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"Mit großem Haarsträuben habe ich die Stellungnahme von Bürgermeister Eitz auf unsere jüngste Ortsbesichtigung der Skateranlage in Altenmittlau zur Kenntnis nehmen müssen. Beruflich kenne ich mich gut als Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator nach der Baustellenverordnung aus, weswegen man mir einen gewissen Sachverstand wohl kaum absprechen kann.

Die Halfpipe in Altenmittlau ist in einem ähnlich schlimmen Zustand wie die Somborner Halfpipe, die seit Monaten mit einem Bauzaun gesperrt ist. Auch diese ist mit Glasfaserplatten belegt. Wir haben gesehen, dass die Stöße nicht mehr akkurat sind und sich die Platten bewegen. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, wann hier ein Skater hängenbleibt. Hier besteht eine akute Gefahr! Auch die mit Bildern belegbaren handgroßen Löcher auf beiden Stehpodesten mit herausstehenden Schrauben, wie auch das Morsche bei der seitlichen Verkleidung kann man jedoch ganz einfach nicht verleugnen. Und dass dieser marode Zustand nicht erst seit einem Monat aufgetreten beziehungsweise bekannt ist, kann ich deshalb nicht glauben.

Denn laut Bürgermeister Eitz kontrollieren Mitarbeiter des Bauhofes einmal im Monat sämtliche Spiel- und Freizeitanlagen Freigerichts. Außerdem soll ein externer Sachverständiger – das muss wohl jemand vom TÜV sein – einmal im Jahr die Anlagen überprüfen. Ich frage mich, nach welchen Kriterien, mit welchem beruflichen Sachverstand und vor allen Dingen von wem aus der Verwaltung oder dem Bauhof die Anlagen in Freigericht geprüft werden? Gibt es hierzu einen Prüfbericht, den man einsehen kann? Gibt es zeitnahe Konsequenzen, wenn ein Gerät nicht mehr nutzbar ist? Was Altenmittlau betrifft, offensichtlich nicht. Wenn man die Somborner Halfpipe sieht: Bereits im Februar 2018 hatte ein Somborner Ortsbeiratsmitglied mehrfach festgestellt, dass der Kunstharzbelag an der Halfpipe beschädigt ist und durch hervorkommende Glasfasern eine massive Gesundheitsgefährdung gegeben ist. Das Bauamt wurde damals wiederholt um dringende Abhilfe gebeten. Immerhin war die Verwaltung dann doch so schnell, das Gerät höchst zeitnah in 2020 zu sperren…bis dahin wurde in Kauf genommen – trotz angeblicher monatlicher Prüfungen - , dass sich Kinder und Jugendliche weiterhin diesen erheblichen Sicherheitsgefahren aussetzen. Und deswegen muss sich der Bürgermeister sehr wohl den Vorwurf gefallen lassen, dass mögliche Gefahren ignoriert werden oder mit diesen fahrlässig umgegangen wird.

Denn wenn ein politisches Gremium wie ein Ortsbeirat trotz mehrmaligen Nachhakens über fast drei Jahre auf taube Ohren stößt, dann frage ich mich, wie viel Erfolg wird dann wohl der einfache kleine Bürger haben, der Mängel an gemeindeeigenen Anlagen feststellt, die er unverzüglich dem Bauhof oder dem Bauamt meldet und nichts passiert? Auch in Zeiten von Corona und vielen Einschränkungen (gewiss auch personeller Natur in der Verwaltung) hat die Gemeinde dennoch eine Fürsorgepflicht ihren Bürgern gegenüber. Sie mit dem Bürgermeister als ihr Sprecher sollte dankbar gegenüber gut gemeinten Hinweisen aus der Bürgerschaft sein. Auch wenn diese über die offensichtlich unwillkommene neue Fraktion „Die Freigerichter“, die keinen Kuschelkurs mit der Rathausspitze pflegt, kommen. Und sich dann nicht künstlich beleidigt in Rechtfertigungen zu versuchen. Man kann doch nun wirklich mit gebündelten Geldern in Altenmittlau mit Mithilfe der aktiven Skater etwas Vernünftiges auf die Beine stellen und nicht überall wieder Stückwerk produzieren – das dann ja auch wieder und wieder vom Bauhof kontrolliert werden muss, was ich als Kosteneinsparung auf mehreren Ebenen sehe...

Was den Leserbrief von Winfried Noll betrifft, schlage ich folgendes vor: Gerne wiederholen 'Die Freigerichter' erneut eine Ortsbesichtigung der Halfpipe in Altenmittlau. Gerne auch nach 21 Uhr in Sommermonaten, aber noch viel lieber während und nach den Spielen, auch am Wochenende, des von Herrn Noll angesprochenen, benachbarten Vereins. Da können die lärmgeplagten Anwohner gewiss einiges berichten, wie oft und nach wie vielen Jahren immer noch mit lauter Musik, lautem Gegröle, aufheulenden Motoren und quietschenden Reifengeräuschen rund um den Festplatz die oftmals nicht mehr nüchternen Besucher – wobei mir einige Personen bekannt sind – das Gelände verlassen. Fragt sich denn niemand, ob sich davon nicht auch die örtlichen, meist jugendlichen Skater belästigt oder gar bedroht fühlen? Die Jugend will man (wieder mal) vor Ort nicht haben und ist nicht erwünscht, wohl nur zahlende Gäste. Mein Vorschlag: beide Gruppen sollen leben und leben lassen, ihre Interessen und ihren Freizeitspaß sollen und müssen nebeneinander bestehen bleiben. Ich rege vermehrt Besuche – ich vermeide bewusst das Wort 'Kontrollen' – der Ordnungsbehörde zu verschiedenen 'Brennpunkt'-Uhrzeiten an, um die eventuell angespannte Lage auf beiden Seiten wie auch der Anwohner zu entschärfen. Und vielleicht ergeben sich ja aus einem gelungenen, friedlichen Nebeneinander beider Sportarten gegenseitige Synergieeffekte und Skater verstärken beispielsweise irgendwann einmal die Vereinsjugend? Oder Fußballer probieren sich auch mal trainingsweise an einem anderen Sportgerät aus, als mit dem runden Leder? 'Die Freigerichter' sind wirklich für alle Anregungen offen, nicht nur für die Nutzer des Festplatzes oder des Sportgeländes an der Freigericht-Halle. An ein Zubetonieren der Wiese durch überdimensionierte Geräte ist nicht gedacht; es wird schon noch genug Platz für parkende Gäste bei Spitzenspielen bleiben. Lasst uns doch vorher in den Dialog treten, ehe es zu Missstimmungen kommt!"

Heinz Niereisel
Freigericht

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