Sonntag: Wieder sechs neue Coronavirus-Fälle

am 22 März 2020 19:52
Sonntag: Wieder sechs neue Coronavirus-Fälle

Am Sonntag hat das Gesundheitsamt für den Main-Kinzig-Kreis weitere sechs Infektionen mit dem Coronavirus aufgenommen. Auch bei den neuen Patienten konnten die Wege der Ansteckung gut nachvollzogen werden. Damit bewährt sich weiterhin die vom Robert-Koch-Institut favorisierte Strategie, die Infektketten zu verfolgen und zu unterbrechen. Die jetzt registrierten Fälle kommen aus Bruchköbel, Gelnhausen, Maintal, Rodenbach, Schlüchtern und Sinntal. Weitere Angaben zu den Personen veröffentlicht das Gesundheitsamt nicht. Die betroffenen Personen sollen vor der zum Teil „sehr aufgeheizten Stimmung“ geschützt werden, erklären Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann.

In dem Zusammenhang verweist die Kreisspitze darauf, dass von Seiten des Gesundheitsamtes alles getan wird, um bei bekannten Infektionen die Auflagen zuverlässig durchzusetzen. „Das hat im Main-Kinzig-Kreis auch bisher einwandfrei funktioniert“, bestätigen Thorsten Stolz, Susanne Simmler und Winfried Ottmann und danken damit den Betroffenen. Es bestehe also kein Grund, dass Bürgerinnen und Bürger hier in großer Sorge sein müssen oder gar eigene Recherchen anstellen.

Ebenfalls kein Grund zur Sorge besteht bei der medizinischen Notfallversorgung, auch abseits der Coronakrise. „An den Klinikstandorten in Gelnhausen und Hanau gibt es ausreichend Kapazitäten, so dass kein Notfallpatient abgewiesen werden muss“, widerspricht die Kreisspitze einem verbreiteten Gerücht und verweist auf zuverlässige Informationsangebote wie das vom Main-Kinzig-Kreis aufgebaute CoroNetz. Die Krankenhäuser haben in den vergangenen Tagen entsprechende Vorkehrungen getroffen, um auch unter den schwierigen Bedingungen arbeitsfähig zu sein. In den Krankenhäusern wurden nicht erforderliche Eingriffe verschoben oder reduziert und die ambulante Versorgung intensiviert. „Das Management und die Absprachen funktionieren sehr gut, so dass alle Patenten sicher versorgt werden“, berichtet die Kreisspitze aus der täglichen Sitzung des Verwaltungsstabes. Das Gefahrabwehrzentrum ist hier stets im Bilde über die aktuelle Situation und koordiniert die jeweiligen Einsätze.

Hanau verbietet „Hamsterkäufe“

am 22 März 2020 16:31

Die Stadt Hanau macht im Kampf gegen die "Hamsterkäufe" Ernst: Ab Montag dürfen Waren nur noch in haushaltsüblichem Umfang an eine Person abgegeben werden. "90 Prozent der Menschen sind vernünftig, aber der kleine Teil der Unvernünftigen gefährdet zunehmend die Versorgungslage", begründet Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) die entsprechende Allgemeinverfügung, die ab Montag (23. März 2020) gilt. Hanau orientiert sich dabei auch am Landkreis Marburg-Biedenkopf, der ein entsprechende Regelung bereits am Samstag auf den Weg gebracht hatte. "Mit der neuen Anordnung wollen wir verhindern, dass die Ehrlichen am Ende die Dummen sind. Und wir wollen damit auch den Kassiererinnen und Kassierern den Rücken stärken", erklärt Kaminsky. Er habe am Wochenende mehrere Rückmeldungen bekommen, dass das Kassenpersonal beleidigt und angefeindet wird, wenn es "Hamsterkäufer" um Rücksichtnahme bittet. "Das ist unerträglich und muss ein Ende haben", stellt Kaminsky klar. Hanaus Oberbürgermeister hatte "Hamsterkäufe" bereits in der vergangenen Woche als "asozial" bezeichnet und mögliche Konsequenzen angedroht. Trotzdem waren auch am Wochenende viele Regale leer – insbesondere im Hygienebereich. "Das führt dann auch dazu, dass jene, die sich tagsüber zum Beispiel um Kranke oder unsere Versorgung kümmern, nach Feierabend kein Klopapier mehr bekommen", erläutert Kaminsky: "Das ist in höchstem Maße unmoralisch."

In der Allgemeinverfügung wird die Zahl derer, die sich auf der Verkaufsfläche aufhalten dürfen, in Abhängigkeit zur Geschäftsgröße ebenso begrenzt wie die Zahl der Einkaufswagen, die insgesamt zur Verfügung stehen dürfen. Zudem darf jeder Kunde die Geschäfte nur noch mit einem Einkaufswagen betreten. "Die Geschäfte haben damit eine klare Handhabe, um die ‚Hamsterkäufe‘ zu unterbinden. Ich hoffe sehr, dass die Kassiererinnen und Kassierer damit entlastet werden und sie sich nicht mehr beschimpfen lassen müssen. Auch für sie gilt nämlich unser Credo: ‚Wir lassen niemanden allein!‘", unterstreicht der Oberbürgermeister. Ein positives Beispiel für Rücksichtnahme und Wertschätzung haben nach Kaminskys eigenen Beobachtungen am Samstag Kunden und Beschicker des Hanauer Wochenmarkts geliefert. "Es ging da sehr geordnet zu: strukturierte Schlangen, ausreichend Abstand, Verständnis füreinander. Das war vorbildlich", lobt der Oberbürgermeister. Sein besonderer Dank gilt den Händlern, die sich auf die außergewöhnliche Lage schnell eingestellt hätten und trotz der Widrigkeiten gekommen sind. "Unser Wochenmarkt trägt seinen Teil dazu bei, dass die Lebensmittelversorgung sichergestellt bleibt. Deshalb war es auch logisch, dass wir den Beschickern bis Jahresende die Gebühren erlassen", so Kaminsky abschließend.

Die neue Allgemeinverfügung der Stadt Hanau ist im Internet unter www.corona.hanau.de in der Rubrik Rechtsgrundlagen zu finden. Weitergehende Hinweise rund um das Thema Corona gibt es auch auf der städtischen Homepage www.corona.hanau.de. Der Internetauftritt wird ständig aktualisiert. Neben aktuellen Angaben zur städtischen Lage sind dort auch wichtige Rufnummern und Informationen zu finden.

Neun Infizierte in Offenbach

am 22 März 2020 12:13

Die Zahl der positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Menschen in der Stadt Offenbach ist seit Freitag um drei Personen gestiegen. Damit haben sich in Offenbach jetzt insgesamt neun Menschen nachweislich infiziert. Es geht ihnen den Umständen entsprechend gut. Eine Person befindet sich im Krankenhaus, alle anderen in häuslicher Quarantäne. Das Stadtgesundheitsamt bittet alle Offenbacherinnen und Offenbacher soweit wie möglich zuhause zu bleiben, soziale Kontakte zu meiden und Abstand zu anderen Menschen zu halten, wenn sie aufgrund ihrer Arbeit oder zum Einkaufen das Haus verlassen müssen.

