Keine validen Fallzahlen für Hessen möglich

am 25 April 2020 17:08

"Aufgrund technischer Schwierigkeiten kam es zu Übermittlungsfehlern, daher sind heute keine validen Fallzahlen für Hessen möglich. Die Zahlen werden morgen nachgereicht. Wir bitten, die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen", teilte das Hessische Sozialministerium soeben mit. Wir haben die bereits veröffentlichten Zahlen daher wieder gelöscht.

Freitag/Korrektur: 21 neue Coronavirus-Fälle

am 24 April 2020 16:20
Freitag/Korrektur: 21 neue Coronavirus-Fälle

Das Gesundheitsamt hat am Freitag nach einer Korrektur 21 neue laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Erkrankten wohnen in Hanau (7), Erlensee (4), Maintal (je 3), Langenselbold, Nidderau (je 2), Freigericht, Gelnhausen, und Schöneck. Damit ist die Gesamtzahl der gemeldeten Covid-19-Fälle auf 555 gestiegen. Zieht man die mittlerweile 147 als genesen eingestuften Personen sowie 28 Sterbefälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus ab, so sind aktuell noch 380 Menschen im Main-Kinzig-Kreis nachweislich an Covid-19 erkrankt. Stationär behandelt werden derzeit 53 Personen.

Freitag: 17 neue Coronavirus-Fälle

am 24 April 2020 15:57
Freitag: 17 neue Coronavirus-Fälle

Das Gesundheitsamt hat am Freitag 17 neue laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Erkrankten wohnen in Hanau (5), Erlensee, Maintal (je 3), Nidderau (2), Freigericht, Gelnhausen, Langenselbold und Schöneck. Damit ist die Gesamtzahl der gemeldeten Covid-19-Fälle auf 551 gestiegen. Zieht man die mittlerweile 145 als genesen eingestuften Personen sowie 28 Sterbefälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus ab, so sind aktuell noch 378 Menschen im Main-Kinzig-Kreis nachweislich an Covid-19 erkrankt. Stationär behandelt werden derzeit 53 Personen.

75 Menschen in Offenbach positiv getestet

am 24 April 2020 15:49

Insgesamt wurden inzwischen 75 Menschen in Offenbach positiv auf Covid-19 getestet. Seit Donnerstag, 23. April, wurden keine neuen Infektionen nachgewiesen. Aktuell werden 11 Menschen im Krankenhaus behandelt, davon befinden sich drei Personen im Alter zwischen 54 und 60 Jahren mit Vorerkrankungen in einem kritischen Zustand. 24 positiv getestete Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. 96 weitere Personen befinden sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne, weil sie Kontakt zu einem positiv Getesteten hatten. 35 Menschen sind inzwischen wieder genesen. In Offenbach gab es bisher fünf Todesfälle. Bei den Verstorbenen handelt es sich um Personen im Alter von 77, 82, 89, 91 und 102 Jahren. Vier von ihnen waren durch Vorerkrankungen belastet.

Unter den genannten Zahlen befinden sich derzeit auch zwei positive Fälle aus zwei Pflegeheimen. Einer der Betroffenen wird im Krankenhaus behandelt, eine Person wurde in ihrer Einrichtung isoliert. Alle Angehörigen wurden von den betroffenen Einrichtungen informiert. Das Stadtgesundheitsamt appelliert an alle Offenbacherinnen und Offenbacher, soziale Kontakte zu vermeiden und das eigene Zuhause nur für dringende Besorgungen zu verlassen. Dabei sollte immer ein Mindestabstand von 1,5 Meter zu anderen Menschen gehalten werden. Verboten sind zudem Zusammenkünfte von mehr als zwei Menschen. Alle Informationen zur Lage in der Pandemie und aktuell getroffenen Maßnahmen in Offenbach stehen unter www.offenbach.de/corona im Internet. Sie werden fortlaufend aktualisiert.

Übersicht bestätigter SARS-CoV-2-Fälle in Hessen

am 24 April 2020 15:46
Übersicht bestätigter SARS-CoV-2-Fälle in Hessen

Die Zahl der positiv auf eine Infektion mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 getesteten Menschen steigt in Hessen weiter an. Ab kommendem Montag gilt auch in Hessen im öffentlichen Personennahverkehr oder im Publikumsbereich von Geschäften, Bank- und Postfilialen die Verpflichtung, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Das wichtigste Gebot bleibt allerdings das Abstandhalten, um die Verbreitung des Virus‘ nach Möglichkeit zu unterbinden. Sozial- und Integrationsminister Kai Klose betont: „Das Infektionsrisiko des Virus besteht weiter. Steigt die Zahl der Infektionen – und dann auch die Zahl der schweren Erkrankungen wieder sehr schnell, stellt das unser Gesundheitssystem vor erhebliche Herausforderungen. Deshalb ist wichtig zu wissen, dass Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln durch das Tragen einer Alltagsmaske nicht außer Kraft gesetzt werden. Wir gefährden sonst unsere gemeinsamen Erfolge bei der Bekämpfung der Pandemie, die nur durch die Kontaktverbote und drastischen Maßnahmen erreicht werden konnten“.

Übersicht bestätigter SARS-CoV-2-Fälle in Hessen
Die Zahl der bestätigten Infektionen ist hessenweit, Stand 24. April, 14.00 Uhr, auf 7.796 Personen gestiegen, das sind 157 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle, die auf das Corona-Virus SARS-CoV-2 zurückgeführt werden, stieg in Hessen auf 301 Personen, das sind 13 mehr als gestern.

Überblick Belegungsanzahl COVID-19 in Krankenhäusern
Mit Stand vom 23. April 2020, 11:00 Uhr, sind in den hessischen Krankenhäusern 11.870 Betten frei (stationäre Betten inklusive der Beatmungs- und Intensiv-Überwachungsbetten). Dies sind 1.505 Betten weniger als noch am Dienstag beim letzten Briefing (20.04.2020: 13.375). Die Gesamtzahl der COVID-19 Patientinnen und –Patienten in den hessischen Krankenhäusern liegt bei 865, davon sind 225 Personen beatmungs- und intensivüberwachungspflichtig. Die Zahl der zur Verfügung stehenden Betten mit Beatmung konnte erneut erhöht werden und liegt jetzt bei 2.228 (Bestand aller Plankrankenhäuser in Hessen). Derzeit gibt es 889 freie Beatmungsbetten in hessischen Krankenhäusern.

Unterstützung der lokalen Gesundheitsämter
Die Kontaktpersonennachverfolgung von COVID-19 Patientinnen und Patienten stellt die zuständigen Gesundheitsämter vor große personelle Herausforderung. Daher hat die Bundesregierung das Ziel ausgegeben, die Gesundheitsämter zu verstärken. Das Land Hessen arbeitet in enger Abstimmung mit den 24 Gesundheitsämtern mit großem Einsatz daran, diese Verstärkung umzusetzen und für die Gesundheitsämter kurzfristig geeignete Personen zur Unterstützung zu finden. So wurde im Corona-Krisenstab des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration eine eigene Organisationseinheit geschaffen, die für die Akquise von Unterstützungskräften für die Gesundheitsämter verantwortlich ist. Ein wichtiger Baustein sind die durch das Robert-Koch-Institut geschulten „Containment-Scouts“, also Medizin-Studierende, die im Rahmen eines Urlaubssemesters im Gesundheitsamt zur Kontaktpersonennachverfolgung tätig werden. Die Scouts werden durch das Bundesgesundheitsministerium finanziert. Für Hessen sind 40 Scouts vorgesehen, die voraussichtlich ab Mitte Mai zum Einsatz kommen können. „Wir unterstützen die Gesundheitsämter mit voller Kraft, denn die umfassende Kontaktpersonennachverfolgung ist auch weiterhin ein wichtiger Baustein zur Minimierung der Neuinfektionen“, betont Sozial- und Integrationsminister Kai Klose.

Frau Dr. Birgit Wollenberg, Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft der ärztlichen Amtsleitungen der Hessischen Gesundheitsämter, betont: „Die Bereitstellung von Personal in großer Anzahl ist für die Gesundheitsämter dringend notwendig, daher sind wir sehr froh über die angekündigte personelle Unterstützung. Zur Zeit haben Gesundheitsämter ihr eigenes Personal aus vielen anderen Arbeitsbereichen, z.B. Trinkwasserüberwachung, sozialpsychiatrischer Dienst, Kinder- und Jugendgesundheit, fast vollständig abgezogen. Da wir nun in den „Langstreckenlauf“ der Krisenbewältigung gehen, benötigen wir ganz neue unterstützende Teams, um die anderen, nicht weiter verschiebbaren Aufgaben, bewältigen zu können. Besonders herausfordernd wird die Schulung und Anleitung der neuen, z.T. fachfremden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein, da auch dafür wieder das Fachpersonal aus den Infektionsschutzabteilungen benötigt wird. Wichtig ist daher, dass die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst über Vorkenntnisse in einem Gesundheitsberuf verfügen. Die Lehre aus der Pandemie ist jetzt schon, dass Gesundheitsämter auf Dauer eine erhebliche Verstärkung des Fachpersonals (insbesondere Ärztinnen und Ärzte mit Facharztweiterbildung und Hygienekontrolleure/Gesundheitsaufseher) dringend benötigen.“

Gerichtsbeschluss: Grundschulen bleiben geschlossen

am 24 April 2020 12:52

Der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel hat am Freitag entschieden, dass die Schulpflicht von Schülerinnen und Schülern der 4. Jahrgangsstufe der Grundschulen, der Sprachheilschulen und der Schulen mit den Förderschwerpunkten Sehen oder Hören in Hessen vorläufig außer Vollzug gesetzt wird. Ein entsprechender Eilantrag hatte Erfolg, soweit er sich gegen die Regelungen in § 3 Abs. 1 Nr. 2 a) der nachfolgend bezeichneten Verordnung (Zweite Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus in der Fassung der Sechsten Verordnung zur Anpassung der Verordnungen zur Bekämpfung des Corona-Virus vom 16. April 2020) über den Schulbesuch für Schülerinnen und Schüler der 4. Jahrgangsstufe der oben genannten Schulen richtete. Die Antragstellerin, eine Schülerin aus Frankfurt am Main, begehrte den Erlass einer sog. einstweiligen Anordnung in einem Normenkontrollverfahren, indem sie sich direkt gegen die zuvor genannte Verordnung wendete. Antragsgegner ist das Land Hessen, vertreten durch die Staatskanzlei.

