"Da gibt es eine Idee der direkten Unterstützung von inhabergeführten Gewerbebetrieben in Gelnhausen in Form eines Gelnhäuser Talers. Und was passiert: Der SPD-Fraktionsvorsitzende Ewald Desch erklärt laut Pressebericht doch tatsächlich, die Gewerbetreibenden hätten derzeit andere Probleme wie die Umsetzung des Hygienekonzeptes. Das ist genau die Schwierigkeit mit Politikern, die im öffentlichen Dienst beschäftigt sind und schlichtweg keine Ahnung haben, was es heißt, selbständig zu sein und um das Überleben zu kämpfen. Da ist das Hygienekonzept aber wirklich das nebensächlichste Thema.

Das zusätzliche Minus im Haushaltsplan durch den Gelnhäuser Taler liegt voraussichtlich im einstelligen Prozentbereich im Verhältnis zum  gesamten Haushaltsminus. Dazu noch folgende Zahlen: Gelnhausen zahlt indirekt über den Länderfinanzausgleich, jährlich schwankend, etwa 7 Millionen Euro, damit die Parteifreunde von Herrn Desch und deren Koalitionspartner weiter in den Tag hineinleben können. Ein anderer Punkt sind die 2008 vom Bundestag beschlossenen Ansprüche für einen KITA-Platz für die 2-3-jährigen Kinder. Das kostet rein rechnerisch etwa 7,5 Millionen Euro, wenn alle Anspruchsberechtigten das Angebot nutzen, minus die im Verhältnis zu den Kosten geringen Beiträge  der Eltern.

Und noch ein Beispiel. Die Mehrwertsteuersenkung, die natürlich wieder für die großen Unternehmen vorteilhaft ist,  sollen angeblich für das 2. Halbjahr etwa 20 Milliarden Euro 'kosten'. Das sind für jeden Gelnhäuser Einwohner 240 Euro (zusammen etwa 5,6 Millionen), die auch vor Ort hätten ausgegeben werden können. Es nervt einfach wie sich Kommunalpolitiker von den Berufspolitikers so auf der Nase herumtanzen lassen und sich im eigenen Parlament noch streiten, anstatt endlich zu kapieren, dass die wahren Gegner die Berufspolitiker sind und nicht die Kollegen (egal welcher Partei) vor Ort."

Heinz Ullrich
63571 Gelnhausen

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