Weitere Geschäfte ab heute im MKK geschlossen

am 22 März 2020 12:12

Eine ganze Reihe weiterer Betriebe müssen im Main-Kinzig-Kreis ab dem Sonntag, 22. März, geschlossen bleiben. Das betrifft Dienstleistungen, die nah am Menschen verrichtet werden, außer aus dem medizinisch-pflegerischen Bereich. Betroffen sind explizit Frisörläden, Piercingstudios, Nagelstudios, Tattoostudios und kosmetische Fußpflegepraxen. „Wir haben hier für den Main-Kinzig-Kreis einen zusätzlichen Regelungsbedarf gesehen, da dies Dienstleistungen sind, die nichts mit einer Grundversorgung zu tun haben und auch keine medizinische oder pflegerische Notwendigkeit darstellen“, begründet Landrat Thorsten Stolz (SPD) die Entscheidung des Landkreises eine entsprechende Allgemeinverfügung zu erlassen. Die Anordnung gilt nicht für Physiotherapiepraxen, medizinische Fußpflegepraxen und gleichartige medizinische Dienstleister.

Der Kreis hat die Entscheidung bewusst am Wochenende getroffen und, um die Betreiber so früh wie möglich zu informieren, die überwiegend erst ab Montag bzw. Dienstag wieder geöffnet hätten. „Die Auflagen des Landes Hessen sind mittlerweile sehr strikt. Weshalb prinzipiell aufschiebbare Termine wie bei einem Frisör oder Tätowierer davon ausgenommen sein sollen, ist unter infektiologischen Gesichtspunkten überhaupt nicht einzusehen, gerade nicht in diesen Zeiten. Wir haben abgewogen zwischen Gesundheitsschutz und enger Auslegung von zwingend notwendigen Dienstleistungen einerseits und den nachvollziehbaren Interessen der kleinen Unternehmen andererseits. Am Ende haben wir nun diese dringend notwendige Klarstellung treffen müssen“, erklärten Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann. Die Anordnungen sind zunächst wirksam bis zum 19. April 2020. Eine Verlängerung der Frist ist möglich und wird rechtzeitig angekündigt.

Spahn lässt Krankenhäuser im Stich

am 22 März 2020 11:33

Als die Corona-Pandemie in den vergangenen Wochen zunehmend ernster für Deutschland wurde, zögerten die hiesigen Krankenhäuser nicht, umgehend drastische Schritte zu gehen, um sich schnellstmöglich auf die Versorgung zahlreicher Covid-19-Patienten vorzubereiten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) forderte die Kliniken auf, planbare Aufnahmen, Eingriffe und Operationen abzusagen, um Kapazitäten zu schaffen. „Die Krankenhäuser haben geliefert und ihren Teil unverzüglich umgesetzt“, erklärt Thorsten Stolz (SPD), Landrat und Aufsichtsratsvorsitzender der Main-Kinzig-Kliniken: „Doch das Gesundheitsministerium in Berlin lässt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krankenhäuser nun im Stich.“ Mit dem uneingeschränkten Verzicht auf planbare und elektive Eingriffe sind den Kliniken dringend benötigte Einnahmen weggebrochen. „Bei Allgemeinkrankenhäusern liegt der Anteil der planbaren Eingriffe bei rund 50 %. Das sind Erlöse, die derzeit fehlen und uns vor erhebliche finanzielle Schwierigkeiten stellen“, erläutert Dieter Bartsch, Geschäftsführer der Main-Kinzig-Kliniken und Vizepräsident der Hessischen Krankenhausgesellschaft (HKG). Doch Spahn habe in einem Schreiben an die Krankenhäuser eine schnelle, unkomplizierte finanzielle Unterstützung zugesagt. Er versicherte darin, dass die dadurch entstehenden wirtschaftlichen Folgen für die Kliniken ausgeglichen würden und kein Krankenhaus dadurch ins Defizit komme.

Seit Samstag liegt nun der Gesetzentwurf zu diesem angekündigten Rettungsschirm vor. „Der Entwurf ist eine bittere Enttäuschung für alle Krankenhausmitarbeiter, die schon heute bis an ihre Grenzen gehen“, lautet Stolz‘ erstes Reaktion. Und auch Bartsch ist  entsetzt: „Wird das Gesetz in dieser Form realisiert, gehen die Kliniken in die Knie und werden binnen kürzester Zeit zahlungsunfähig sein.“ Konkret beinhaltet der Gesetzentwurf: Es wird keinen einzigen Euro für die hohen Mehrkosten für die persönliche Schutzausrüstung der Mitarbeiter geben. Die finanziellen Hilfen zur Schaffung der von der Politik so vehement geforderten zusätzlichen Intensivplätze sind viel zu niedrig angesetzt. Und als Höhepunkt verlangt das Ministerium von den Krankenhäusern, dass in einem klein-klein mit den Krankenkassen sogar die Personalkosten für Krankenschwestern und Pfleger ausgehandelt werden sollen. Landrat Stolz: „Das ist in der aktuellen Lage eine Zumutung! Unsere Krankenhäuser ringen um jeden zusätzlichen ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter, um für die Versorgung Schwerstkranker parat zu stehen. Und während es im Gesundheitsministerium zuerst hieß, die Kliniken müssten sich um die Finanzierung weiterer Pflegekräfte keine Sorgen machen, ist das nun das Ergebnis.“ Die Krankenhäuser in Deutschland hätten das Potential, Situationen wie in Italien und Spanien zu verhindern; allerdings nur mit entsprechend politischer Unterstützung, betonte der Landrat.

Ein Eckpunktepapier der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), in dem die notwendigen Maßnahmen benannt wurden, sei in dem vorliegenden Gesetzentwurf völlig ignoriert worden, wie Bartsch berichtet. Vor den Forderungen des GKV-Spitzenverbandes, dem Spitzenverband der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherungen, sei Spahn jedoch eingeknickt. „Wer ist denn bei der Bewältigung dieser nie dagewesenen Herausforderung, wie wir sie aktuell erleben, das Rückgrat unserer Gesundheitsversorgung? Krankenhäuser, die schon geschwächt in die Situation gegangenen sind, oder Krankenkassen, die auf Milliardenbeträgen sitzen, die eigentlich für die Versorgung gedacht sind?“, formuliert Bartsch spitz. So fordert auch Landrat Stolz: „Ich bin sicher, dass unsere Bürger keinerlei Verständnis für diese Art von Politik haben. Der Rettungsschirm ist ein löchriges Cocktailschirmchen, gar eine Unverschämtheit. Wer erst unseren Krankenhausträgern, Patienten und Beschäftigten verspricht, sie in der Krise zu unterstützen und jetzt so wenig Geld wie möglich bereitstellen will, dem sagen wir öffentlich unsere Meinung. Das dürfen wir so nicht zulassen. Das sind wir vor allem unseren Mitarbeitern schuldig, die ihre ganze Kraft in die Bewältigung der Corona-Krise stecken.“

Erlensee: Ausweitung der Notfallkinderbetreuung

am 22 März 2020 11:28

Ab sofort ist es ausreichend, wenn nur ein Elternteil zum Beispiel als Einsatzkraft bei Polizei oder Feuerwehr, im Gesundheitswesen oder im Bereich der kritischen Infrastruktur arbeitet, um den Anspruch auf einen Notbetreuungsplatz zu haben.

