„Wolfswut“: Realitätsnahe Fiktion

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Das Grauen begreifen wollen, Ur-Ängsten nachspüren und dabei ein Mordsvergnügen in der vermeintlichen Sicherheit auf der eigenen Couch empfinden: Krimis erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit.

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Wer sich zu sehr gruselt, tröstet sich damit, dass die Handlung nur in Fragmenten aus dem echten Leben stammt und der Rest der Fantasie der Autoren entsprungen ist. Für alle Leser, die über dieses Stadium hinaus sind und die mehr wollen, gibt es die True-Crime-Thriller, die, die auf wahren Begebenheiten beruhen. Ein Meister dieses Fachs ist Dr. Andreas Gößling und der kehrt nun an den Ort seiner Geburt und Kindheit zurück, um sein neuestes Werk vorzustellen. Der gebürtige Gelnhäuser, der heute mit seiner Familie in Berlin lebt, liest am Sonntag, 4. März, um 19 Uhr im Restaurant Kaufmanns in Meerholz aus „Wolfswut“.

Andreas Gößling, der am 18. Februar 60 Jahre alt wird, kam in Gelnhausen zur Welt und ist promovierter Literatur- und Sozialwissenschaftler. Er ist Autor von Sachbüchern und Büchern für erwachsene und junge Leser, in deren Mittelpunkt überwiegend  kultur- und mythengeschichtliche Themen stehen. Als Autor bekannt wurde er mit seinen beiden Romanen über die Kultur der alten Maya, „Die Maya-Priesterin“ (2001) und „Im Tempel des Regengottes“ (2003). Gößling hat sich in seinen Romanen auch der europäischen Geschichte und Mythologie angenommen, vor allem in seinen großen Werken „Faust, der Magier“ (2007) und „Opus“, einem zweibändigen Mittelalter-Abenteuer für jugendliche Leser. Mit „Der Ruf der Schlange“ legte er 2010 einen temporeichen Fantasythriller vor und gemeinsam mit dem Rechtsmediziner Michael Tsokos schrieb er die Bestseller-Trilogie „Zerschunden“, „Zersetzt“, „Zerbrochen“. Über Stadtverordnetenvorsteherin Pia Horst kam der aktuelle Kontakt in seine Heimatstadt zustande. Eine Auswahl von acht Büchern von Gößling konnte Horst bereits an die Stadtbibliothek übergeben, nun wird der Autor auch persönlich kommen. 

Im Fokus steht sein auf wahren Begebenheiten basierender Thriller „Wolfswut“, den er nur wenige Tage vorher in Berlin vorstellen wird. Inspiriert hat Gößling ein Fall, der die Bevölkerung in Hessen schockierte und der Polizei viele Rätsel aufgab und noch aufgibt: Der Fall Manfred Seel machte im Frühjahr 2016 bundesweit Schlagzeilen. Der „Mann mit der Klarinette", ein Kleinunternehmer mit Entrümplungsfirma aus dem hessischen Schwalbach und Klarinettist in einer lokal bekannten Jazzband, entpuppte sich post mortem als Serienmörder ersten Ranges: Er soll mindestens fünf, wahrscheinlich zehn und mutmaßlich weit mehr junge Frauen, meist Prostituierte vom Frankfurter Straßenstrich, außerdem mindestens zwei männliche Jugendliche auf bestialische Weise ermordet und ihnen bei lebendigem Leib Fleischstücke herausgerissen, Glied­maßen amputiert und Organe entnommen haben, die er in Fässern aufbewahrt haben soll. Die Ermittlungen der Soko „Alaska" dauern bis heute an. Seine Verbrechen soll Seel über einen Zeitraum von mindestens 15 Jahren verübt haben, ohne jemals in Verdacht zu geraten. Andreas Gößlings fiktive Aufarbeitung dieses Falles führt den Leser schonungslos in die Abgründe der menschlichen Psyche. Dabei hält er sich nicht mit langem Vorgeplänkel auf, sondern zieht den Spannungsbogen nach den ersten Seiten an: Lotte Soltau trauert um ihren liebevollen Vater und entdeckt in seinem Nachlass nicht nur eine merkwürdig ausgestattete Fabrikhalle, die sich ausschließlich von außen öffnen lässt, sondern darin auch fünf blaue Fässer, aus der sie in Formalin eingelegte Augen anstarren – und in denen weitere Leichenteile lagern. Gößling führt die schnörkellose Ermittlerin Kira Hallstein ein, die hinter ihrer taffen Fassade eine traumatisierte Seele schützt. Ihr stellt er den einfühlsamen, rotbäckigen Bayer Max Lohmeyer an die Seite. Während die Ermittler ihre Arbeit aufnehmen und Lotte versucht, zu begreifen, wie ihr Vater, ein geselliger, musisch begabter Mann, zu solchen Taten fähig sein konnte, geschieht ein neuer Mord. Und die Tat trägt eindeutig die Handschrift des toten Soltau …

Andreas Gößling wird am Sonntag, 4. März, im Restaurant Kaufmanns aus „Wolfswut“ lesen. Die Buchhandlung Druschke aus  Meerholz wird an diesem Abend Exemplare von „Wolfswut“ und „Der Ruf der Schlange“ zum Verkauf anbieten, die sich die Gäste selbstverständlich vom Autor vor Ort signieren lassen können. Die Lesung startet um 19 Uhr, der Eintrittspreis beträgt drei Euro pro Person.

Fotos: Dr. Andreas Gößling. Quelle: Christine Rabus

Foto: Cover Wolfswut.

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