Weitere Kino- und Genuss-Glanzlichter

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Starker Start: Das neue Konzept des Europäischen Filmfestivals im KUKI mit herausragendem Kino und kulinarischen landestypischen Köstlichkeiten überzeugt Besucher wie Organisatoren.

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Gleich zum Auftakt konnte sich das KUKI-Team über 120 Gäste und einen ausverkauften Saal freuen.

Und mehr als die Hälfte des Publikums nutzte zum Festivalbeginn die Gelegenheit, vor dem britischen Musikfilm „Bohemian Rhapsody“ um die Kultband Queen die köstlichen Scones zu probieren, die Ina von Sarközy (GutTafeln) mit selbstgemachter Clotted Cream, leckerer Konfitüre und erfrischender Ingwerlimonade aus eigener Herstellung auftischte.

Attraktion der zweiten Veranstaltung am Sonntagabend im gemütlich arrangierten KUKI-Bistro im Innenhof des Evangelischen Gemeindezentrums war der Gabelstapler, den Wilhelm Gold zur Verfügung gestellt hatte. Passend zum preisgekrönten, virtuos inszenierten Großmarktmärchen „In den Gängen“ servierte das KUKI-Team leichte Sandwiches, belegt unter anderem mit Thunfischcrème, Gorgonzola oder Schinken und Käse, dazu Obst und Gemüse – stilecht angerichtet auf der Palette des Staplers. Denn um die Protagonisten Bruno, Christian, Marion und den Rest der Belegschaft durch ihre Nachtschicht in dem riesigen Supermarkt zu begleiten, wie sie die meterhohen Regale wieder auffüllen, die unzähligen Getränkekisten jonglieren und versuchen, ihr Leben auf die Reihe zu bekommen, brauchte es eine solide Stärkung mit reichlich Vitaminen.

Zu dem belgisch-niederländischen Festivalbeitrag „Girl“ wanderte die Benelux-Spezialität „Poffertjes“ direkt aus der Pfanne auf die Teller der Gäste, die am folgenden Abend beim außergewöhnlichen Historienfilm „The Favourite“ mit englischer Kürbispastete und Rotwein verwöhnt wurden. Zu einem Fest für Feinschmecker und Frankreichfans avancierte der ausverkaufte Komödienhit „Monsieur Claude 2“, bei dem Poulet au vinaigre d'estragon, dazu Reis, gebratene Auberginen – und zum Dessert ein verführerisches Mousse au chocolat die Gaumen kitzelte. 

Der zweite Teil des cineastischen und kulinarischen Streifzugs durch Europa verspricht ebenfalls jede Menge Glanzlichter. So sind etwa die duftigen Zimtschnecken aus den Geschichten von Astrid Lindgren nicht wegzudenken. Zum bewegenden Biopic „Astrid“, das von den Jugendjahren der berühmten Kinderbuchautorin erzählt und ihrem schwierigen Weg, als selbstbestimmte junge Frau zu leben, lässt sich vorab das schwedische Hefegebäck genießen. Wer es lieber weniger süß mag, der kann auch zu Köttbullar greifen – die beliebten Hackfleischbällchen werden mit Brot und Dip serviert.

Raffiniert belegtes Mini-Laugengebäck, flankiert von einem Glas Prosecco, begleiten den deutschen Festivalbeitrag „Werk ohne Autor“ kulinarisch und verwandeln das KUKI in eine Vernissage: Es geht um Kunst, Wahrheit und Schönheit, aber auch um die deutsche Vergangenheit. Inspiriert von wahren Begebenheiten schildert Florian Henckel von Donnersmarck das dramatische Leben des Künstlers Kurt Barnert (Tom Schilling), der der DDR entkommen ist und nun in der BRD lebt. Doch die Erinnerungen an seine Kindheit während der Nazi-Zeit und an seine Jugend unter dem SED-Regime lassen ihn nicht los.

Nach England führt die Filmbiografie „Trautmann“ über die Fußballlegende Bert Trautmann – eine packende Parabel über Versöhnung und Völkerverständigung. Als Soldat gerät Trautmann Ende des Zweiten Weltkriegs nahe Manchester erst in Kriegsgefangenschaft, dann wird er ob seines Talents vom erfolgreichen Club Manchester City als Torhüter verpflichtet. Während des legendären FA-Cup-Finales von 1956 gelingt es dem Deutschen, die Herzen der englischen Fans zu erobern. Dabei darf eines nicht fehlen: Fish & Chips, frisch zubereitet im eigens eingerichteten „KUKI-Stadion-Imbiss“.

Im Wien des Jahres 1937 spielt die Literaturverfilmung „Der Trafikant“ nach dem Bestseller von Robert Seethaler, in der der große Bruno Ganz in seiner letzten Rolle zu sehen ist – als Sigmund Freud, der einen 17-Jährigen über die Geheimnisse des Lebens aufklärt. Zum Film darf sich das Publikum auf ein traditionelles Gericht der österreichischen Abendküche freuen: eine mit Kren gefüllte Backkartoffel, Geselchtes vom Schwein und Gurkensalat. Im Nachgang folgt Wiener Apfelstrudel mit einem Glas Veltliner.

Zum Abschluss geht es in den äußersten Nordwesten Europas: nach Island. Hier ist die Landschaft rau und von atemberaubender Schönheit, die Küche bodenständig. Und immer wieder gelingt den Isländer originelles Arthousekino – so wie Benedikt Erlingsson mit „Gegen den Strom“. Darin schickt er eine Umweltaktivistin auf den Kriegspfad, zeigt die ursprüngliche Natur in wunderbaren Bildern und außergewöhnliche Menschen in surrealen Situationen. Zur Einstimmung gibt es isländisches Bierbrot mit gesalzener Butter und würzigem Käse auf, dazu ein kräftiges Bier.

Das 8. Europäische Filmfestival findet in Kooperation mit dem Kultursommer Main-Kinzig-Fulda statt. Zur besseren Planung bittet das KUKI, Kino- und Genusstickets im Vorverkauf zu erwerben: unter www.kukikino.de, in der Geschäftsstelle der Kinzigtal Nachrichten, Obertorstraße 16, oder bei einer der anderen KUKI-Vorverkaufsstellen: Museum Brüder Grimm-Haus in Steinau, Hölzer Kommunikation in Sterbfritz sowie Buchhandlung „Dichtung und Wahrheit“ in Wächtersbach. Weitere Infos sind online oder unter Service-Telefon (06661) 608-410, täglich von 14 bis 16 Uhr, erhältlich.

Die kleinen kulinarischen Gerichte, alle mit regionalen Zutaten zubereitet und preislich günstig zwischen 4 und 6 Euro, können ab 19 Uhr vor dem Film, je nach Wetter drinnen oder draußen, genossen werden. Die Filmvorführungen beginnen jeweils um 19.30 Uhr im KUKI-Saal im Evangelischen Gemeindezentrum Schlüchtern, Kirchstraße 32. Das Schlemmen ist natürlich keine Pflicht: Wer möchte, der kann sich – wie bisher beim Europäischen Filmfestival – auch nur die Filme ansehen.

PROGRAMM

Freitag, 16. August: „Astrid“ / Schweden
Samstag, 17. August: „Werk ohne Autor“ / Deutschland
Sonntag, 18. August: „Trautmann“ / England/ Deutschland
Montag, 19. August: „Der Trafikant“ / Österreich
Dienstag, 20. August: „Gegen den Strom“ / Island

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