Wer zu den relevanten Berufsgruppen zählt und weitere wichtige Informationen zum Thema Kinderbetreuung sind stets aktuell unter https://soziales.hessen.de/gesundheit/infektionsschutz/corona-hessen/umgang-mit-corona-kita-und-kindertagespflegestellen nachzulesen. Natürlich wird auch die Stadt Erlensee wird dementsprechend die Notfallkinderbetreuung ausbauen, die dann in neuer Struktur voraussichtlich ab Dienstag, 24.03.2020 vollumfänglich zur Verfügung steht.

Um besser planen zu können, wird darum gebeten, den neuen Bedarf baldmöglichst per E-Mail an die städtische Mitarbeiterin Sandra Wunder, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu melden oder sich am Montag telefonisch mit der derzeit bestehenden Not-KiTa unter der Rufnummer 06183/9151-540 in Verbindung zu setzen. Für die Berechtigung ist ein Arbeitgebernachweis erforderlich, der mit Beginn der Betreuung vorzulegen ist.

"Bitte beachten Sie, dass wir Ihr Kind nicht betreuen können, wenn es
- Krankheitssymptome aufweist
- in Kontakt zu infizierten Personen steht oder seit dem Kontakt mit infizierten Personen noch nicht 14 Tage vergangen sind
- sich in den 14 Tagen vor Inkrafttreten dieser Verordnung oder danach in einem Risikogebiet für Infektionen mit dem SARS-CoV-2—Virus aufgehalten hat und noch keine 14 Tage seit der Rückkehr vergangen sind", so die Stadt Erlensee

Kampagne #hanauhelden ab sofort online

am 22 März 2020 10:34
Kampagne #hanauhelden ab sofort online

Mit einer Kampagne in den Sozialen Medien macht die Stadt Hanau auf die zahlreichen Menschen aufmerksam, die häufig unbemerkt von der Öffentlichkeit ihre aktuell lebensnotwendige Arbeit für die Allgemeinheit tun. Unter #hanauhelden bekommen sie ab sofort auf Instagram und Facebook ein Gesicht. Der Kassierer im Supermarkt, die Kranken- und Gesundheitspflegerin auf der Intensivstation, der Taxifahrer, Stadtpolizist und viele andere mehr erzählen hier ihre Geschichte.

Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) ist begeistert: "Sie sind die, die den Laden jetzt am Laufen halten. Vieles, was wir unter normalen Umständen für völlig selbstverständlich halten, machen sie aktuell überhaupt möglich. Dafür wollen wir ihnen mit dieser Kampagne ‚Danke‘ sagen." Es könne nicht angehen, so Kaminsky weiter, dass sich Mitarbeitende in Drogeriemärkten sogar noch beschimpfen lassen müssten, weil sie nicht schnell genug das Toilettenpapier auffüllten. Oder das Pflegepersonal im Altenheim auf das Unverständnis von Angehörigen zum Besuchsverbot stoße. "Wir wollen damit auch ein klares Signal in Richtung Wertschätzung für diese ganzen Berufsgruppen schicken. Aus diesem Verständnis heraus finden wir die Entscheidung des Lebensmittelhandels, der Forderung nach einer Sonntagsöffnung nicht nachzukommen, nachvollziehbar und begrüßen sie. Die Mitarbeitenden gehen schon jetzt häufig an ihre Grenzen und brauchen Ruhepausen." Dass ein großer Teil der Bevölkerung indes wisse, was all diese Menschen in der Coronakrise zu leisten bereit sei, zeigten viele kleine Beispiele. Dazu gehöre, dass sich immer mehr Kunden nach dem Einkauf an der Kasse bedankten oder dass um 21 Uhr zahlreiche Bürgerinnen und Bürger ans Fenster oder auf den Balkon stellten und den Helden applaudierten. Eins, das ihm besonders aufgefallen sei, sei das einer Hanauer Familie, die trotz der aktuell ausgesetzten Kinderbetreuung freiwillig die Gebühren weiterzahlen wolle. "Für Familie Dotzauer ist das ein Akt der Solidarität. Sie wollten damit nach eigener Aussage auch ihre Dankbarkeit an die ausdrücken, die nun das Notprogramm stemmen. Das finden wir einfach großartig. Und genau in dieser Logik steht auch unsere Kampagne #hanauhelden." Solidarität sei etwas, das die Gesellschaft jetzt mehr denn je brauche.

Wer noch weitere Helden des Alltags kennt, kann diese gerne auf Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! benennen. Benötigt werden Name, Mobilnummer und Arbeitsort. Nur nicht vergessen, dass die potenziellen Kandidaten vorher nach ihrer Genehmigung gefragt werden.

Die Hanau Helden sind zu finden auf
www.helden.hanau.de
www.facebook.com/hanauerleben
www.instagram.com/hanau_erleben
#hanaustehtzusammen
#hanauhelden

Foto: Almir Omic, HSB-Verkehrsaufsicht Almir hat die Busse fest im Blick: Als Verkehrsaufsicht bei der HSB hält er auch in Coronazeiten alles am Rollen. Buchstäblich.

Foto-Copyright: Stadt Hanau/David Seeger

FDP: Kommunen sollen Gewerbesteuer stunden

am 22 März 2020 10:17

Die FDP Main-Kinzig fordert die Städte und Gemeinden im Kreis auf, Unternehmen in der Corona-Krise unbürokratisch zu unterstützen. „Die Kommunen sollten den Firmen vor Ort eine Stundung der Gewerbesteuern anbieten“, fordern der FDP-Kreisvorsitzende Daniel Protzmann und der FDP-Kreisbeigeordnete Dr. Ralf-Rainer Piesold für ihre Partei. Durch die Corona-Krise würden bei vielen Betrieben die Einnahmen wegbrechen, während die Kosten ungebremst weiterlaufen würden. Bis zum nächsten vierteljährlichen Gewerbesteuer-Termin am 15. Mai könnten die Städte aktiv werden.

Toter aus Flörsheim war in Österreich

am 21 März 2020 18:08

Der Main-Taunus-Kreis hat am Samstag Details zu dem mit Corona infizierten Toten in Flörsheim mitgeteilt. Wie Landrat Michael Cyriax und Kreisbeigeordnete Madlen Overdick mitteilen, war der 72 Jahre alte Mann am Freitagabend in seiner Wohnung in einem Mehrfamilienhaus gefunden worden. Mediziner und Polizei gehen von einer natürlichen Todesursache aus. Gesundheitsamt und Polizei haben eine Kontaktperson des Mannes ermittelt, die allerdings in einem anderen Kreis lebt. Im Main-Taunus-Kreis seien keine weiteren Kontaktpersonen in der für den Krankheitsverlauf entscheidenden Zeit gefunden worden. Den Angaben zufolge war der Mann bereits mit Krankheitssymptomen von einem Urlaub in einem österreichischen Risikogebiet zurückgekehrt. Nach der Rückkehr wurde er am Dienstag getestet, das Ergebnis des Labors lag am Freitag im Gesundheitsamt vor. Unverzüglich habe eine Mitarbeiterin der Behörde versucht, den Patienten zu kontaktieren – zuerst per Telefon, dann persönlich. Als er nicht aufmachte, informierte sie die Polizei, die dann von einem Schlüsseldienst die Tür öffnen ließ. Der Mann wurde tot in der Wohnung gefunden. Der mit der Leichenschau betraute Arzt stellte eine natürliche Todesursache fest, und auch die Polizei fand keine Anhaltspunkte für eine Gewalttat.