Die streitige Regelung lautet:
㤠3
(1) Es wird allgemein angeordnet, dass Schülerinnen und Schüler dem Unterricht und anderen regulären schulischen Veranstaltungen an Einrichtungen nach § 33 Nr. 3 des Infektionsschutzgesetzes bis zum 3. Mai 2020 fernbleiben müssen. Ihr Fehlen gilt als entschuldigt. Satz 1 und 2 gelten nicht
1. für die Abnahme von Prüfungsleistungen,
2. ab dem 27. April 2020 für die Schülerinnen und Schüler
a) der 4. Jahrgangsstufe der Grundschulen, der Sprachheilschulen und der Schulen mit den Förderschwerpunkten Sehen oder Hören,
…“.

Am 20. April 2020 hat die Schülerin deshalb einstweiligen Rechtsschutz gegen die o. g. Regelung beantragt. Sie macht geltend, für die angegriffenen Regelungen der Verordnung fehle es an einer Ermächtigungsgrundlage. Die Anordnung des Schulbesuchs für Schülerinnen und Schüler der vierten Jahrgangsstufe in Grundschulen begründe für diese ein erhöhtes Infektionsrisiko. Der 8. Senat des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs hat dem Eilantrag überwiegend stattgegeben und zur Begründung ausgeführt, die Anordnung in § 3 Abs. 1 Nr. 2a) der genannten Verordnung, die für die Schülerinnen und Schüler der vierten Jahrgangsstufe eine Präsenzschulpflicht ab dem 27. April 2020 bewirke, verstoße bei einer im Eilverfahren allein möglichen, aber auch ausreichenden sog. summarischen Prüfung nach dem Erkenntnisstand des Senats im Zeitpunkt seiner Entscheidung gegen höherrangiges Recht. Denn die Schülerinnen und Schüler der vierten Jahrgangsstufe würden im Vergleich zur überwiegenden Zahl der Schülerinnen und Schüler, denen aus Gründen des Infektionsschutzes der Schulbesuch bis zum 3. Mai 2020 gänzlich untersagt werde, ohne hinreichenden Grund ungleich behandelt und dadurch in ihrem Grundrecht aus Art 3 Abs. 1 GG auf Gleichbehandlung verletzt. So seien mit Ausnahme der Viertklässler sämtliche Schüler, die sich keiner Abschlussprüfung unterziehen müssten, von der Schulpflicht befreit und müssten sich somit keinem erhöhten Infektionsrisiko aussetzen.

Für diese Ungleichbehandlung bestehe kein sachlicher Grund. Der Beschluss des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs ist unanfechtbar.

Donnerstag: Zwei Todesfälle, fünf neue Infektionen und 20 Genesene

am 23 April 2020 17:32
Donnerstag: Zwei Todesfälle, fünf neue Infektionen und 20 Genesene

Am Donnerstag meldet das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreis in seiner Corona-Bilanz weitere 20 Personen, die aus der Quarantäne entlassen werden können. Die Betroffenen kommen aus 12 verschiedenen Kommunen des gesamten Kreisgebietes. Zudem gibt es fünf neue bestätigte Corona-Infektionen aus Hanau (3), Großkrotzenburg und Steinau. Zwei Personen aus Gelnhausen und Schöneck sind im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus gestorben. Insgesamt sind im Main-Kinzig-Kreis damit bisher 28 Personen mit einer bestätigten Covid-19-Infektion gestorben. Die Gesamtzahl der bisher laborbestätigten Fälle hat sich auf 534 erhöht. Die Zahl der genesenen Personen liegt jetzt bei 140, so dass noch 366 Menschen im Main-Kinzig-Kreis nachweislich an dem Coronavirus erkrankt sind. Stationär behandelt werden 50 Menschen aus dem Main-Kinzig-Kreis. Zu dem am Mittwoch gemeldeten Ausbruch im Stadtteilzentrum an der Kinzig in Hanau gibt es keine neuen Entwicklungen.

75 Menschen in Offenbach positiv getestet

am 23 April 2020 16:19

Insgesamt wurden inzwischen 75 Menschen in Offenbach positiv auf Covid-19 getestet. Seit Mittwoch ist die Zahl der bestätigten Fälle um einen Fall gestiegen. Aktuell werden elf Menschen im Krankenhaus behandelt, davon befinden sich drei Personen im Alter zwischen 54 und 60 Jahren mit Vorerkrankungen weiterhin in einem kritischen Zustand. 26 positiv getestete Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Weitere 98 Personen befinden sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne, weil sie Kontakt zu einem positiv Getesteten hatten. 33 Menschen sind bereits genesen. In Offenbach gab es insgesamt fünf Todesfälle. Bei den Verstorbenen handelt es sich um Personen im Alter von 77, 82, 89, 91 und 102 Jahren. Vier von ihnen waren durch Vorerkrankungen belastet. Unter den genannten Zahlen befinden sich auch zwei positive Fälle aus zwei Pflegeheimen. Einer der Betroffenen wird im Krankenhaus behandelt, eine Person wurde in ihrer Einrichtung isoliert. Alle Angehörigen wurden von den betroffenen Einrichtungen informiert.

Weitere 13 Corona-Tote in Hessen

am 23 April 2020 14:52
Weitere 13 Corona-Tote in Hessen

In Hessen wurden am Donnerstag weitere 13 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gemeldet. Die Gesamtzahl der Todesopfer erhöht sich damit auf 288.

Donnerstag: 258 Wetterauer mit Coronavirus infiziert

am 23 April 2020 14:48
Donnerstag: 258 Wetterauer mit Coronavirus infiziert

Die Zahl der nachgewiesenen Fälle von Corona-Infektionen im Wetteraukreis liegt am Donnerstag (23. April) bei 258, das sind 15 mehr als am vergangenen Montag. 149 sind als geheilt aus der Quarantäne entlassen (plus 29). Insgesamt befinden sich 40 Menschen in stationärer Behandlung (plus 1), 8 von ihnen (minus 5) bedürfen einer intensivmedizinischen Behandlung. Die Zahl der an COVID-19 verstorbenen Menschen liegt bei 11 (plus 4). Der beigefügten Statistik ist die Zahl der Corona-Fälle in den einzelnen Kommunen des Wetteraukreises zu entnehmen. In den Krankenhäusern des Wetteraukreises (Bürgerhospital Friedberg, Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim, Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim, Krankenhaus Schotten und Mathilden-Hospital Büdingen) sind von den 1.003 zur Verfügung stehenden Normalbetten 295 frei. Das sind 40 weniger als am vergangenen Montag. Intensivbetten ohne Beatmung gibt es 28, von denen 15 frei sind (keine Veränderung zu Montag). Von den 89 Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeiten sind derzeit 33 frei (minus 15).

Foto: Grafik mit der Anzahl der bestätigten Corona-Fälle in den einzelnen Kommunen des Wetteraukreises.

Neue Studie: Nur wenige bislang gegen Corona immun

am 22 April 2020 22:13

In einer Gruppe von 1.800 freiwilligen Teilnehmern wurden nur in sehr wenigen Fällen IgG-Antikörper gegen SARS-CoV-2 gefunden. Das zeigt eine breit angelegte Studie des Klinikums Fulda an 1.500 Mitarbeiten des Klinikums und einer externen Kontrollgruppe mit 300 Teilnehmern. Für Mitarbeiter und Patienten hat das Klinikum Fulda damit Sicherheit geschaffen: Es ist nicht davon auszugehen, dass bisher eine nennenswerte Anzahl - vielleicht unbemerkter - Infektionen oder unwissentlicher Weitergaben des Virus stattgefunden hat. Untersucht wurden Mitarbeiter*innen mit unmittelbarem Patientenkontakt aus dem ärztlichen und pflegerischen Dienst sowie dem Transport- und Reinigungsdienst, darüber hinaus als Kontrollgruppe Mitarbeiter*innen aus lokalen Supermärkten mit direktem Kundenkontakt.

