Neuauflage von „Gelnhausen: wie es früher war“

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Ein kleines Buch, das als Titelbild die Nordzeile des Untermarktes mit dem noch verbauten Romanischen Haus zeigt, bereichert in wenigen Tagen das Angebot an Literatur über Gelnhausen.

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Der Kunsthistoriker Burkhard Kling hat das Buch herausgegeben. Es ist eine überarbeitete Neuauflage seines schon lange vergriffenen Bildbandes über das historische Gelnhausen.

Das Buch „Gelnhausen: wie es früher war“ ist im Jahr 2000 im Wartberg-Verlag erschienen. Der im nordhessischen Gudensberg-Gleichen beheimatete Verlag hatte damals eine ganze Reihe von Kommunen angeschrieben und um Manuskripte für eine Reihe gebeten, die ganz unterschiedliche Städte in historischen Fotografien darstellen sollte. Der Gelnhausen-Band wurde damals von Burkhard Kling realisiert. Schon durch seine frühere Museumsarbeit in Gelnhausen kannte er die Fotobestände im Besitz der Stadt Gelnhausen und war gerne bereit, für die Publikation ungefähr 90 Aufnahmen aus der Zeit zwischen der Mitte des 19 und der Mitte des 20. Jahrhunderts herauszusuchen, damals noch fotomechanisch zu reproduzieren und zu einem Buch zusammenzustellen. Bei der Zusammenstellung der Bilder war es ihm wichtig, einmal Fotos zu finden, die repräsentativ für die Stadt, ihre Geschichte und ihre Entwicklung sind und so auch einen weiten Teil der Stadtgeschichte illustrieren können, aber auch zeigen, wie sehr sich eine Stadt in dem vermeintlich so kurzen Zeitabschnitt von rund 100 Jahren verändern kann.

So strebte er an, Fotos herauszusuchen, die zwar in den meisten Fällen sofort identifizierbar sind, aber auf den zweiten Blick hin deutlich machen, dass sich seit der Zeit der Aufnahme doch einiges an dieser Stelle verändert hat, sei es in architektonischer Art und Weise, sei es in historischem Sinne oder sei es gesellschaftlicher Natur. Wichtig ist es, zu erkennen, dass die Stadt Umbrüche und Veränderungen erlebt oder erlitten hat. Da ist zu sehen, dass die Marienkirche auch im zweiten Weltkrieg ihre Schäden abbekommen hat, da ist zu sehen, das heutige prächtige Gevierte in der Stadt noch Anfang dieses Jahrhunderts praktisch Elendsviertel waren und da ist zu sehen, welche Bauwerke einfach verschwunden sind, weil sie nicht mehr gebraucht wurden.

Beim Durchblättern, das war damals schon intendiert, sollte man nicht nur staunen, wie schön es einmal war, man sollte sich fragen, ob es schön war und warum manche Dinge heute anders sind. Alle Bilder erhielten einen Text, der weit mehr ist, als eine Bildunterschrift, der kulturhistorische Zusammenhänge erläutert und über manche Zusammenhänge informiert. Das Buch wurde so auch zu einem Kompendium der Stadtgeschichte, vor allem der des letzten Jahrhunderts. Ursprünglich erschien das Buch in der Vorweihnachtszeit des Jahres 2000. Es hatte eine Auflage von 2000 Exemplaren und verkaufte sich gut, war es doch auch ein ideales Weihnachtsgeschenk, es hat ein paar Tage gedauert, bis sich die Buchhandlungen darauf eingestellt hatten und genügend Exemplare vorrätig hatten. Die Auflage war relativ schnell vergriffen und eine Neuauflage von Seiten des Verlages nicht geplant, weil die Reihe wieder auslaufen sollte.

So kam es, dass das Buch schnell vergriffen war und auch zahlreiche Anfragen bei Kling und bei den einheimischen Buchhandlungen, die die Restauflage übernommen hatten immer wieder abschlägig beschieden werden mussten. Im Antiquariatshandel, dort taucht das Buch immer wieder einmal auf, war es durchaus begehrt. Bei ZVAB (dem Zentralen Verzeichnis Antiquarischer Bücher) wurde noch vor kurzem ein Exemplar für 60,00 Euro angeboten. Neu diskutiert wurde das Buch dann auch in der Facebook-Gruppe „Historisches aus Gelnhausen“, was Kling dann doch motiviert hat, eine neue Auflage anzubieten, diesmal unter dem Titel „Gelnhausen – BILDER VON FRÜHER“ um den Unterschied zu der Auflage aus dem Jahr 2000 deutlich zu machen. Die Texte wurden überarbeitet und auf den heutigen Stand gebracht, einige wenige Bilder wurden ausgetauscht. Es ist ja in den letzten 20 Jahren einiges in Gelnhausen geschehen. Und es gibt noch sehr viel Material, vielleicht erscheint irgendwann noch ein weiterer Band: „mehr Bilder von früher“…

Erhältlich ist das Buch ab Anfang Mai zum Preis von 13,90 Euro in der Brentano-Buchhandlung in der Gelnhäuser Langgasse. Weitere Verkaufsstellen werden folgen.

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