Nach Angaben von Gesundheitsdezernentin Overdick sprechen die Umstände aus medizinischer Sicht für Corona als Todesursache. Der Mann habe Vorerkrankungen gehabt und zähle zur Risikogruppe. Der Mann lebte den Angaben zufolge allein. Seine Wohnung wird desinfiziert. Nach den Kriterien des Robert-Koch-Instituts besteht keine Gefahr für Nachbarn. Sie wurden noch am Freitagabend durch das Gesundheitsamt informiert. Bei der Suche nach möglichen Kontaktpersonen des Mannes in der jüngeren Zeit arbeitete das Gesundheitsamt nach eigenen Angaben eng mit der Polizei zusammen. Es wurde lediglich eine Kontaktperson aus einem anderen Landkreis gefunden; im Main-Taunus-Kreis habe es den Ermittlungen zufolge in der relevanten Zeit keine Kontakte gegeben. Bei dem Todesfall werde verfahren wie nach positiven Corona-Tests in anderen Fällen auch: Es gehe immer darum, so schnell wie möglich eventuelle Kontaktpersonen zu ermitteln.

Fallzahlen COVID-19 in Hessen

am 21 März 2020 20:59
Fallzahlen COVID-19 in Hessen

Die Liste ist nicht ganz auf dem aktuellen Stand: Im Main-Kinzig-Kreis sind es inzwischen 71 bestätigte Fälle, außerdem hat sich die Anzahl der Todesfälle in Hessen inzwischen auf drei erhöht.

„Bleibt Ihr für uns zuhause!“

am 21 März 2020 20:53
„Bleibt Ihr für uns zuhause!“

Ein weiterer Versuch, die Aufforderung zum Abstandhalten mit Nachdruck unter die Menschen zu bringen, geht von verschiedenen Krankenhaus-Teams aus, die Fotos mit der klaren Aufforderung "Wir bleiben für Euch da – Bleibt Ihr für uns Zuhause!" in den Sozialen Medien teilen. Daran beteiligen sich auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums Hanau und des Sankt Vinzenz Krankenhauses. "Diese Challenge ist mehr als nur ein unterhaltsamer Zeitvertreib", unterstreicht Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD), dass es unbedingt notwendig ist, durch den Verzicht auf persönliche Kontakte der Verbreitungsgeschwindigkeit der Krankheit entgegenzutreten. Dass räumliche Distanz und motivierender Beistand kein Gegensatz sein müssen, davon ist der Hessische Musikverband überzeugt und hat deshalb für Sonntag (22. März) eine Aktion "Musik vom Balkon" initiiert. Musiker und alle, die sich beteiligen wollen, sollen um 18 Uhr ihr Instrument nehmen und als Zeichen der europäischen Verbundenheit zum Auftakt die Europahymne "Freude schöner Götterfunken" spielen und anschließend alles, "was leicht von Lippen und Fingern geht", so der Aufruf des Verbands. Und wer kein Instrument beherrscht, der soll einfach singen und so dazu beitragen, dass die Musik vom Balkon oder Fenster zu den Menschen kommt.

Angelaufen ist auch ein Bringdienst der Stadt Hanau, der Hanauer Bürgerinnen und Bürger die notwendigsten Waren des täglichen Lebens ins Haus liefert. "Dieses Angebot richtet sich an alle, die sonst keine Möglichkeit haben, selbst einzukaufen oder einkaufen zu lassen," stellt der OB klar, dass es sich hier nicht um ein Komfortangebot handelt, sondern um Unterstützung in einer schwierigen Lebenslage. Auf der Corona-Internetseite der Stadt ist unter www.corona-hanau.de sowohl ein Bestellformular herunterzuladen als auch eine Liste der Waren zu finden, die in den Lieferservice fallen. Daneben gibt es auch in einigen Stadtteilen bereits organisierte Nachbarschaftshilfe von Vereinen und anderen Institutionen. Auch diese Übersicht ist auf der Homepage zu finden. Da es bereits vorgekommen ist, dass Betrüger versuchen, die Not mancher Menschen auszunutzen, mahnt OB Kaminsky zur Skepsis und Vorsicht bei Hilfeangeboten von völlig Fremden: "Wenn Sie entsprechende Hinweise erhalten, prüfen Sie bitte immer sehr genau, ob der Absender vertrauenswürdig ist."

Noch unübersichtlich und wenig konkret ist derzeit die Lage der Hilfsangebote von Bund und Land für Unternehmen, Handel und Gastronomie. Deshalb arbeitet die Stadt Hanau daran, den heimischen Marktteilnehmern klare Leitplanken zu geben. Damit die Hanauer Händler und Gastronomen über Themen wie Kredite, Kurzarbeit und Überbrückungsangebote durch KFW, KCA (Kommunales Center für Arbeit) und weitere klare Aussagen bekommen, werden von Anfang kommender Woche an direkte Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Auf der Homepage corona-hanau.de finden alle Interessierten dann einen direkten Zugang. Hanau Marketing GmbH und Hanau Marketing Verein haben sich gemeinsam darauf verständigt, dass alle geplanten Handelsaktionstage für dieses Jahr ausgesetzt werden. Doch zum Krisenmanagement der Stadt Hanau gehört nicht nur, die aktuelle Hilfe zu organisieren, sondern auch, den "Tag 1 nach Corona" gemeinsam zu gestalten. Mehmet Kandemir, 1. Vorsitzender des Hanau Marketing Vereins begrüßt, dass die Stadt Hanau das Heft des Handelns in die Hand nimmt: "Wir brauchen jetzt eine Perspektive und klare Handreichungen." Kandemir: "Die Unsicherheit ist groß. Die Hanauer Wirtschaft steht zusammen, die Stadt hilft uns, für die Bürger auch nach der Krise da zu sein. Jetzt an einem Programm für die Zukunft zu arbeiten, ist der richtige Weg."