Zumindest für die untersuchten Personengruppen mit einem angenommenen hohen Ansteckungsrisiko ist damit zum jetzigen Zeitpunkt widerlegt, dass es bereits zu einer relevanten Anzahl stiller Immunisierungen gegen das Virus gekommen sein könnte. Die Rate an positiven IgG-Antikörpernachweisen, die auf eine dauerhafte Immunität hinweisen können, bewegte sich um 1% und damit im Bereich der Fehlerquote des Tests. Eine detaillierte Beschreibung der Untersuchung und der Ergebnisse mit Berücksichtigung aller Untergruppen wird demnächst in der Fachliteratur veröffentlicht werden. Weitere Untersuchungen im zeitlichen Verlauf zur Entwicklung der Immunitätsrate, der Wirksamkeit und der Dauerhaftigkeit der gefundenen Antikörper sind bereits geplant.

Auf Grund der hohen Anzahl an Testpersonen lässt sich das Ergebnis - zumindest in der Tendenz - auch auf die Bevölkerung in Osthessen übertragen. Die deutlichen Unterschiede der Querschnittsimmunität gegen SARS-CoV-2 in Deutschland, die aus den bisher vorliegenden Studien abzulesen ist, legen regionale Maßnahmen zur Kontrolle der Virusausbreitung nahe. Das kommunale Klinikum Fulda ist das Haus der Maximalversorgung der Region Osthessen. Mehr als 100.000 Patientinnen und Patienten - davon 40.000 stationär - werden jährlich behandelt.

Autoren: Prof. Dr. med. Peter M. Kern (Direktor der Medizinischen Klinik IV, Klinikum Fulda), Priv.-Doz. Dr. med. Heike Weißer (Direktorin des Instituts für Laboratoriumsmedizin, Klinikum Fulda), Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Menzel (Vorstand Krankenversorgung, Sprecher des Vorstandes, Klinikum Fulda)

Mittwoch: 28 neue Coronavirus-Fälle, drei weitere Tote

am 22 April 2020 17:44
Mittwoch: 28 neue Coronavirus-Fälle, drei weitere Tote

Am Mittwoch meldet das Gesundheitsamt erneut drei Sterbefälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Personen kommen aus Hanau (2) und Schlüchtern. Damit sind im Main-Kinzig-Kreis bisher 26 Personen mit einer bestätigten Covid-19-Infektion gestorben. Zudem wurde am Nachmittag ein Ausbruch in der Altenpflegeinrichtung „Stadtteilzentrum an der Kinzig“ in Hanau gemeldet. Hier sind bisher vier positive Fälle ermittelt. Die betroffenen Bewohner zeigen keinerlei Symptome und es geht ihnen gut, wie die Pflegedienstleitung bestätigt. Insgesamt kamen am Mittwoch 28 neue laborbestätigte Covid-19-Fälle im Main-Kinzig-Kreis hinzu. Die Betroffenen kommen aus Hanau (16), Maintal (4), Langenselbold (2), Bruchköbel (2), Schlüchtern (2), Bad Orb und Wächtersbach. Damit liegt die Gesamtzahl der bisher laborbestätigten Fälle bei 529. Eine Person wurde heute als genesen gemeldet. Aktuell sind derzeit also 383 Menschen im Main-Kinzig-Kreis mit dem Coronavirus infiziert, 120 Personen sind als genesen eingestuft, 26 infizierte Personen sind gestorben. Stationär behandelt werden 54 Menschen aus dem Main-Kinzig-Kreis. 

18 weitere Corona-Tote in Hessen

am 22 April 2020 16:12
18 weitere Corona-Tote in Hessen

Die Zahl der Corona-Toten in Hessen ist am Mittwoch um 18 Personen gestiegen. Damit hat sich die Gesamtzahl auf 275 erhöht.

COVID-19 Fallzahlen

am 22 April 2020 16:09
COVID-19 Fallzahlen

Bestätigte Fälle weltweit1: 2.573.143 (Vergl. 21.04.2020: + 86.179)
Todesfälle weltweit1: 177.521 (Vergl. 21.04.2020: + 7.014)
Bestätigte Fälle in Deutschland2: 145.694 (Vergl. 21.04.2020: + 2.237)
Todesfälle in Deutschland2: 4.879 (Vergl. 21.04.2020: + 281)
Bestätigte Fälle in Hessen3: 7.446 (Vergl. 21.04.2020: + 141)
Todesfälle in Hessen3: 275 (Vergl. 21.04.2020: + 18)
1 Johns Hopkins University (abgerufen 10:30 Uhr)
2 Robert Koch-Institut (Meldedaten, Stand 00:00 Uhr)
3 HLPUG (Meldedaten, Stand 10:30 Uhr – Hinweis: Zahlen können von den Zahlen, die durch das RKI veröffentlicht werden, abweichen aufgrund verschiedener Auslesezeitpunkte.)

Offenbach: Die Zahl der Todesfälle steigt auf fünf

am 22 April 2020 16:06

Die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle in Offenbach ist seit Dienstag um zwei auf 74 gestiegen. Gestern ist zudem eine 82-jährige Frau, die verschiedene Vorerkrankungen hatte, verstorben. Damit steigt die Zahl der Todesfälle in Offenbach auf fünf. Aktuell werden zehn Menschen im Krankenhaus behandelt, davon befinden sich drei Personen im Alter zwischen 54 und 60 Jahren mit Vorerkrankungen weiterhin in einem kritischen Zustand. 26 positiv getestete Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Weitere 89 Personen befinden sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne, weil sie Kontakt zu einem positiv Getesteten hatten. 33 Menschen sind bereits genesen. In Offenbach gab es insgesamt fünf Todesfälle. Bei den Verstorbenen handelt es sich um Personen im Alter von 77, 82, 89, 91 und 102 Jahren. Vier von ihnen waren durch Vorerkrankungen belastet. Unter den genannten Zahlen befinden sich auch zwei positive Fälle aus zwei Pflegeheimen. Einer der Betroffenen wird im Krankenhaus behandelt, eine Person wurde in ihrer Einrichtung isoliert. Alle Angehörigen wurden von den betroffenen Einrichtungen informiert.

Ausnahmen von der Hanauer Maskenpflicht

am 21 April 2020 21:18

Keine Regel ohne Ausnahme – das gilt auch für die Maskenpflicht in Hanau. Seit Montag ist per Allgemeinverfügung geregelt, dass in Geschäften und im Netz der Hanauer Straßenbahn GmbH eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden muss. Eine solche textile Barriere schützt vor allem das Umfeld, denn sie sorgt dafür, dass virenbelastete Tröpfchen, die beim Sprechen, Niesen oder Husten aus Mund und Nase fliegen, zurückgehalten werden, und unterbricht so die Infektionskette. "Wenn wir alle den Nächsten schützen, ist für das Wohlgehen aller gesorgt," hatte Oberbürgermeister Claus Kaminsky schon vor drei Wochen festgestellt. Doch auch wenn die Maskenpflicht hochsinnvoll ist und täglich weitere Bundesländer und Kommunen dem Hanauer Vorbild folgen, gibt es Personenkreise, die davon ausgenommen werden können. Asthmatiker und Menschen, die aus anderen gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können, sind von der Pflicht befreit. Sie müssen allerdings eine entsprechende Bescheinigung bei sich führen, die sie auf Anfrage beim Bürgerservice unter der Telefonnummer 06181/295 8135 erhalten. Um ihr Umfeld und sich selbst dennoch auf anderem Weg zu schützen, bieten sich beispielsweise sogenannte "Faceshields" (Plexiglas-Gesichtsmasken) an.

Am Arbeitsplatz gilt anstelle der verordneten Maskenpflicht das vom Land Hessen geforderte Hygienekonzept, das alle Arbeitgeber erstellen sollen, denn bei ihnen liegt auch die Fürsorgepflicht. Im Einzelhandel können Kassiererinnen und Kassierer beispielsweise auch durch Plexiglasscheiben geschützt werden. Sind diese vorhanden, ist eine Maske für das Personal nicht erforderlich. Sowohl in Bussen als auch in Anruf-Sammeltaxis der Hanauer Straßenbahn GmbH ist das Tragen einer Maske verpflichtend. Daneben gilt es auch für Fahrgäste in Taxis, dass sie eine Mund-Nasen-Bedeckung verwenden müssen. Für die Fahrer gilt in Corona-Zeiten, dass auch sie eine Maske tragen dürfen, solange diese Sicht oder Gehör nicht einschränkt.

Während die Stadt in den ersten Tagen nach der Einführung vor allem auf Aufklärung und Argumente setzt, wird sie von der kommenden Woche an die Einhaltung der Maskenpflicht durch die Stadtpolizei auch kontrollieren lassen. Dabei sind die Einzelhändler und Institutionen die Adressaten der Allgemeinverfügung. Deshalb müssen auch diese sicherstellen, dass die angeordnete Maskenpflicht eingehalten wird. Für den OB ist klar: "Wenn es mit Einsicht nicht funktioniert, wird das Nicht-Einhalten der unabdingbaren Regel Stück für Stück schärfer bestraft."

Elf weitere Corona-Tote in Hessen

am 21 April 2020 21:03
Elf weitere Corona-Tote in Hessen

In Hessen wurden am Dienstag elf weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gemeldet. Die Gesamtzahl hat sich damit auf 257 erhöht.

