Bahnübergang Hailer-Meerholz: Was ist das für ein Demokratieverständnis?

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Zur Unterschriftensammlung der BI „Erhalt der Kreisstraße 904“ äußert sich VORSPRUNG-Leser Holger Saß in einem Leserbrief.

"Die von der Stadtverordnetenversammlung bzw. vom Magistrat einzusetzende Kommission, die die Querung des Eisenbahnübergang Hailer/Meerholz (ob von oben oder von unten) begleiten soll, ist ein richtiger und notwendiger Schritt, um in das gesamte Verfahren mehr Sachlichkeit zu bringen. Dieser Beschluss und seine Durchführung werden aber konterkariert, wenn Bürger ausgeschlossen und stattdessen eine BI mit am Tisch sitzen darf, die schon hinreichend durch ihren Bauauschussvorsitzenden und seine vorgefasste Meinung vertreten ist. Was ist das für ein Demokratieverständnis? Die Gegner und Ignoranten einer für alle Gelnhäuser vernünftigen Lösung, die sowohl den gegenwärtigen Verkehrsströmen als auch dem Umweltschutz gebührend Rechnung trägt, dürfen mitentscheiden. Das halte ich für zutiefst undemokratisch. Ich habe diese Vertreter auf der öffentlichen Bauauschusssitzung erlebt.

Die von der BI gemachten Vorschläge ignorieren die Verhältnisse, die bei Regenwetter in den Kinzigauen herrschen. Eine Unterführung ist nachweislich wenig sinnvoll, wenn die Unterführung in Regenperioden nicht zu nutzen ist, weil vollgelaufen, wenn der Schlossteich leerläuft und das Grundwasser abgesenkt wird. Da helfen auch keine Pumpen - wo sollen die denn das Wasser hin pumpen? Und bei diesen Überlegungen steht nicht einmal die Kostenfrage zur Debatte.

Herr Zach, Verkehrsdezernent, hat seinerzeit betont, dass der Ausbau der Kreisstraße 904 ein separates Verfahren sei, das nichts mit dem gegenwärtig angestrebten Brückenbau zu tun hat. Warum wird dann diese überholte These ständig wiederholt? Ich frage mich, muss ich erst eine Bürgerinitiative gründen, die für eine Versachlichung der angestrebten Querungsmöglichkeit mit all seinen Folgen eintritt, um auch am gemeinsamen Tisch zu sitzen? Dann rufe ich jetzt schon auf, sich bei mir zu melden, damit „die Ohnemichel“ in Gelnhausen nicht die Politik dominieren.

Damit ich richtig verstanden werden: Ich bin weder für eine Riesenbrücke, die den LKW-Verkehr anzieht, noch bin ich für eine sogenannte „kleine Unterführung“, deren Realisierung schon an ihren Möglichkeiten zu scheitern droht. Aber ich stehe für eine vernünftige Querung, die den jetzigen Stand der Verkehrsströme weder ausweitet noch durch unrealistische Vorschläge obsolet werden lässt. Wir brauchen diesen Übergang, aber einen mit Weitblick und Vernunft."

Holger Saß
Eisenbahnstraße 3
63571 Gelnhausen-Hailer

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