Foto: Klinikum Hanau

Appell der Selbsthilfegruppe Schnarchen und Schlafapnoe

am 21 März 2020 18:24

Bei der Schlafapnoe handelt es sich nicht um eine akut lebensbedrohliche Erkrankung. Das heißt: Wenn die Beatmungstherapie nicht durchgeführt wird, kann es zwar langfristig zu zahlreichen Folgeerkrankungen kommen. Es kommt jedoch in der Regel nicht zu akuten lebensbedrohlichen Zuständen, wenn die Schlafapnoe-Therapie für einige Tage ausgesetzt werden muss, weil z.B. ein Beatmungsgerät defekt ist oder wenn Filter verschmutzt sind. Die meisten Hersteller von Schlafapnoe-Therapiegeräten produzieren mehrheitlich die im Moment dringend benötigten lebenserhaltenden Beatmungsgeräte für die Krankenhäuser. Hier sind die meisten Ressourcen gebunden, denn diese Produktion hat absoluten Vorrang. Die Gruppenleitung möchte deshalb einen dringenden Appell der „Versorger" an die Benutzer der Schlafapnoe-Beatmungstherapie weitergeben: Bitte rufen Sie diese wirklich nur dann an, wenn Ihr Gerät oder Ihre Beatmungsmaske eindeutig defekt ist. Bestellen Sie bitte im Moment möglichst keine neuen Verbrauchsmaterialien. Niemand hat dafür Verständnis, dass einige Patienten sogar Filter und anderes Zubehör hamstern wollen.

"Die Selbsthilfegruppe Main-Kinzig hält immer einige Masken zur Ansicht bereit. Bitte rufen Sie zuerst dort an. Vielleicht können aus diesen Beständen vorübergehend Ersatzteile zur Verfügung gestellt werden. Bitte beachten Sie: Die Selbsthilfegruppe hat aufgrund der Corona-Pandemie alle Gruppentreffen und Vortragsveranstaltungen bis auf Weiteres abgesagt. Alle Mitglieder und von der Krankheit Betroffene können sich bei Fragen oder Problemen rund um die Schlafapnoe an die Gruppenleiter Holger Weigel und Klaus Kistner wenden", heißt es in einer Pressemitteilung.

Kontakt: Telefon: 06051 / 474901 oder 9716470‬, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Internet: www.selbsthilfe-schlafapnoe.com

Samstag: Sechs neue Corona-Fälle

am 21 März 2020 18:21
Samstag: Sechs neue Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises meldete am Samstag sechs neue Fälle von Coronavirus-Infektionen, darunter drei Personen aus Rodenbach sowie jeweils eine aus Bruchköbel, Ronneburg und Sinntal. Allen sechs Personen ordnete das Gesundheitsamt häusliche Isolierung an. Ab sofort müssen alle Reiserückkehrer aus einem der Corona-Risikogebiete zu Hause bleiben. Das Land Hessen hatte die Verordnung am Freitag für jene verschärft, die sich in den vergangenen 14 Tagen oder danach in einem Risikogebiet für Infektionen mit dem Coronavirus aufgehalten haben. Für sie wird nun allgemein und unverzüglich die häusliche Isolierung angeordnet.

„Es gibt nach dieser Klarstellung des Landes Hessen eine einfache Handhabe: Wer noch vor wenigen Tagen in einem Risikogebiet gewesen ist, bleibt nun für 14 Tage daheim in häuslicher Isolierung und vermeidet direkte soziale Kontakte“, erklärt Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler. Das gelte für den privaten wie auch den beruflichen Bereich. Der Arbeitgeber ist durch jeden Betroffenen eigenständig zu informieren, dass eine Präsenz am Dienstort ab sofort nicht mehr möglich ist. Wer innerhalb der Zeit seiner häuslichen Isolierung stärkere Erkältungssymptome entwickelt, ist verpflichtet, das Gesundheitsamt darüber zu informieren. Dazu ist im CoroNetz des Main-Kinzig-Kreises ein entsprechendes Kontaktformular vorbereitet. Es ist zu finden auf www.mkk.de. Die Risikogebiete definiert das Robert-Koch-Institut und aktualisiert die Liste ständig, sie steht online auf der Seite des Instituts: www.rki.de.

Ärzte bieten ihre Hilfe an

Unmittelbar nach einem Aufruf des Main-Kinzig-Kreises haben mehr als zehn Ärztinnen und Ärzte aus dem Kreisgebiet ihre Unterstützung angeboten, die derzeit nicht, nicht mehr oder nur in Teilzeit praktizieren. Die Kreisspitze hatte in dieser Woche in schneller und unbürokratischer Zusammenarbeit mit der Landesärztekammer gezielt Mediziner angeschrieben, um sie unterstützend für die Patientenversorgung zu gewinnen. Landrat Thorsten Stolz bedankte sich am Wochenende herzlich bei allen, die sich bisher zurückgemeldet haben und noch melden können. „Jedes Hilfsangebot, auch von Medizinern, die wir jetzt noch nicht angeschrieben haben, wird gerne registriert und bei Bedarf eingesetzt“, erklärte Thorsten Stolz.

Service an den Zulassungsstellen eingeschränkt

Der Main-Kinzig-Kreis erinnert daran, dass ab Montag, 23. März, der Service an den Zulassungsstellen im Kreisgebiet eingeschränkt ist. Das betrifft den Kundenkontakt, der in Linsengericht und Hanau nur nach vorheriger Terminabsprache möglich ist, zum anderen den Umfang der Serviceleistungen. Der Kreis bittet all jene, die den Besuch einer der beiden Zulassungsstellen planen, sich vorab über das Procedere und die bereitgestellten Leistungen zu informieren. Die Übersicht ist online zu finden auf www.mkk.de.

Corona-Maßnahmen: Polizei und Ordnungsämter kontrollieren

am 21 März 2020 12:54

Nicht nur Zusammenkünfte in der Öffentlichkeit sind seit einigen Tagen erheblich eingeschränkt, auch viele Geschäfte müssen wegen der Verbreitung des Coronavirus geschlossen bleiben oder sich bei den Öffnungszeiten stark anpassen. Das Land Hessen hat diese Auflagen bereits verschärft. Der Main-Kinzig-Kreis wirkt seit Tagen auf eine Klarstellung durch die Landesregierung hin, weil noch immer eine Reihe von Betrieben nicht genau weiß, ob die Verordnungen auch für sie gelten und wer das letztlich zu überwachen hat. Nun hat der Kreis den Städten und Gemeinden mitgeteilt, die Kontrolle mit ihren jeweiligen Ordnungsbehörden zu übernehmen und die Verordnung „sehr eng auszulegen“. Man müsse gemeinsam alles daran setzen, dass nur noch Geschäfte aus den Bereichen geöffnet bleiben, „die in der Verordnung explizit genannt werden“. Das müsse insbesondere schon an diesem Wochenende kontrolliert werden, und dafür brauche es eben kurzfristig Klarheit. Zu Grenzfällen könne es immer kommen, je nach Sortiment und Ausrichtung. In dem Fall sollten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kommunen vor Ort die Einzelfallentscheidungen treffen, jedoch „immer aus dem Geiste heraus, was ist für eine Grundversorgung der Bevölkerung notwendig“. „Ich habe darüber hinaus mit dem Leiter der Polizeidirektion Main-Kinzig vereinbart, dass alle sieben Polizeidienststellen im Main-Kinzig-Kreis bei der Einhaltung der Verordnung unterstützen werden“, ergänzte Landrat Thorsten Stolz.