COVID-19 Fallzahlen

am 21 April 2020 20:59
COVID-19 Fallzahlen

Bestätigte Fälle weltweit1: 2.486.964 (Vergl. 20.04.2020: + 71.594)
Todesfälle weltweit1: 170.507 (Vergl. 20.04.2020: + 4.604)
Bestätigte Fälle in Deutschland2: 143.457 (Vergl. 20.04.2020: + 1.785)
Todesfälle in Deutschland2: 4.598 (Vergl. 20.04.2020: + 194)
Bestätigte Fälle in Hessen3: 7.305 (Vergl. 20.04.2020: + 77)
Todesfälle in Hessen3: 257 (Vergl. 20.04.2020: + 11)
1 Johns Hopkins University (abgerufen 10:30 Uhr)
2 Robert Koch-Institut (Meldedaten, Stand 00:00 Uhr)
3 HLPUG (Meldedaten, Stand 10:30 Uhr – Hinweis: Zahlen können von denen, die durch das RKI veröffentlicht werden abweichen. Ursachen sind verschiedene Auslesezeitpunkte sowie die Verwendung eines geänderten Auswertungs-Tools durch das RKI. Das HLPUG sowie die Landesstellen der anderen Bundesländer haben dieses geänderte Tool durch das RKI zur Verfügung gestellt bekommen und werden künftig die Auswertung darauf umstellen.)

Offenbach: Keine neuen Infektionen seit Sonntag

am 21 April 2020 20:38

Insgesamt wurden inzwischen 72 Menschen in Offenbach positiv auf Covid-19 getestet. Seit Sonntag, 19. April, wurden keine neuen Infektionen nachgewiesen. Aktuell werden 12 Menschen im Krankenhaus behandelt, davon befinden sich drei Personen im Alter zwischen 54 und 60 Jahren mit Vorerkrankungen in einem kritischen Zustand. 23 positiv getestete Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Weitere 87 weitere Personen befinden sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne, weil sie Kontakt zu einem positiv Getesteten hatten. 33 Menschen sind inzwischen wieder genesen. In Offenbach gab es bisher vier Todesfälle. Bei den Verstorbenen handelt es sich um Personen im Alter von 77, 89, 91 und 102 Jahren. Drei von ihnen waren durch Vorerkrankungen belastet. Unter den genannten Zahlen befinden sich derzeit auch zwei positive Fälle aus zwei Pflegeheimen. Einer der Betroffenen wird im Krankenhaus behandelt, eine Person wurde in ihrer Einrichtung isoliert. Alle Angehörigen wurden von den betroffenen Einrichtungen informiert.

Ramadan beginnt: Kein Fastenbrechen auf dem Marktplatz

am 21 April 2020 20:01
Ramadan beginnt: Kein Fastenbrechen auf dem Marktplatz

Weiterhin geschlossen in der Corona-Krise sind Kirchen, Synagogen, Moscheen und weitere religiöse Räume. Das hat auch Auswirkungen auf die an diesem Freitag beginnende wichtigste Zeit des Jahres für Muslime, den Fastenmonat Ramadan. Normalerweise würde an drei Abenden während dieser Zeit (16. bis 18. Mai) auf dem Hanauer Marktplatz das Ramadan-Zelt des Islamischen Vereines Hanau stehen, aber wegen der Corona-Pandemie wurde diese Veranstaltung abgesagt, ebenso wie das vom Hanauer Ausländerbeirat veranstaltete Fastenbrechen im Bürgerhaus in Wolfgang am 26. April. Über Religionsgrenzen hinweg galt und gilt, dass für bedeutende Feste und Begegnungen zurzeit andere Formen gefunden werden müssen. Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD): "Um die Corona-Epidemie einzugrenzen, gilt derzeit in alltäglichen Situationen, Abstand zu halten. Ich finde es sehr erfreulich, dass die Religionsgemeinschaften allen Gläubigen auf vielen, zum Teil neuen, sehr kreativen Wegen Trost spenden. Sie stehen mit Rat und Tat zur Seite, ob am Telefon, im Internet, mit Hilfsangeboten und vielem mehr." Religion habe für viele Menschen gerade in solch schweren Zeiten eine besondere Bedeutung. Daher begrüßt Kaminsky, dass Vertreter aus Politik, von Religionsgemeinschaften und von Kirchen in diesen Tagen Konzepte für Öffnungen von Gotteshäusern diskutieren. Selma Yilmaz-Ilkhan, Vorsitzende des Hanauer Ausländerbeirats: "Wir haben ein Pessachfest hinter uns, bei dem unsere jüdischen Freunde keine Synagogen besuchen konnten, ein Ostern ohne Gottesdienste. Auch Ramadan wird ohne ein richtiges Zusammenkommen von Menschen durchgeführt." Auch das seit 17 Jahren vom Islamischen Verein Hanau auf dem Marktplatz durchgeführte Ramadan-Zelt wird nicht stattfinden. Ebenso lädt der Ausländerbeirat seit fünf Jahren traditionell zum Fastenbrechen ein. "Das haben wir für dieses Jahr bereits im März abgesagt, denn die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger hat selbstverständlich Priorität", so Yilmaz-Ilkhan.

Der islamische Fastenmonat Ramadan dauert rund vier Wochen, in denen Muslime tagsüber nicht essen und trinken dürfen sowie enthaltsam leben müssen. Abends treffen sie sich normalerweise in Familienverbänden, bei Freunden und in Moscheen, um gemeinsam zu essen, zu beten und zu meditieren. "Deshalb ist der Ramadan nicht allein eine Zeit der persönlichen Besinnung, der Geduld und der Enthaltsamkeit, sondern auch eine herausragende Zeit der Nachbarschaft, der Solidarität und des Zusammenhalts. In Corona-Zeiten wird es auch in Hanau nicht einfach sein, Ramadan wie gewohnt durchzuführen", sagt Yilmaz-Ilkhan. Die Moscheen in Hanau böten traditionell jeden Tag kostenfreies Essen für Personen, die zu Hause niemanden haben oder für Personen, die in der Gemeinschaft zusammen ihr Fasten brechen wollen. Damit keiner alleine sei, sei das eine wichtige Tradition der Hanauer Moscheen. "Aufgrund von Corona wird dies leider dieses Jahr nicht möglich sein", bedauert Selma Yilmaz-Ilkhan. Über das in diesem Jahr nicht stattfindende Ramadan-Zelt auf dem Marktplatz sagt sie: "Insbesondere nach dem rassistischen Anschlag vom 19. Februar wäre es dieses Jahr umso wichtiger, mit Menschen unterschiedlicher Religionen und Nationalitäten ein Zeichen gegen Rassismus und Hass zu setzen." Die Vorsitzende des Hanauer Ausländerbeirats freut sich daher, dass bereits jetzt die meisten Hanauer Moscheen im Internet aktiv seien, Gottesdienste und Vorträge anböten. Selma Yilmaz-Ilkhan: "Das wird auch im Ramadan beibehalten und die Menschen ein wenig trösten." Sie betont: "Es gibt bei Menschen in Hanau, egal welcher Religionszugehörigkeit, die Sehnsucht, wieder zusammenkommen zu können. Ein sehr wichtiges und entscheidendes Ritual wird durch die Corona-Pandemie wegfallen. Nächstes Jahr werden wir wieder einen gemeinschaftlichen Ramadan, Pessach und Ostern erleben."

Dienstag: 23 neue Coronavirus-Fälle, zwei weitere Tote

am 21 April 2020 16:31
Dienstag: 23 neue Coronavirus-Fälle, zwei weitere Tote

Das Gesundheitsamt hat am Dienstag 23 neue laborbestätigte Covid-19-Fälle sowie zwei Sterbefälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Die Verstorbenen wohnten in Bruchköbel und Maintal. Die Neuinfizierten kommen aus Rodenbach, Schöneck (je 5), Bad Orb (3), Erlensee, Hanau (je 2), Bruchköbel, Großkrotzenburg, Maintal, Neuberg, Niederdorfelden und Wächtersbach. Die Gesamtzahl der laborbestätigten Fälle ist damit auf 501 gestiegen. Zieht man die mittlerweile 119 als genesen eingestuften Personen sowie die 23 Sterbefälle ab, so sind aktuell noch 359 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Stationär behandelt werden 51 Menschen aus dem Main-Kinzig-Kreis.

Montag: Acht Neuinfektionen, elf Genesene, ein Todesfall

am 20 April 2020 16:49
Montag: Acht Neuinfektionen, elf Genesene, ein Todesfall

Das Gesundheitsamt hat am Montag zum insgesamt erst zweiten Mal seit der Ausbreitung von Covid-19 im Kreisgebiet mehr Genesene ermittelt als neue Infizierte gemeldet. Acht Neuinfizierte stehen elf als nun genesen eingestufte Bürgerinnen und Bürger gegenüber. Darüber hinaus meldete der Kreis einen Verstorbenen aus Hammersbach im Zusammenhang mit Covid-19. Die Neuinfizierten kommen aus Freigericht (2), Erlensee, Rodenbach, Hanau, Bruchköbel, Maintal und Hammersbach. Die Gesamtzahl der laborbestätigten Fälle ist damit auf 478 gestiegen. Zieht man die mittlerweile 111 als genesen eingestuften Personen sowie die 21 Sterbefälle ab, so sind aktuell noch 346 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Stationär behandelt werden 50 Menschen aus dem Main-Kinzig-Kreis.

