Befürworter des "Windkraftwahnsinns" in Parlamenten zurückdrängen

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Dr. Wolfram Maaß, Fraktionvorsitzender im Kreistag des Main-Kinzig-Kreises, kommentiert in einem Leserbrief das Gerichtsurteil gegen den Bau von fünf weiteren Windkraftanlagen in Gründau und der Entscheidung der Flörsbachtaler Gemeindevertretung, keine Windräder in der Mosborner Gemarkung zu errichten.

"Diese letzte Kalenderwoche 25 war eine gute Woche für alle Menschen im Main-Kinzig-Kreis, die sich seit Jahren gegen die Zerstörung der Natur und gegen die Beeinträchtigung der Lebensqualität im Kreis durch immer mehr Windräder einsetzen. Das Gerichtsurteil gegen den Bau von fünf weiteren Windkraftanlagen auf dem Hammelsberg in Gründau ist zwar nur ein Etappensieg, aber es zeigt, dass sich der Einsatz gelohnt hat. Auch die Entscheidung der Flörsbachtaler Gemeindevertretung, bis auf weiteres keine Windräder bei Mosborn zu errichten, wird die betroffenen Bürgerinnen und Bürger hoch erfreuen. Der Albtraum, über Jahrzehnte gesundheitsschädlichem Infraschall und anderen unerträglichen Belastungen ausgesetzt zu werden, ist erst einmal vorbei. Wichtig ist nun im Hinblick auf die Kommunalwahl 2021, dass die Wähler nur denjenigen Politikern ihre Stimme geben, die sich ohne Wenn und Aber gegen den weiteren Ausbau der Windkraft im Kreis einsetzen. Das sind ohne jede Einschränkung die Vertreter der AfD im Kreis und nach der Kommunalwahl auch in den verschiedenen Gemeinden. Das sind aber auch die Vertreter einiger Bürgerlisten und Mitglieder der zahlreichen Bürgerinitiativen gegen den Windkraftausbau im Main-Kinzig-Kreis. So konnte in Gründau der Verein Windjammer Gründau e.V. um Sandra Emmel gemeinsam mit vielen anderen letztlich Bürgermeister Helfrich dazu bringen, die erwähnte Klage gegen den Windkraftausbau auf dem Gemeindegebiet zu stellen.

In Flörsbachtal ist es der unermüdlichen Überzeugungsarbeit der Bürgerliste Flörsbachtal um Harald Krostewitz zu danken, dass die Entscheidung der Gemeindevertretung gegen die Windräder in Mosborn gefallen ist. Die Arroganz der Macht, die hier eine empfindliche Niederlage hinnehmen musste, zeigte sich in den wütenden und diffamierenden Kommentaren von Bürgermeister Soer und anderen gegen die engagierten Windkraftgegner. Doch das hat Tradition im Kreis. So bezeichnete Landrat Stolz 2013, damals noch Bürgermeister von Gelnhausen, Windkraftgegner pauschal als schizophren. Die vor allem durch die AfD Fraktion im Kreistag erzwungenen Debatten zum Thema Windkraft haben gezeigt, dass Stolz bestenfalls mit seiner Wortwahl vorsichtiger geworden ist, seine Einstellung aber in keiner Weise geändert hat: Windkraft muss durchgesetzt werden im Kreis. Die berechtigten Sorgen und Ängste der betroffenen Menschen in den ländlichen Gemeinden - in Linsengericht waren es 2013 beispielsweise über 60 %, die sich gegen Windkraft entschieden haben - spielen da keine Rolle. Auch von den meisten Bürgermeistern im Kreis ist kaum Hilfe zu erwarten. Das zeigt unter anderem die Erklärung von knapp zwei Dutzend Rathauschefs vom Februar 2019 zur gerechteren Verteilung der Belastung durch Windräder in Hessen, die ohne Konsequenzen geblieben ist und wohl nur als Beruhigungspille gedacht war. Das Fazit ist eindeutig. Wer die Natur im Main-Kinzig-Kreis schützen und die große Lebensqualität erhalten will, muss bei der Kommunalwahl 2021 richtig wählen: die Befürworter des Windkraftwahnsinns müssen in den Parlamenten zurückgedrängt werden."

Dr. Wolfram Maaß
Linsengericht

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