Termine an Zulassungsstellen vorab vereinbaren

Aufgrund der aktuellen Situation führen die beiden Zulassungsstellen in Linsengericht und Hanau ab Montag, 23. März, bis auf weiteres die Vergabe von Terminen zur Durchführung von Zulassungsvorgängen ein. Termine werden nur an Bürgerinnen und Bürger mit Wohnsitz im Main-Kinzig-Kreis vergeben. Terminanfragen können direkt an die Zulassungsstelle gerichtet werden, die notwendigen Informationen und erforderlichen Kontaktdaten stehen auf der Internetseite des Main-Kinzig-Kreises. Die Zulassungsstelle in Schlüchtern ist bis auf weiteres komplett geschlossen.

CoroNetz wächst weiter

Die kreiseigene digitale Informations- und Kontaktplattform CoroNetz wächst weiter. Unter anderem sind die Bereiche der Hilfestellungen in sozialen Notlagen und Wirtschaft ausgebaut worden. Zudem befindet sich auch ein Erklärvideo für Kinder auf der Seite, das die Stadt Wien dem Main-Kinzig-Kreis auf Anfrage kurzfristig zur Verfügung gestellt hat.

Drittes Corona-Opfer lag tot in Wohnung

am 21 März 2020 01:28

Eine traurige Nachricht aus Flörsheim: Ein älterer Mann ist vermutlich an den Folgen des Corona-Virus gestorben. Er hatte Vorerkrankungen und gehörte damit zur Risikogruppe. "Er wurde am Abend tot in seiner Wohnung gefunden. Unser Mitgefühl gilt seinen Hinterbliebenen. Bei dem Mann war gerade erst eine Corona-Infektion bestätigt worden", teilte der Main-Taunus-Kreis am späten Freitagabend via Facebook mit. Somit sind in Hessen bislang drei Personen am Coronavirus gestorben.

Weitere Maßnahmen der Landesregierung

am 20 März 2020 21:56

Die Hessische Landesregierung hat heute in einer Sonder-Kabinettsitzung weitere notwendige Schritte im Kampf gegen das Corona-Virus veranlasst:

  • Ansammlungen und Zusammenkünfte an öffentlichen Orten (wie bspw. Straßen, Plätze und Parks) von mehr als fünf Personen, die nicht in einem gemeinsamen Haushalt leben, sind ab morgen untersagt. 
  • Die Obergrenze für Versammlungen und Veranstaltungen wird von bislang 100 Personen auf maximal fünf Personen reduziert.
  • Restaurants und Gaststätten werden ab Samstag, 12 Uhr, in Hessen geschlossen. Speiseabgaben und Lieferdienste bleiben unberührt.
  • Alle Personen, die in den vergangenen zwei Wochen aus einem Risikogebiet des RKI zurückgekehrt sind oder zurückkehren, müssen für 14 Tage in häusliche Quarantäne.
  • Zur Notfallkinderbetreuung: Es ist ab sofort ausreichend, wenn nur ein Elternteil bspw. als Einsatzkraft bei Polizei oder Feuerwehr bzw. im Gesundheitswesen oder im Bereich der kritischen Infrastruktur arbeitet.
  • Operationen und Behandlungen, für die keine dringende medizinische Notwendigkeit besteht, werden ausgesetzt. Entsprechende Patienten, die aufgenommen wurden, deren Behandlung aber noch nicht begonnen hat, sind zu entlassen. Neben Krankenhäusern betrifft dies ab sofort auch Praxiskliniken und Privatkrankenanstalten. Andernfalls bestünde die Gefahr, dass medizinisch dringliche Eingriffe nicht durchgeführt werden können, weil notwendige Schutzausrüstung wie beispielsweise Atemschutzmasken und medizinische Verbrauchsgüter fehlen.

Ansteckungsgefahr durch persönliche Kontakte von Personen weiter verringern

Mit den zusätzlichen Maßnahmen beabsichtigt die Hessische Landesregierung, die Ansteckungsgefahr durch persönliche Kontakte von Personen weiter zu verringern. "Individuelle Freiheit, wie wir sie genießen, gibt es nicht ohne individuelle Verantwortung. Die Maßnahmen bedeuten weitere Einschnitte für unsere Freiheitsrechte. Rücksichtnahme ist das Gebot der Stunde. Wir appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger, vernünftig zu sein, sich an die Vorgaben zu halten und persönliche Kontakte deutlich zu reduzieren", erklärten der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und Gesundheitsminister Kai Klose.

Staatsprüfungen können weiterhin stattfinden

Prüfungen, insbesondere Staatsprüfungen und Laufbahnprüfungen, können weiterhin stattfinden. Dabei müssen die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zur Hygiene beachtet werden. Ausnahmen von der Regelung sind zudem für Trauerfeierlichkeiten und Bestattungen möglich.

Schritte, die notwendig sind

"Europa, Deutschland und auch Hessen befinden sich momentan im Epizentrum der Pandemie. Alles, was wir tun, dienst dem Zweck, der weiteren Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken. Diese Schritte zu gehen, ist für uns nicht leicht. Sie sind jedoch notwendig", so der Regierungschef und der Gesundheitsminister.

#Stayathome: Wartturm in Bad Orb angestrahlt

am 20 März 2020 22:12
#Stayathome: Wartturm in Bad Orb angestrahlt

Am Freitagabend hat das Unternehmen BNP-Eventtechnik aus Bad Orb, welches auch schwer von der aktuellen Situation betroffen ist, das Wahrzeichen Bad Orbs, den Wartturm, mit aktuellen Hashtags und dem Stadtwappen illuminiert. Maximilian Weisbecker war als Fotograf dabei, um diese Aktion zu dokumentieren. Auf Social Media hat diese Aktion bereits weitreichende Resonanz erfahren. Ziel dieser abendlichen Aktion war es, den Bürgerinnen und Bürgern in dieser angespannten Zeit einen schönen Anblick zu bescheren, aber noch vielmehr, weiter über dich wichtigste Maßnahme im Moment aufzuklären: Das Daheimbleiben.

Fotograf: Maximilian Weisbecker
Videograf: Jonas Büttner
BNP-Eventtechnik: Christopher Blos

"Ernst der Lage bei einigen Mitmenschen noch nicht angekommen"

am 20 März 2020 20:28
"Ernst der Lage bei einigen Mitmenschen noch nicht angekommen"

Abstand halten ist derzeit das Gebot der Stunde, denn die vernünftige Distanz zu anderen Menschen ist der beste Schutz vor einer möglichen Infektion mit dem Corona-Virus. "Leider ist zu beobachten, dass bei einigen Mitmenschen der Ernst der Lage und die Bedeutung noch nicht angekommen sind," erklärt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky den Grund, dass Hanau die Regelungen ab Samstag mittag verschärft. So sind ab 12 Uhr nur noch Zusammenkünfte von bis zu fünf Menschen erlaubt, um die Ansteckungsgefahr so weit wie möglich zu reduzieren. "Ausgangssperren können nur das allerletzte Mittel sein, wenn alles andere ausreichend greift", so Kaminsky und betont, dass aber die Zahl der Neuinfektionen unbedingt gebremst werden muss. Ein Blick nach Italien zeige, warum es so immens wichtig sei, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. "Wenn sich alle an die Regeln halten und es uns gelingt, die sozialen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren, können wir auf Ausgangssperren verzichten," macht der Hanauer OB deutlich, dass es hier darum geht, Menschenleben zu schützen und zu retten.

