Mensch und Biene

Leserbriefe
Tools
Typographie
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times

Zum Thema "Mensch und Biene" äußert sich VORSPRUNG-Leser Dr. Gerhard Stehlik in einem Leserbrief.

"Das Faktische, Bienenvölker aufs Stadt-Dach, ist Klasse. Das ideologische Drumherum, "Staatenbildung" und „Fleiß", ist – Pardon - Verarschung. Als Physikochemiker sage ich frech und stolz: „Biene auf Dach" ist angewandte Naturwissenschaft, ist Wirklichkeit, verhilft Biene zum Leben und Mensch zum Honig, ist einfach gut. Bienen-Staat, Bienen-Fleiß, freier Bienen-Flug und "Biene Maja“ ist schönes Märchen, Ideologie, Religion, Philosophie, sprachlicher Quatsch. Die sprachliche Vermenschlichung der Biene macht Menschen für staatstragende Zwecke zu Bienen nach dem Motto: Mensch, wenn du wie Biene bist, fleißig, deine Königin ernährt wie die Britten ihre Queen, brav den Staat fütterst, bleibst du frei von staatlicher Willkür und kannst frei fliegen wie die Bienen.

Vermenschlichte Bienen sind imaginäre „Etüden zum Ermüden" (Gottfried Benn). Dazu passend steht echt journalistisch aufklärend in der Zeitung (HA vom 23. März 2019, "Maja mobilisiert für Umweltschutz"): Da die staatenbildenden Bienen wie Menschen soziale Wesen seien, eigneten sie sich zudem gut für verschiedene – und meist positiv besetzte – Deutungen. „Die Menschen finden sich sozusagen in dem sozialen Leben der Bienen wieder.“ „Das ist eine sehr gute Grundlage dafür, populär zu sein“, sagt Soziologe Stephan Lorenz von der Uni Jena, der darüber mit unserem Steuergeld forscht.

Die bittere Lebensweisheit des Dichters Gottfried Benn in seinem Gedicht "Eure Etüden" wird von den "Arbeiter*innen" der Bienen perfekt umgesetzt: "Dumm sein und Arbeit haben, das ist das Glück!". Solche Untertanen haben einst Papst, Kaiser und ihr adeliges "Gedöns" entzückt. Moderne „Biene Maja Menschen“ erliegen unterbewusst Mega-Manipulationen von Hochfinanz, Medien, Politik und PR (Public Relations). Und doch ist die Liebe zu Biene Maja als Hirngespinst besser, schöner und hoffentlich stabiler als die Angst vorm "Schwarzen Mann". Böse „Gewaltmänner*innen“ gegen unsere friedliche, gesunde innere Ordnung, die Freiheit erst möglich macht, werden nicht gebraucht, auch nicht solche, die mit Gewalt die Schule schwänzen, weil ihr Gehirn dem Thema Klima auch als „Etüde zum Ermüden" verfallen ist."

Dr. Gerhard Stehlik
Hanau

Hinweis der Redaktion: Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zu kürzen oder nicht zu publizieren. Online eingesandte Leserbriefe werden nicht direkt veröffentlicht, sondern zuerst von der Redaktion geprüft. Leserbriefe sind immer mit dem Namen und der Anschrift des Autors zu versehen und spiegeln die Meinung des oder der Autoren wider. Die E-Mail-Adresse zur Einsendung von Leserbriefen lautet Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Hat Ihnen der Artikel gefallen?

BLOG COMMENTS POWERED BY DISQUS

PS: Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von VORSPRUNG!