Maskenpflicht: "Situation in der Innenstadt ist entspannt"

am 20 April 2020 16:29
Maskenpflicht: "Situation in der Innenstadt ist entspannt"

"Die Situation in der Innenstadt ist sehr entspannt. Es ist offensichtlich, dass die Menschen die vorsichtige Lockerung der Einschränkungen und das damit einhergehende Gefühl von beginnender Normalität sehr genießen, und dafür auch gern die geforderte Maske in den Läden tragen." Auch wenn es am ersten Tag nach Einführung natürlich den einen oder anderen Einzelfall gegeben hat, bei dem gegen die Maskenpflicht verstoßen wurde, ist Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) insgesamt zufrieden mit den Rückmeldungen. "Nachdem wir die Bürgerinnen und Bürger durch das seit drei Wochen geltende Maskengebot bereits umfassend über die Notwendigkeiten und Hintergründe informiert haben, stößt die Verpflichtung zur Maske jetzt überwiegend auf große Zustimmung." Stichprobenartige Überprüfungen in zentralen Hanauer Einkaufsstraßen am Montag haben ergeben, dass die meisten der Kundinnen und Kunden von der Maskenpflicht wussten und sich entsprechend ausgestattet hatten. Auch in den Bussen der Hanauer Straßenbahn GmbH haben sich nach Augenschein mehr als 80 Prozent der Fahrgäste an die Vorgabe zur Nutzung einer Gesichtsbedeckung gehalten. Das Konzept der Stadt, anfangs weniger auf drohende Strafe und mehr auf einsichtsfördernde Aufklärung zu setzen, ist aufgegangen. Kaminsky kündigt dennoch an: "Wir werden die Einhaltung der Pflicht von nächster Woche an durch unsere Stadtpolizei aber auch kontrollieren."

Seit heute gilt es in der Brüder-Grimm-Stadt: Während im öffentlichen Straßenraum darauf verzichtet werden kann, müssen beim Einkaufen in den Geschäften und auf dem Wochenmarkt, in den Bussen der Hanauer Straßenbahn oder auch in Arztpraxen Mund und Nase bedeckt sein. Diese Pflicht kann mit einer sogenannten Alltagsmaske erfüllt werden, es reicht aber auch ein Tuch oder ein Schal, um den unteren Teil des Gesichts zu verhüllen. Auf gar keinen Fall sollen professionelle Masken verwendet werden, denn die sollten unbedingt weiterhin medizinischem und Pflege-Personal vorbehalten bleiben. Dem Hanauer Oberbürgermeister ist an dieser Stelle wichtig, dass es sich bei der Maskenpflicht in Hanau nach seinem Rechtsverständnis nicht um einen Sonderweg oder eine Insel-Lösung handelt. Sogar die hessische Landesregierung selbst habe über ihre jüngsten Verordnungen die dringende Empfehlung zum Tragen einer Maske im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften ausgesprochen. Die dort formuliere Hinwirkungspflicht lasse sich gar nicht anders handhaben als mit einer Maskenpflicht, wie Hanau sie eingeführt habe. "Unsere Regelung ist konsequent und stellt sicher, dass die ‚dringende Empfehlung‘ des Landes auch beachtet und umgesetzt wird."

"Wir waren uns sicher, dass jeder zuhause einen Stoffgegenstand besitzt, der die Vorgaben unserer Maskenpflicht erfüllt", unterstreicht Kaminsky, dass niemand gezwungen sei, sich eine Maske zu kaufen. Trotzdem hat die Stadt auch Sorge dafür getragen, dass waschbare Mehrweg-Stoffmasken in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen und beispielsweise in verschiedenen Apotheken im Stadtgebiet zum Selbstkostenpreis von fünf Euro angeboten werden. Wie der OB ausführt, erhalten bedürftige Mitbürgerinnen und Mitbürger, zum Beispiel Kundinnen und Kunden der Hanauer Tafel, Masken kostenlos zur Verfügung gestellt. Zudem engagieren sich seit dem Beginn des Maskengebots auch viele private Initiativen und nähen Masken, die sie verteilen. Der OB und der Krisenstab der Stadt Hanau sind überzeugt davon, dass die jetzt beginnenden Lockerungen auch mit erheblichen Risiken verbunden sind, die mit dem Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung reduziert werden können. Darüber sei es auch in der kommenden Zeit unbedingt notwendig, so Kaminsky, neben dem Tragen einer Maske auch weiterhin unnötige soziale Kontakte zu vermeiden und die Abstandsregeln sowie Hygienemaßnahmen, wie etwa Händewaschen, zu beachten.

15 weitere Corona-Tote in Hessen

am 20 April 2020 16:20
15 weitere Corona-Tote in Hessen

In Hessen wurden am Montag 15 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gemeldet. Die Gesamtzahl erhöht sich damit auf 246.

COVID-19 Fallzahlen

am 20 April 2020 16:18
COVID-19 Fallzahlen

Bestätigte Fälle weltweit1: 2.415.370 (Vergl. 19.04.2020: + 77.035)
Todesfälle weltweit1: 165.903 (Vergl. 19.04.2020: + 4.873)
Bestätigte Fälle in Deutschland2: 141.672 (Vergl. 19.04.2020: + 1.775)
Todesfälle in Deutschland2: 4.404 (Vergl. 19.04.2020: + 110)
Bestätigte Fälle in Hessen3: 7.228 (Vergl. 19.04.2020: + 81)
Todesfälle in Hessen3: 246 (Vergl. 19.04.2020: + 15)
1 Johns Hopkins University (abgerufen 10:30 Uhr)
2 Robert Koch-Institut (Meldedaten, Stand 00:00 Uhr)
3 HLPUG (Meldedaten, Stand 10:30 Uhr – Hinweis: Zahlen können von denen, die durch das RKI veröffentlicht werden abweichen. Ursachen sind verschiedene Auslesezeitpunkte sowie die Verwendung eines geänderten Auswertungs-Tools durch das RKI. Das HLPUG sowie die Landesstellen der anderen Bundesländer haben dieses geänderte Tool durch das RKI zur Verfügung gestellt bekommen und werden künftig die Auswertung darauf umstellen.)

72 Menschen in Offenbach positiv getestet

am 20 April 2020 13:55

Die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle in Offenbach ist seit Sonntag um zwei auf 72 gestiegen. Aktuell werden 14 Menschen im Krankenhaus behandelt, davon befinden sich drei Personen im Alter zwischen 54 und 60 Jahren mit Vorerkrankungen in einem kritischen Zustand. 24 positiv getestete Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Weitere 94 Personen befinden sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne, weil sie Kontakt zu einem positiv Getesteten hatten. 29 Menschen sind bereits genesen. In Offenbach gab es bisher vier Todesfälle. Bei den Verstorbenen handelt es sich um Personen im Alter von 77, 89, 91 und 102 Jahren. Drei von ihnen waren durch Vorerkrankungen belastet. Unter den genannten Zahlen befinden sich auch zwei positive Fälle aus zwei Pflegeheimen. Einer der Betroffenen wird im Krankenhaus behandelt, eine Person wurde in ihrer Einrichtung isoliert. Alle Angehörigen wurden von den betroffenen Einrichtungen informiert.

Wetteraukreis: 244 bestätigte Infektionen, 7 Todesfälle

am 20 April 2020 13:42
Wetteraukreis: 244 bestätigte Infektionen, 7 Todesfälle

Die Zahl der nachgewiesenen Fälle von Corona-Infektionen im Wetteraukreis liegt am Montag (20. April) bei 244. Das sind 35 mehr als am vergangenen Mittwoch. 120 Menschen sind als geheilt aus der Quarantäne entlassen (plus 26). Insgesamt befinden sich 39 Menschen in stationärer Behandlung, 13 von ihnen bedürfen einer intensivmedizinischen Behandlung. Die Zahl der an Covid-19 verstorbenen Menschen liegt bei sieben. Der beigefügten Statistik ist die Zahl der Corona-Fälle in den einzelnen Kommunen des Wetteraukreises zu entnehmen. In den Krankenhäusern des Wetteraukreises (Bürgerhospital Friedberg, Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim, Kerckhoff-Klink Bad Nauheim, Krankenhaus Schotten, Mathilden-Hospital Büdingen) sind von den 1.003 zur Verfügung stehenden Normalbetten 335 frei. Das sind neun weniger als am vergangenen Mittwoch. Intensivbetten ohne Beatmung gibt es insgesamt 28, von denen 15 frei sind (keine Veränderung zur Vorwoche). Von den 89 Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit sind derzeit 44 frei (plus 3).

Besonderes Augenmerk auf Pflegeeinrichtungen

Nach mehreren Fällen von Corona-Infektionen in Alten- und Pflegeheimen sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes verstärkt im Einsatz, um die weitere Verbreitung in den Einrichtungen zu verhindern.