Mit der neuen Verfügung soll eine generelle Ausgangssperre überflüssig gemacht werden. Deswegen müssen ab Samstagmittag auch alle Restaurants, Gaststätten, Imbissgeschäfte und Eisdielen in Hanau schließen. Bisher galt, dass sie unter strengen Hygieneauflagen noch von 6 bis 18 Uhr geöffnet bleiben durften. Nach 18 Uhr durften sie Speisen und Getränke nur noch zum Mitnehmen verkaufen. Mit der neuen Allgemeinverfügung gilt, dass die Betriebe nur noch gastronomische Lieferdienste für den täglichen Bedarf nach telefonischer oder elektronischer Bestellung erbringen dürfen. Schließen müssen in Hanau mit der neuen Regelung auch alle Nagel- und Tattoostudios, Kosmetikstudios, Sonnenstudios sowie Friseurgeschäfte. "Jeder Tag zählt, weil die Zahl der Infektionen exponentiell zunimmt ", macht der Hanauer OB deutlich, dass ein einfacher Blick auf die ansteigende Kurve der Infektionen zeigt, wie essentiell wichtig es ist, dass alle Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung schnell greifen und umfassend wirken. Am Freitagvormittag hatten deswegen der Städtetag und der Landkreistag um Unterstützung vonseiten der Landesregierung gebeten. "Eine Verschärfung der Regelungen und damit weitere Einschränkungen in der individuellen Bewegungsfreiheit sind unumgänglich", weiß sich der Hanauer OB einig mit den anderen Mitgliedern des Hessischen Städtetags.

Diese hatten sich in einer Telefonkonferenz darauf geeinigt, die rechtliche Verschärfungen noch heute in ihren Städten auf den Weg zu bringen. "Wir stehen vor einer Herausforderung, die der Staat nicht allein bewältigen kann. Eine Krise dieser Dimension können nur alle Menschen gemeinsam überwinden", nimmt OB Kaminsky jeden einzelnen in die Pflicht, durch sein verantwortungsbewusstes Verhalten einen Beitrag zu leisten und die sozialen Kontakte auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. "Aber es ist leider so, dass wir offenbar ohne Verbote nicht erreichen, dass das Vernünftige getan wird." Mittags kündigte die Landesregierung dann an, strengere Maßnahmen auch landesseitig auf den Weg zu bringen. In einer Telefonkonferenz zwischen dem Ministerpräsidenten sowie den Landräten und Oberbürgermeistern wurde dies präzisiert. Einhellig wurde in Hanau die Entscheidung getroffen, Regelungslücken der Landesverordnung direkt vor Ort zu schließen und beispielsweise auch Nagel-, Tattoo- und Kosmetikstudios nicht länger geöffnet zu lassen.

Weiterhin dürfen in Hanau Geschäfte zur Allgemeinversorgung öffnen. Dazu zählen Supermärkte, Bäckereien, Drogerien, Apotheken, Sanitätshäuser, Tankstellen, Poststellen, Waschsalons, Reinigungen, Zeitungsverkauf, Baumärkte, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte sowie der Großhandel, Kioske und der Wochenmarkt (ohne Tische und Bänke). Alle Aufenthaltsbereiche in den Geschäften müssen aber geschlossen bleiben. Weiterhin gelten für alle noch öffnenden Geschäfte strenge Auflagen zur Steuerung des Zutritts, zur Vermeidung von Warteschlangen und für Hygienemaßnahmen gemäß einer von der Stadt Hanau zu erlassenen Hygieneverordnung, die sich an den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes orientiert."

72. Messe Wächtersbach abgesagt

am 20 März 2020 19:39

Die 72. Messe Wächtersbach, die vom 16. bis 24. Mai stattfinden sollte, ist abgesagt. "Die Messe Wächtersbach hat zwischenzeitlich die behördliche Verfügung erhalten, wonach unsere diesjährige traditionelle Veranstaltung auf Grund der weltweiten Pandemie nicht durchgeführt werden darf", heißt es in einer Pressemitteilung. Das für dieses Jahr geplante Programm soll nun im kommenden Jahr durchgeführt werden. Geplant ist die Messe da vom 8. bis 16. Mai. Bereits erworbene Tickets für die Abendveranstaltungen am 20. und 22. Mai 2020 werden erstattet und können beim Veranstalter Messe Wächtersbach zurückgegeben werden.

Freitag: Neun neue Corona-Fälle im Main-Kinzig-Kreis

am 20 März 2020 19:16
Freitag: Neun neue Corona-Fälle im Main-Kinzig-Kreis

Das Gesundheitsamt meldete am Freitag neun neue Fälle von Coronavirus-Erkrankungen im Main-Kinzig-Kreis. Für alle neun Personen aus Bad Soden-Salmünster, Biebergemünd, Gelnhausen, Jossgrund, Linsengericht, Nidderau, Sinntal, Steinau und Wächtersbach ordnete das Gesundheitsamt eine häusliche Isolierung an. Damit liegt die Zahl der aktuellen Coronavirus-Erkrankungen im Main-Kinzig-Kreis bei 64, eine Frau aus Hanau hat die Krankheit bereits überstanden. Zwei Menschen aus dem Kreisgebiet werden derzeit stationär behandelt, eine dritte Person aus dem Altkreis Hanau wurde am Freitag aus dem Krankenhaus bereits wieder entlassen.

Gründau: Appell von Bürgermeister Helfrich

am 20 März 2020 16:03
Gründau: Appell von Bürgermeister Helfrich

Der Gründauer Bürgermeister Gerald Helfrich (Parteilos) wendet sich mit einem eindringlichen Appell an die Bevölkerung. Nachfolgend seine Stellungnahme im Wortlaut.

"Liebe Bürgerinnen und Bürger, liebe Gründauer, das Coronavirus hat uns alle erreicht. Lange war es nicht greifbar – in weiter Ferne, aber dem ist nicht mehr so. Das Virus ist unter uns und auch in Gründau ist die Lage akut. Wir haben eine ernstzunehmende Bedrohung für die Gesundheit in unserer Gemeinde, die es so noch nie gegeben hat.

Es sind bereits unpopuläre Entscheidungen getroffen worden, viele Wirtschaftszweige sind in Mitleidenschaft gezogen. Der Alltag von uns allen hat sich verändert. Dies sind harte Einschränkungen, die uns in erster Linie allen helfen sollen. Wir müssen alle gemeinsam jetzt diese Vorschriften einhalten, damit wir die Ausbreitung des Virus wieder unter Kontrolle bekommen. Ich appelliere an jeden einzelnen, keine Panik zu verbreiten. Hamsterkäufe sind vollkommen unnötig und schaffen unnötige Engpässe. Informieren Sie sich bitte richtig: besonders in sozialen Netzwerken sind viele Falschinformationen unterwegs. Achten Sie bitte auf Hygiene und vermeiden Sie soziale Kontakte. Auch Essenseinladungen oder Spielenachmittage sind im Moment nicht sinnvoll. Leisten Sie Ihren Beitrag und bleiben Sie zu Hause, soweit das möglich ist.

