"Denkt man an die sozialliberalen guten Zeiten (in Hessen von 1979 bis 1982, im Bund von 1969 bis 1982) zurück, erstaunen doch die aktuellen Ereignisse, die auch für den bürgerlichen Wähler nicht so recht nachvollziehbar sind. Nicht erst seit der unter Mithilfe der AfD missglückten Wahl des Thomas Kemmerich, FDP-Chef in Thüringen, zum Kurzzeit-Ministerpräsidenten in Erfurt, sondern auch das teilweise sehr unglückliche Auftreten und Verhalten des derzeitigen FDP-Bundesvorsitzenden Christian Lindner, ohne den wohl in der FDP gar nichts geht, ergibt ein für den Bürger inkonsequentes Bild.

Das desaströse Auftreten von Christian Linder 2017 bei den Jamaika-Verhandlungen, seine Einschätzung, dass Klimaschutz nur eine Sache für „Profis“ sein, obwohl Hunderttausende an den Demonstrationen „Fridays-for-Future“ teilnehmen und die Art und Weise, wie er die Verabschiedung seiner Generalsekretärin Linda Teuteberg, auf deren Kosten entsetzlich witzig gemeint, aber völlig unpassend und uncharmant mit den Worten kommentierte: „ungefähr 300 Mal den Tag zusammen begonnen“, zeigt eine große Verunsicherung und Desorientierung. Ein schlechtes Gewissen? Wohl Fehlanzeige. Oder auch der Satz: „Die Frauen, die die FDP hat, und vielleicht die besten Anwältinnen für die Frauen, die wir noch bekommen könnten“, zeugt nicht von verantwortungsvollem und angemessenem Umgang mit dem Thema Gleichberechtigung und Chancengleichheit für Frauen und einer liberalen und offenen Einstellung.

Auch der ihn assistierende Freidenker Wolfgang Kubicki – Dauergast in Talk-Shows und schon parteiintern als „illoyaler Polithallodri“ bezeichnet -, ist für die FDP keine Hilfe, sondern sorgt mehr für Verwirrung und Konfusion. Die FDP hat doch gescheite, redegewandte und schlagfertige Persönlichkeiten, so dass der Abwärtstrend eigentlich noch rechtzeitig aufzuhalten sein müsste oder?"

Dr. Hans Katzer
Hanau

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