Landrat Weckler: Neue Freiheiten mit Abstand genießen

Die in Kraft tretenden Lockerungen, insbesondere die Öffnung vieler Geschäfte, nimmt Landrat Jan Weckler zum Anlass, an die Bürgerinnen und Bürger zu appellieren, die neugewonnenen Freiheiten mit Maß und Abstand zu genießen. „Abstandsregelungen müssen unbedingt eingehalten werden. Achten Sie auf die Nies- und Husten-Etikette und waschen Sie sich gründlich vor und nach dem Einkauf die Hände, um die weitere Verbreitung des Coronavirus zu verhindern. Wir müssen noch lange auf einander aufpassen. Die Lockerung der Beschränkungen ist nur ein Zwischenschritt. Bis ein Impfstoff für alle Menschen bereitgestellt werden kann, wird sicherlich noch einige Zeit vergehen.“

Foto: Grafik mit der Anzahl der bestätigten Corona-Fälle in den einzelnen Kommunen des Wetteraukreises.

Märchenhafte Aktion erhält drei Zugaben

am 20 April 2020 13:34
Märchenhafte Aktion erhält drei Zugaben

„Wollt ihr wissen, woher ich das so genau sagen kann? Nun, ich war zu dem Fest eingeladen! Ihr leider nicht….“ Mit einem Augenzwinkern beendete die Steinauer Märchenerzählerin Brigitte Uffelmann ihre Erzählung vom Brüder Grimm Märchen „Die Bienenkönigin“ und damit die 21. und letzte Folge der MKK-Märchenzeit. „Die vorerst letzte Folge!“, korrigierte dann Detlef Heinichen (Theatrium Steinau) alias Jacob Grimm in seiner Abmoderation. Er ahnte bereits, dass viele Kinder auf seine abschließende Frage „Wollt Ihr noch eine Zugabe?“ mit „Ja“ antworten würden. Und tatsächlich sind daraufhin über 100 E-Mails beim Fachbereich Kultur des Main-Kinzig-Kreises eingegangen, fast genauso viele wie an jedem der 20 Tage zuvor. „Wir waren überrascht von den vielen Rückmeldungen auf die MKK-Märchenzeit und haben uns sehr darüber gefreut, dass die Kinder und ihre Eltern diese Aktion so gut bewertet haben“, sagt Kulturamtsleiter Matthias Schmitt. Landrat Thorsten Stolz (SPD) hatte die Idee, eine regelmäßige wertvolle Unterhaltung für Familien mit kleinen Kindern anzubieten und dabei das Bewusstsein für die Brüder Grimm und ihre Märchen zu stärken. „Das haben wir gerne umgesetzt. Die Märchenzeit war ein gutes Projekt, bei dem alle Beteiligten hervorragend zusammengewirkt haben“, berichtet Schmitt.

Die Aktion ist nun nach 21 gedrehten und täglich zwischen 15 bis 19 Uhr auf www.mkk.de  gesendeten Folgen abgeschlossen. Zwei Staffeln wurden im Brüder Grimm-Haus in Steinau, eine im GrimmsMärchenReich im Schloss Philippsruhe in Hanau produziert. „Wir danken den beiden Museumsleitungen Burkhard Kling und Nina Schneider, dass wir ihre musealen Räumlichkeiten nutzen durften. Sie bildeten einen wunderbaren Rahmen für die spannenden Märchenerzählungen“, sagt Landrat Thorsten Stolz. „Gefreut hat mich besonders die Auswahl der Märchen: Es wurden bekannte Stoffe wie ‚Dornröschen‘ oder ‚Der gestiefelte Kater‘ präsentiert, aber auch weniger bekannte wie ‚der Arme und der Reiche‘ oder ‚die Bienenkönigin‘. Ich habe von vielen Familien die Rückmeldung erhalten, dass die Kinder stets gebannt vor den Bildschirmen saßen und die Geschichten verfolgten. Da haben die Märchenerzählerinnen und -erzähler großartige Arbeit geleistet“, freut sich Thorsten Stolz und fügt bei hinzu: „Es war für die Meisten von ihnen eine neue Situation, anstatt lebendiger Zuhörer nur zwei Kameras vor sich zu haben. Das hat man beim Zuschauen aber kaum gemerkt.“ Als Erzählerinnen und Erzähler fungierten Margot Dernesch, Brigitte Uffelmann, Mariéle Syllwasschy und John Rogers (Steinau) sowie Irmgard Ketzel, Hanne-Liese Weng und Christa Serfling (Hanau). Viele kleine und große Fans konnte Detlef Heinichen durch seine sympathische Darstellung des Jacob Grimm gewinnen. Zu jeder Folge empfing er die Zuschauer auf der Bühne seines Steinauer Theatriums und stimmte sie auf das kommende Märchen ein. Dabei vermittelte er auch Wissenswertes zum Leben und Wirken der Brüder Grimm. Zum Ende jeder Sendung stellte er dann eine Frage, die sich auf das vorangegangene Märchen bezog und leitete damit das tägliche Gewinnspiel ein. Die Antworten sollten per E-Mail an den Fachbereich Kultur des Main-Kinzig-Kreises gesendet werden. Nach jeder Folge wurden drei Gewinner gezogen, die dann ein Märchenbuch geschickt bekamen.  „Die Antworten auf die täglichen Rätselfragen waren fast immer richtig und meist noch mit Erklärungen und Ausschmückungen versehen. Man spürte, wie die Kinder von den Märchen regelrecht vereinnahmt worden sind“, erklärte die Auszubildende Maja Solero. Sie hatte die Aufgabe, die E-Mails zu sichten, zu bearbeiten und die täglichen Gewinner zu ermitteln. Insgesamt sind durch das Gewinnspiel fast 2.500 E-Mails zusammen gekommen. An Ostern haben alle, die bis dahin mindestens fünf richtige Antworten eingereicht hatten, einen Preis erhalten.

Landrat Thorsten Stolz zeigt sich am Ende der Aktion begeistert: „Es waren tolle Märchen, hervorragende Erzählerinnen und Erzähler und wir haben viele Zuschauer erreicht. Dies waren nicht nur Familien mit Kindern sondern auch Seniorinnen und Senioren, die sich oft an ihre eigene Kindheit zurück erinnerten. Ich danke der Videofirma Pregondo aus Linsengericht für die professionelle Produktion der Filme und Carollina Fabinger, dass ihre Illustrationen für den Vor- und Abspann verwendet werden durften.“ „Lieber Jacob Grimm, gibt es nun die versprochene Zugabe?“, fragte der 7-jährige Marvin per E-Mail. Landrat Thorsten Stolz übernimmt selbst die Antwort: „Nicht nur eine, sondern gleich drei.“ Und er löst das Rätsel auf: „An den folgenden drei Sonntagen werden wir auf www.mkk.de/maerchenzeit.html die Zugaben präsentieren. Es werden jedoch keine Märchenerzählungen sein, sondern eine etwas andere Art der Märchendarstellung. Damit haben wir am Ende 24 Folgen zusammen – und so können wir im Advent die MKK-Märchenzeit als ‚MKK-Märchen-Adventskalender‘ wiederholen. Dann darf es auch wieder ein neues  Gewinnspiel geben. Um im Anschluss daran könnt Ihr die Märchen rund um die Uhr auf Youtube ansehen.“

Am Montag startet die Maskenpflicht in Hanau

am 19 April 2020 20:40
Am Montag startet die Maskenpflicht in Hanau

Ab Montag, 20. April, gilt in Hanau eine Maskenpflicht. Menschen, die sich in Geschäften oder Bussen der Hanauer Straßenbahn AG aufhalten, sind dann dazu angehalten, Mund und Nase zu bedecken.

"Hierzu sind auch Tücher oder Schals geeignet", stellt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) klar. Alle textilen Barrieren, die verhinderten, dass sich Tröpfchen beim Sprechen oder Husten verteilen, erfüllten die Kriterien der Maskenpflicht. "Wir wollen alle verhindern, dass sich die Corona-Pandemie weiter ausbreitet. Dazu kann jede Bürgerin und jeder Bürger einen Beitrag leisten, indem sie Mund und Nase bedecken", so Kaminsky. "Ich bitte jeden darum, sich daran zu halten – im Interesse aller Mitmenschen." Der Oberbürgermeister weist darauf hin, dass es sich bei der Maskenpflicht in Hanau nach seinem Rechtsverständnis nicht um einen Sonderweg oder eine Insel-Lösung handelt. "Die hessische Landesregierung hat sowohl öffentlich als auch über ihre jüngsten Verordnungen die dringende Empfehlung zum Tragen einer Maske im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften ausgesprochen. Dies hat sie am Wochenende unter anderem dahingehend präzisiert, dass Betreiberinnen und Betreiber von Geschäften darauf hinwirken sollen, dass die Kundschaft Mund-Nasen-Bedeckungen tragen soll. Dies lässt sich nach meiner Auffassung gar nicht anders handhaben als mit einer Maskenpflicht, wie wir sie in Hanau ab Montag einführen", so der Oberbürgermeister: "Unsere Regelung ist jedenfalls konsequent und stellt sicher, dass die ‚dringende Empfehlung‘ auch beachtet und umgesetzt wird. Wir werden der Hinwirkungspflicht des Landes damit gerecht." Er sei gespannt, wie die anderen Kommunen damit umgehen. Die Brüder-Grimm-Stadt sei zwar möglicherweise früher dran als andere, in der gesamten Republik schlössen sich jetzt aber immer mehr Städte (zum Beispiel Wolfsburg) oder sogar ganze Bundesländer wie Sachsen (Pflicht in Geschäften und ÖPNV) oder Mecklenburg-Vorpommern (Pflicht im ÖPNV) an. Die Polizeigewerkschaften haben sich zwischenzeitlich sogar für eine bundesweite Maskenpflicht ausgesprochen.

