Vielfalt Europas auf der großen Leinwand erleben

Kino
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Was bewegt die Franzosen und Italiener? Wie erleben die Russen ihren Alltag? Und worüber schmunzeln eigentlich die Briten?

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Das 7. Europäische Filmfestival des Kuki vom 16. bis 27. Juli lädt wieder ein zu einem cineastischen Streifzug durch unsere Nachbarländer, bei dem es viel zu entdecken gibt.

Europa ist eine große Erzählung. Filmkunst schafft Freiräume und kulturelle Identität. In einer Zeit, in der Europa von Krisen überschattet wird und die Gesellschaft vor großen Herausforderungen steht, braucht es mutige Filme, aber auch die Kinos als Orte einer gemeinschaftlichen Auseinandersetzung für kulturelle Verantwortung. Am 16. Juli fällt der Startschuss für das 7. Europäische Filmfestival im Kuki, das im Rahmen des hessischen Kultursommers Main-Kinzig-Fulda stattfindet. Im Mittelpunkt stehen die Länder Frankreich, Italien, Ungarn, Großbritannien, Schweden, Russland und Deutschland, die in zehn aktuellen Filmen kreativ und lebendig Einblicke in ihre nationale Kultur geben.

Den Auftakt macht unser Nachbarland Frankreich. Es ist Meister in der Filmkunst, leichten Humor und ernsthafte Lebenseinsichten gekonnt so miteinander zu verbinden, dass Kino Spaß macht und der Besucher mit einem wissenden Lächeln nach Hause geht. Kein anderes Filmland versteht es, die Kunst der leichten Unterhaltung so zu perfektionieren wie das französische Kino. Anders als in Deutschland steht die Filmkunst im Ansehen der Gesellschaft hier ganz oben.

„Madame Aurora und der Duft von Frühling“ erzählt auf witzige und leichtfüßige Weise von den Tücken des Älterwerdens einer Mittfünfzigerin, die gezwungen ist, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Ein großartiger Film über unsere französischen Nachbarn, bei dem man sofort mitlacht, mittanzt oder mitweint. Aurora steht mitten im Leben, doch nun wird sie Großmutter, fliegt aus ihren Job, auch die Hormone spielen verrückt. Und Aurora erlebt, dass man etwas loslassen muss, um neu zu beginnen.

Eine ganz andere Filmsprache entwickelt sich in dem postkommunistischen osteuropäischen Filmland Ungarn, die von der herausragenden Regisseurin Ildikó Enyedi entscheidend mitgeprägt wird. Ihr poetisch-melancholischer Erzählstil ist in der Romanze „Körper und Seele“ vollendet entwickelt. Für ihr magisches Melodram gewann sie den Goldenen Bären bei den Berliner Filmfestspielen 2018. Mit Leidenschaft und Kühle verbindet Ildikó Enyedi die magische Welt des Traums mit einem Gesellschaftsportrait. Dieser unglaubliche Liebesfilm spielt in einem ungarischen Schlachthaus. Maria und ihr Finanzchef Endre verstehen sich. Sie spüren eine ganz besondere Beziehung zueinander – schmerzlich entfremdet von ihren Körpern. Jede Nacht haben beide denselben Traum. Sie träumen, dass sie Hirsche sind, die einander in einem verschneiten Wald treffen …

Das Britische Kino hat ein Fabel für Männer mit ungewöhnlichen Leidenschaften. In „Ganz oder gar nicht“ versuchten sich vor 20 Jahren ein paar arbeitslose Kumpel als Stripper. Der Schuljunge „Billy Elliot“ träumte von einer Ballettkarriere. Jetzt versucht sich in „Swimming with Men“ eine Männergruppe im Synchronschwimmen. Bei den kunstvollen Schwebefiguren lernen die Männer, ihre Gefühle zu zeigen. Sie fassen wieder neuen Mut, und am Ende finden sie sogar ihr Liebesglück. „Swimming with Men“ ist typisch britisch, wunderbar skurril, komisch und herzergreifend.

Das Filmland England bringt aber auch immer wieder großartige Literaturverfilmungen in historischem Gewand auf die Leinwand. „Der Buchladen der Florence Green“ erzählt von der Spießigkeit der 1950er-Jahre in der englischen Provinz – eine kongenial inszenierte Verfilmung von Penelope Fitzgeralds Roman. Eine junge Witwe eröffnet in einem idyllischen Ort an der Ostküste Englands eine Buchhandlung. Kein einfaches Unterfangen, die Arbeiter und Fischer des Ortes lesen nicht gern. Und dann sind da noch die Honoratioren des Ortes, die in dem Gebäude lieber einen Kunstsalon gesehen hätten und nun eine trickreiche Intrige spinnen.

In einem zweiten Teil werden weitere Beiträge des europäischen Filmfestivals vorgestellt – bei einem Streifzug durch die Filmländer Italien, Schweden und Russland. Im dritten Teil folgen dann die aktuellen Beiträge der deutschen Regisseure Josef Bierbichler, Andreas Dresen, Christian Petzold und der herausragenden deutsch-französisch-iranischen Regisseurin Emily Atef.  

Das gesamte Programm des 7. Europäischen Filmfestivals ist online unter www.kukikino.de zu finden.

Tickets
Tickets gibt es unter www.kukikino.de oder hier: Ticketshop der Kinzigtal Nachrichten in Schlüchtern, Hölzer Kommunikation in Sterbfritz, Buchhandlung „Dichtung und Wahrheit“ in Wächtersbach, Tegut-Markt in Flieden sowie an der Kuki-Abendkasse (geöffnet 45 Minuten vor Veranstaltungsbeginn). Infos und Kartenreservierung online oder unter Service-Telefon (06661) 608-410, täglich von 14 bis 18 Uhr.

Fotos: Tiberius Film, A la mode Film, Capelight Pictures

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