„Wir sind hier. Festival für kulturelle Diversität“

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Das Literaturfestival "Wir sind hier – Festival für kulturelle Diversität" ist am 20. Februar 2021 um 15 im Kulturforum Hanau mit einer Lesung zu Gast.

Unter dem Titel "Schreiben im Hier" lesen und diskutieren Journalist*in und Autor*in Hengameh Yaghoobifarah und der Schriftsteller Deniz Utlu mit der Germanistin und Moderatorin Miryam Schellbach im Livestream. Das Grußwort spricht Bürgermeister Axel Weiss-Thiel (SPD). "Hanau stellt das Kulturforum für die Veranstaltung gerne zur Verfügung. Für uns ist das Literaturfestival ein Teil des Gedenkens an die rassistisch motivierten Attentate des 19. Februar vor einem Jahr, denn es beschäftigt sich mit Rassismus und der Lebenswirklichkeit von Migranten in Deutschland", so Weiss-Thiel. Auf diese Weise trage es dazu bei den Blick der Gesellschaft auf diese Themen zu schärfen.

Das Literaturfestival "Wir sind hier. Festival für kulturelle Diversität" dauert vom 18.-20. Februar 2020. Es wurde von Selma Wels, Gründerin des Verlags binooki und Benno Hennig von Lange vom Literaturhaus Frankfurt ins Leben gerufen und kuratiert. Es bezieht sich auf den ersten Jahrestag des Attentats in Hanau und findet im Gedenken an die Ermordeten, die Verletzten und ihre Angehörigen statt. Zu Gast sind Autor*innen, die sich in ihrer literarischen, journalistischen oder publizistischen Arbeit ausdrücklich oder hintergründig mit Rassismus beschäftigen. Außerdem sind zu Gast Redner*innen aus Wissenschaft und Seda Başay-Yıldız, Anwältin der Nebenklage im sogenannten NSU-Prozess.

"Wir sind hier" wird durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, das Amt für multikulturelle Angelegenheiten sowie das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main gefördert. Auch Hanau ist Mitglied des Kulturfonds und fördert das Projekt zusätzlich als Veranstaltungsort. Das Festival findet in Kooperation mit der Frankfurter Bildungsstätte Anne Frank und der DEXT-Fachstelle Hanau statt. Medienpartner ist "Das Wetter. Magazin für Text und Musik". Das Festival findet unter der Schirmherrschaft von Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig und Integrationsdezernentin Sylvia Weber statt. Die Fachstelle DEXT Hanau hat als Kooperationspartnerin des Literaturhauses Frankfurt und der Frankfurter Bildungsstätte Anne Frank angeregt, eine der Veranstaltungen in Hanau zu stattfinden zu lassen.

Die Veranstaltung findet ausschließlich als Livestream statt, Tickets für diese und alle anderen Veranstaltungen des Festivals sind für 5 bzw. 10 Euro online erhältlich über die Webseite des Literaturhauses Frankfurt:  https://literaturhaus-frankfurt.reservix.de/events.

Programm zum 20. Februar im Kulturforum:
Vor gar nicht allzu langer Zeit gab es migrantische Literatur in Deutschland fast ausschließlich mit dem Siegel der Exilliteratur. Deutsche Lebenswirklichkeiten gehörten eher nicht zu den Sujets und das ermöglichte den Lesenden hierzulande zwar einen hochliterarischen Blick über den Tellerrand, aber eben keine Perspektive auf sich selbst und die eigenen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Inzwischen bietet ein guter Teil der Neuerscheinungen junger Autorinnen und Autoren die Vermischung verschiedener Perspektiven: Sie erzählen vom Leben und Aufwachsen in Deutschland, von fragwürdigen kulturellen Zuschreibungen, Ausgrenzung und Alltag, multiplen familiären, globalen wie historischen Bezugspunkten und entwickeln kritische und individuelle Haltungen. Wo und wie verorten sie sich und wo überholt ihre Literatur gesellschaftliche Entwicklungen?

Deniz Utlu ist Autor und Journalist, er hat auch für den Spiegel über das Attentat am 19. Februar berichtet. Er gründete das Kultur- und Gesellschaftsmagazin freitext, studierte Volkswirtschaftslehre in Berlin und Paris. Sein Debütroman, "Die Ungehaltenen", erschien 2014 (Graf Verlag). Seinen zweiten Roman, "Gegen Morgen", veröffentlichte er 2019 im Suhrkamp Verlag. Hengameh Yaghoobifarah schreibt in unterschiedlichen Medien zu Antirassismus, Queerness, Feminismus, Popkultur und Medienästhetik. U.a. für das Missy Magazin und für die taz. Außerdem produziert sie den Podcast "Auf eine Tüte". 2019 hat sie gemeinsam mit Fatma Aydemir das Buch "Eure Heimat ist unser Albtraum" herausgegeben. Die Texte wenden sich gegen einen als antisemitisch und rassistisch verstandenen deutschen Heimatbegriff. Gerade ist ihr Debüt-Roman "Ministerium der Träume" im Verlag Blumenbar erschienen. In der ARD-Sendung "Titel Thesen Temperamente" wurde sie jüngst mit diesem Werk vorgestellt.

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