Hanaus Oberbürgermeister stellt aber klar, dass die Stadt eine Missachtung vorerst nicht bestrafen wird. "Wir setzen auf Aufklärung und Einsicht. Damit sind wir in den vergangenen Wochen bei allen Maßnahmen sehr gut gefahren. Denn die Hanauerinnen und Hanauer stehen zusammen und verhalten sich zum Großteil absolut vorbildlich und solidarisch", erklärt Kaminsky weiter. In der Brüder-Grimm-Stadt gilt bereits seit mehr als zwei Wochen ein Maskengebot. Dementsprechend seien inzwischen viele Bürgerinnen und Bürger im Besitz einer sogenannten "Alltagsmaske". In der Stadt sind zahlreiche Nähinitiativen entstanden, die Nachbarschaften, Freunde oder Bedürftige mit selbst hergestellten Masken versorgen. Darüber hinaus laufen die Nähmaschinen in der Schneiderei der Brüder Grimm Festspiele auf Hochtouren – die Masken der Festspiele werden auf dem Wochenmarkt für fünf Euro verkauft und erfreuen sich überaus großer Beliebtheit.

"Ich bin mir sicher, dass jeder daheim einen Stoffgegenstand besitzt, der die Vorgaben unserer Maskenpflicht erfüllt", stellt Kaminsky klar, dass niemand gezwungen sei, sich eine Maske zu kaufen. Die Stadt hat dennoch Sorge dafür getragen, dass entsprechende Produkte in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen. Ab Montagmittag sind zum Beispiel in verschiedenen Apotheken im Stadtgebiet waschbare Mehrweg-Stoffmasken erhältlich, die die Stadt besorgt hat und zum Selbstkostenpreis weitergibt. Diese Masken sind für fünf Euro erhältlich bei: family-Apotheke (Innenstadt/Nürnberger Straße 1), Gloria Apotheke (Innenstadt/Nußallee 7E), Postcarré Apotheke (Innenstadt/Am Steinheimer Tor 5), Altstadt-Apotheke (Nordwest/Hausmannstraße 2), Apotheke am Kinzigbogen (Lamboy/Kinzigbogen 6), Lamboy-Apotheke (Lamboy/Otto‑Wels‑Straße 1), Nord-Apotheke (Lamboy/Lamboystraße 11), Buchen-Apotheke (Mittelbuchen/Kesselstädter Straße 10), Burg-Apotheke (Steinheim/Steinheimer Vorstadt 11), easyApotheke (Steinheim/Otto‑Hahn‑Straße 18), Fleming-Apotheke (Steinheim/Doorner Straße 62), Einhorn-Apotheke (Großauheim/John‑F.‑Kennedy‑Straße 26), Rochus Apotheke (Großauheim/Hauptstraße 1), Fasanen Apotheke (Klein-Auheim/Geleitstraße 66A).

Die Versorgung der Hanauer Bürgerinnen und Bürger mit Alltagsmasken wird aber auch auf weiteren Kanälen organisiert. Zahlreiche Freiwillige, unter anderem aus der Initiative "Menschen in Hanau", nähen derzeit Masken, die sie an Hanauerinnen und Hanauer spenden wollen, die in wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen leben. Die Stadt Hanau baut gerade ein Ausgabesystem auf, über das im Laufe der Woche auch einkommensschwache Menschen mit Masken versorgt werden sollen. Für diese Maskenproduktion werden Material-Spenden oder weitere freiwillige Näherinnen und Näher gesucht. Interessenten können sich per E-Mail mit ihren Kontaktdaten an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 06181/6686091 beziehungsweise 06181/6686092 melden. Benötigt werden insbesondere Gummiband sowie Stoffe, Bettlaken, Bettwäsche, Baumwolle (auch Jerseystoffe), die bei mindestens 60 Grad waschbar sind.

"Wir können stolz sein auf das vielfältige Engagement in unserer Stadt", freut sich Oberbürgermeister Kaminsky. Er weist darauf hin, dass die Maskenpflicht nicht für Kinder unter sechs Jahren gilt. "Und Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können, zum Beispiel Asthmatiker, sind selbstverständlich auch davon ausgenommen." Eine entsprechende Bescheinigung, die von der Maskenpflicht entbindet und die mitgeführt werden sollte, kann über das Bürgertelefon der Stadt Hanau (06181/67660-2001) angefordert werden.

Die handgenähten Masken aus der Schneiderei der Brüder Grimm Festspiele erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie werden auf dem Hanauer Wochenmarkt verkauft.

Foto-Copyright: Stadt Hanau/David Seeger

70 Menschen in Offenbach positiv getestet

am 19 April 2020 20:34

Insgesamt wurden inzwischen 70 Menschen in Offenbach positiv auf Covid-19 getestet. Damit ist die Zahl der bestätigten Fälle seit Freitag um sieben gestiegen. Aktuell werden 14 Menschen im Krankenhaus behandelt, davon befinden sich drei Personen im Alter zwischen 54 und 60 Jahren mit Vorerkrankungen in einem kritischen Zustand. 23 positiv getestete Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Weitere 89 Personen befinden sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne, weil sie Kontakt zu einem positiv Getesteten hatten. 29 Menschen sind bereits genesen. In Offenbach gab es bisher vier Todesfälle. Bei den Verstorbenen handelt es sich um Personen im Alter von 77, 89, 91 und 102 Jahren. Drei von ihnen waren durch Vorerkrankungen belastet. Unter den genannten Zahlen befinden sich derzeit auch zwei positive Fälle aus zwei Pflegeheimen. Einer der Betroffenen wird im Krankenhaus behandelt, eine Person wurde in ihrer Einrichtung isoliert. Alle Angehörigen wurden von den betroffenen Einrichtungen informiert.

17 weitere Corona-Tote in Hessen

am 19 April 2020 20:32
17 weitere Corona-Tote in Hessen

In Hessen wurden am Sonntag 17 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gemeldet. Die Gesamtzahl hat sich damit auf 231 erhöht.

"Der dicke Heinz": Trauer um Heinz Willich - Spendenaktion

am 19 April 2020 19:38
"Der dicke Heinz": Trauer um Heinz Willich - Spendenaktion

Trauer um Heinz Willich: Der Gastronom aus Gründau ist am vergangenen Mittwoch verstorben, er hatte sich mit dem Coronavirus infiziert. Für seine Hinterbliebenen wurde eine Spendenaktion gestartet. Bekannt war er unter anderem jahrelang mit seiner Imbissstation "Der dicke Heinz" in Gelnhausen, die im Galgenfeld vor allem um die Mittagszeit viele Gäste anlockte. Im Sommer 2016 ging der Betrieb in Flammen auf, Willich baute seinen Imbiss wieder auf, hatte sich seit dem vergangenen Jahr aber auf einen Party- und Catering-Service konzentriert.

Dass er sich mit dem Coronavirus infiziert hatte, teilte er selbst mit: "Bin in kkh Gelnhausen und bin corona positiv", erklärte er auf seiner Facebook-Seite, wo er fortan täglich einen Zwischenstand seiner aktuellen Situation veröffentlichte. Sein letzter eigener Eintrag stammt vom 29. März: "Ich danke allen für die Genesungswünsche, bin dann mal für 7-12 Tage im künstlichen Koma."

Sein Freund Alexander Raszyk von "Alex backt's" in Gelnhausen-Hailer hat für die Hinterbliebenen eine Spendenaktion gestartet. "Er hinterlässt seine Mutter sowie seine Lebensgefährtin Heidi die nun jeden Cent brauchen!", so Raszyk. Die Beileidsbekundungen auf seiner Facebook-Seite scheinen inzwischen endlos zu sein, zahlreiche Freunde und Bekannte haben mit Worten und Fotos ihre Trauer zum Ausdruck gebracht. Heinz Willich wurde 52 Jahre alt.

Hier geht's zur Spendenaktion

Unterstützung kann via Paypal an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder auf das Treuhandkonto DE 79 5075 0094 0008 0108 03 auch direkt geleistet werden.

Sonntag: Zwei weitere Tote, ein neuer Coronavirus-Fall

am 19 April 2020 13:34
Sonntag: Zwei weitere Tote, ein neuer Coronavirus-Fall

Das Gesundheitsamt hat am Sonntag zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 sowie eine neue Coronavirus-Infektion aus der Gemeinde Schöneck gemeldet. Die Verstorbenen wohnten in Hanau und Maintal. Die Gesamtzahl der laborbestätigten Fälle ist damit auf 470 gestiegen. Zieht man die mittlerweile 100 als genesen eingestuften Personen sowie die 20 Sterbefälle ab, so sind aktuell noch 350 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Stationär behandelt werden 62 Menschen. 

Samstag: 30 neue Coronavirus-Fälle, ein weiterer Toter

am 18 April 2020 16:13
Samstag: 30 neue Coronavirus-Fälle, ein weiterer Toter

Das Gesundheitsamt hat am Samstag 30 neue Coronavirus-Infektionen sowie einen weiteren Sterbefall im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Der Verstorbene wohnte in Maintal. Die Neuerkrankten kommen aus Hanau (10), Erlensee, Maintal (je 3), Bad Orb, Großkrotzenburg, Schöneck (je 2), Bad Soden-Salmünster, Biebergemünd, Brachttal, Bruchköbel, Gelnhausen, Langenselbold, Neuberg und Rodenbach. Die Gesamtzahl der laborbestätigten Fälle ist damit auf 469 gestiegen. Zieht man die mittlerweile 100 als genesen eingestuften Personen sowie 18 Sterbefälle ab, so sind aktuell noch 351 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Stationär behandelt werden 52 Menschen.

