Hilfe ihrer Lehrerin Anja Dahle schafften es die Kinder, sich der Antwort zu nähern. Dieses Projekt war der Jury den vierten Platz wert, ein Set aus magnetischen Kapla-Holzklötzchen, mit denen es sich wunderbar rechnen lässt.

Beachtlich auch die Arbeit einer weiteren vierten Klasse der Philipp-Reis-Schule in Gelnhausen, die herausfinden wollte, wie lang der Zahnpastastrang ist, den man während eines Monats beim Zähneputzen aus der Tube drückt. Nachdem sich die Kinder überlegt hatten, was die durchschnittliche Länge der Zahnpasta pro Putzvorgang, die Anzahl der Putzvorgänge pro Tag und die Anzahl der Tage eines Monats sind, war die Lösung schnell gefunden. Für ihre kreative Arbeit belegten die Kinder mit ihrer Lehrerin Kathrin Neidhardt den ehrenvollen fünften Platz, der mit einem interessanten Mathematikbuch honoriert wurde.

Foto: Preisträger des Mathe-Forscher Wettbewerbes für Grundschulen.

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