COVID-19-Fallzahlen

am 18 April 2020 15:16
COVID-19-Fallzahlen

Bestätigte Fälle weltweit
2.256.844 (Vergl. 17.04.2020: + 96.674)
Todesfälle weltweit 
154.350 (Vergl. 17.04.2020: + 8.757)
Bestätigte Fälle in Deutschland
137.439 (Vergl. 17.04.2020: + 3.609)
Todesfälle in Deutschland
4.110 (Vergl. 17.04.2020: + 242)
Bestätigte Fälle in Hessen
6.983 (Vergl. 17.04.2020: + 160)
Todesfälle in Hessen
214 (Vergl. 17.04.2020: + 7)

Freitag: 11 neue Coronavirus-Fälle, 11 Genesene

am 17 April 2020 16:54
Freitag: 11 neue Coronavirus-Fälle, 11 Genesene

Das Gesundheitsamt hat am Freitag 11 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Neuerkrankten kommen aus Hanau (4), Nidderau (2), Freigericht (2), Schlüchtern, Maintal und Niederdorfelden. Als genesen eingestuft wurden heute 11 Menschen. Damit ist die Gesamtzahl der laborbestätigten Fälle auf 439 gestiegen. Zieht man die mittlerweile 97 als genesen eingestuften Personen sowie 17 Sterbefälle ab, sind aktuell noch 325 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Stationär behandelt werden derzeit 50 Personen.

Stadt Hanau verkauft Alltags-Masken für 5 Euro

am 17 April 2020 16:31

"Wir gehen mit unserer Maskenpflicht nicht weiter als das Land Hessen und die Bundesregierung empfehlen. Sondern setzen die rechtlichen Vorgaben konsequent um." Mit diesen Worten reagiert Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) auf die Diskussion rund um die am Mittwochabend verkündete Maskenpflicht in der Brüder-Grimm-Stadt. In der am Freitag vom Land Hessen veröffentlichten Verordnung heißt es: "Die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene sind bei jeglichen Zusammentreffen zu beachten. In Situationen, in denen Maßnahmen der physischen Distanzierung nur schwer eingehalten werden können, insbesondere in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkauf, wird das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung dringend empfohlen." Kaminsky: "Die daraus resultierende Hinwirkungspflicht findet in unserer Allgemeinverfügung ihre Konkretisierung."

Zwischenzeitlich schwenken immer mehr Kommunen auf den Hanauer Weg ein. So erkundigten sich mehrere Städte in Hanau, wo ab Montag eine Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr gilt, nach der Umsetzung. Darüber hinaus verkündete am Nachmittag die sächsische Landesregierung eine ebenfalls ab Montag geltende, landesweite Maskenpflicht für den öffentlichen Nahverkehr und den Einzelhandel. Als Hanau vor zwei Wochen das Schutzgebot auf den Weg gebracht hatte, gab es noch viele Zweifler. Die Stadt Jena allerdings ging mit der Maskenpflicht schon einen Schritt weiter und vermeldete dazu gestern, dass es dort seit einer Woche keine neue COVID-19-Infektion gibt. Kaminsky: "Auch dies sind weitere Indizien dafür, dass wir auf einem guten Weg sind, die Bevölkerung zu schützen und die Verbreitung der Epidemie zu verlangsamen."

Auch für Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer ist die Maskenpflicht ein Thema, es gehe jetzt zunächst darum, die Beschaffung von Masken sicherzustellen: "Wir appellieren an die Fahrgäste, sich selbst zu schützen und andere zu schützen", sagte er in einem Fernsehinterview. Die Sinnhaftigkeit einer allgemeinen Maskenpflicht wird inzwischen kaum noch in Frage gestellt. Die Bundesregierung, das Land Hessen und andere Kommunen begründen ihre Zurückhaltung hauptsächlich mit fehlender Maskenkapazität. Besonders stolz ist der Krisenstab der Stadt Hanau auf die vielen, auch privaten, Initiativen, die Masken nähen und verteilen. Kaminsky: "Ich sehe uns als Stadt in der Pflicht, den Bürgerinnen und Bürgern zu ermöglichen, eine einfache Maske zu erwerben." Ab Montag können an mehrere Verkaufsstellen im gesamten Stadtgebiet Masken zum Selbstkostenpreis von 5 Euro erworben werden. So hat die Stadt am Freitag ausreichend sogenannte Alltags-Masken für ihre Bürgerinnen und Bürger besorgt. Bedürftige Mitbürgerinnen und Mitbürger, zum Beispiel Kundinnen und Kunden der Hanauer Tafel, bekommen kostenlos Masken.

"Selbstverständlich würde mir ein großer Stein vom Herzen fallen, wenn wir mit unserer Maskenpflicht übervorsichtig gewesen wären. Ich glaube aber heute, dass wir die Pandemie noch nicht überstanden haben und die Lockerung, über die wir uns alle freuen, mit erheblichen Risiken verbunden sind. Oberstes Gebot ist weiterhin der Schutz der Gesundheit der Mitmenschen. Ich bitte daher dringend, weiterhin auf unnötige soziale Kontakte zu verzichten und die Abstandsregeln sowie Hygienemaßnahmen, wie etwa Händewaschen, zu beachten und sich beim Einkaufen und Busfahren mit einer Alltags-Maske zu schützen. Auch ein einfaches Tuch reicht." Professionelle Masken sollten weiterhin medizinischem und Pflege-Personal vorbehalten bleiben.

Hanau: Freibad-Saison fällt wohl komplett aus

am 17 April 2020 15:55
Hanau: Freibad-Saison fällt wohl komplett aus

"Wegen Corona muss die Freibadsaison in diesem Jahr womöglich ganz ausfallen. Es sei denn, der Pandemieverlauf verläuft so, dass zumindest wenige Wochen draußen Schwimmen noch möglich sein wird", stellt Hanaus Bürgermeister Axel Weiss-Thiel (SPD) "mit Bedauern" klar. Nach jetzigem Stand blieben Heinrich-Fischer- und Lindenau-Bad bis Ende August 2020 geschlossen. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Hanau Bäder GmbH vergleicht diese Terminsetzung mit dem grundsätzlichen Verbot größerer Veranstaltungen bis 31. August, wie es Bund und Länder vorgegeben haben. Im September soll die Hallenbad- und Saunasaison wieder starten – allerdings nur im Heinrich-Fischer-Bad, weil im Lindenau-Bad die Sanierung wie geplant im Herbst 2020 beginnt. "Uns ist bewusst, dass diese Entscheidung insbesondere für Familien hart ist, die sich wegen Corona auf einen Urlaub zuhause einstellen müssen und nun nicht Außenbecken, Liegewiesen, Spielplätze und Gastronomie unserer beiden Bäder nutzen können", sagt Weiss-Thiel weiter. Aber es sei "schwer zu organisieren und zu überwachen", dass insbesondere an heißen Tagen nur eine begrenzte Anzahl an Badegästen Zutritt haben könnte und sich wegen des Abstandsgebots im Wasser und darüber hinaus sich nicht zu nahe kommen dürfe.

"Wohlweislich haben wir mit den entscheidenden Vorbereitungsarbeiten für die Freibadsaison bisher nicht begonnen und dadurch Kosten vermieden", berichtet Bäder-Geschäftsführer Uwe Weier. Das Wasser in den Freibecken sei noch nicht abgelassen, diese noch nicht gereinigt und auch noch kein Frischwasser eingelassen. Lediglich die Eisdruckpolster sind von den Beckenrändern entfernt. Nun bleibe vorerst das Wasser bis zur nächsten Freibadsaison 2021 in den Becken, um deren Statik zu stabilisieren. Wie mit dem Personal der Bäder wegen der ausfallenden Freibadsaison weiter verfahren wird, bedarf Weiss-Thiel und Weier zufolge noch weiterer Prüfungen. Kurzarbeit sei ebenso denkbar wie das Verwenden von rund 30 Beschäftigten in anderen Bereichen der Unternehmung Stadt.  Festangestellte haben bereits und werden weiterhin Überstunden und Resturlaube abbauen. Befristete Verträge wurden nicht verlängert. Die wirtschaftlichen Folgen für die städtische Bädergesellschaft seien "erst mit Ende der Vollschließung seriös abschätzbar".

"Mit den Pächtern des Bistros ‚La Taverna‘, dem Friseursalon ‚Haarscharf‘ und dem ‚Bella Vita Spa‘ im Heinrich-Fischer-Bad stehen wir in gutem Kontakt", sagt Weier weiter. Die Bädergesellschaft stunde dem Gastronomiebetrieb und der Wellnessbetreiberin die Miete – beide mussten Corona-bedingt schließen. Von der Schließung nicht betroffen ist der Lieferservice des Bistros. Das Friseurgeschäft öffnet nach den Vorgaben des Gesetzgebers ab 4. Mai wieder.



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