Die Gemeindeverwaltung hat ein extra Bürgertelefon geschaltet, dass Ihnen bei allgemeinen Fragen hilft. Wenn Sie nicht einkaufen können, weil Sie häuslich isoliert, krank sind oder zur Risikogruppe gehören gibt es einen Einkaufservice, der eine Kooperation des Kleinen Antons und der ev. Kirchengemeinde Auf dem Berg ist. Über die Homepage der Gemeinde Gründau gibt es extra Tipps für Kinder und Jugendliche. All das sind Schritte, um Sie zu unterstützen.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich bitte Sie: Halten Sie sich an die Vorgaben. Das Virus ist generationenübergreifend und besonders für Ältere und Vorerkrankte gefährlich. Wir in der Gemeindeverwaltung, ich als Bürgermeister, geben unser Bestes zusammen mit so viel anderen helfenden Händen, um die Ausbreitung einzugrenzen. Konsequentes Handeln, Abstand halten und zu Hause bleiben hilft. Helfen Sie uns allen."

Spessarthelden-Lauf im Mai abgesagt

am 20 März 2020 15:14

Der vom Tuğçe Albayrak e.V. und der Stadt Bad Soden-Salmünster für den 17. Mai 2020 geplante Lauf der Spessarthelden findet nicht statt. "Aktuell arbeiten wir daran, den Lauf in der zweiten Jahreshälfte nachholen zu können und geben aktuelle Entwicklungen über unsere Homepage www.spessarthelden.com und die sozialen Netzwerke bekannt. Zuversichtlich haben wir bereits für das nächste Jahr einen Termin bestimmt: Am Sonntag, den 30. Mai 2021, möchten wir die Spessarthelden wieder gegen Gewalt im Bad Sodener Kurpark versammeln", so die Organisatoren.

VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG ergreift notwendige Maßnahmen

am 20 März 2020 15:04

Das Corona-Virus bestimmt aktuell den Alltag aller Menschen in der Region. Die oberste Priorität hat die Gesundheit eines jeden Einzelnen. Daher hat sich die VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG zum Schutz ihrer Mitglieder und Kunden sowie ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu entschlossen, den persönlichen Service und die persönliche Erreichbarkeit vor Ort ab Montag, den 23.03.2020 bis auf Weiteres auf die nachfolgenden 14 Geschäftsstellen zu konzentrieren.

  • • Altenstadt
  • • Bad Soden
  • • Biebergemünd-Kassel
  • • Büdingen
  • • Erlensee-Langendiebach
  • • Flörsbachtal-Lohrhaupten
  • • Freigericht-Somborn
  • • Gedern
  • • Langenselbold
  • • Linsengericht-Altenhaßlau
  • • Nidda
  • • Nidderau-Ostheim
  • • Schotten
  • • Wächtersbach

Die Auswahl der genannten Standorte erfolgte vor dem Hintergrund einer weiterhin guten räumlichen Erreichbarkeit für alle Mitglieder und Kunden der VR Bank im gesamten Geschäftsgebiet. Kundenberaterinnen und Kundenberater auf den vorübergehend geschlossenen Geschäftsstellen sind selbstverständlich telefonisch sowie auf elektronischem Wege erreichbar. Die Geldautomaten, Selbstbedienungs-Terminals und Kontoauszugsdrucker bleiben an allen Standorten uneingeschränkt in Betrieb. Briefkästen werden regelmäßig geleert.

Zusätzlich stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KundenServiceCenters der Bank unter der Rufnummer 06042/888-188 telefonisch sowie per Chat oder WhatsApp als kompetente Ansprechpartner rund um zur Verfügung. Die VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG kommt hiermit ihrer Verantwortung zur Sicherstellung der wichtigen flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung mit Bankdienstleistungen nach.

Weitere Infos unter www.vrbank-mkb.de/coronavirus

Sozialdienst bietet telefonische Beratung an

am 20 März 2020 14:44

Die Schwangerschafts- und Familienberatungsstelle des Sozialdienstes katholischer Frauen in Bad Soden-Salmünster bleibt für den Publikumsverkehr vorerst geschlossen. Beratungsgespräche sind weiterhin möglich: telefonisch über 06056 5402 oder per E-Mail über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Alle Veranstaltungen (Frauenfrühstück 60 plus, Wort-Spiel, Frühstück Baby plus) finden bis auf weiteres nicht statt. Das Second-Hand-Stübchen bleibt ebenfalls geschlossen. Kleider- und Sachspenden werden derzeit nicht angenommen.

Kurzarbeitergeld: 10 Fragen und Antworten

am 20 März 2020 14:13

Die Agentur für Arbeit informiert über das Kurzarbeitergeld. Beratung und weitergehende Informationen für Arbeitgeber gib es unter der Rufnummer 06181 672-711. Diese Rufnummer ist nicht gebührenfrei und steht ausschließlich Kundinnen und Kunden des Main-Kinzig-Kreis zur Verfügung. Zudem steht weiterhin die Hotline 0800 4 5555 20 (gebührenfrei – 8 bis 18 Uhr) zur Verfügung. Arbeitgeber sollten bei allen Anrufen unbedingt ihre Betriebsnummer bereithalten. Aufgrund des hohen Anrufaufkommens muss weiterhin mit Wartezeiten gerechnet werden.

Was bedeutet Kurzarbeit?
Kurzarbeit bedeutet, dass für einen Teil oder alle Beschäftigten eines Betriebs vorübergehend nicht mehr genug Arbeit da ist und sie ihre Arbeit vorübergehend verringern oder ganz einstellen müssen. Um eine Kündigung zu vermeiden, kann dann Kurzarbeitergeld beantragt werden. Das Geld entspricht ungefähr dem Arbeitslosengeld – wird aber vom Betrieb gezahlt, der das von der Arbeitsagentur erstattet bekommt. Damit wird die schlechte Auftragslage überbrückt.

Wem hilft Kurzarbeitergeld (KUG)?
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer behalten ihre Jobs und Arbeitgeber werden von Lohnkosten entlastet. Unternehmen behalten auch in der Flaute ihr eingearbeitetes Personal.

Gibt es Bedingungen für Kurzarbeitergeld?
Kurzarbeit können Unternehmen beantragen, die aufgrund unverschuldeter wirtschaftlicher Ursachen wie Lieferengpässe bei benötigten Produktionsteilen oder anderer nicht beeinflussbarer (unabwendbarer) Ereignisse wie Hochwasser oder das Coronavirus
• kurzfristig in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten,
• ihre Beschäftigten dadurch nicht mehr voll auslasten können,
• und bei denen mindestens 10 Prozent der im Betrieb Beschäftigten mindestens zehn Prozent ihres Lohns einbüßen.

Was ändert sich durch das Eilgesetz der Bundesregierung?
Mit den neuen Vorschriften können noch mehr Betriebe Kurzarbeit nutzen. Bisher musste mindestens ein Drittel der im Betrieb Beschäftigten von einem Arbeits- und Lohnausfall betroffen sein, künftig reichen zehn Prozent. Hinzu kommt, dass die Bundesagentur für Arbeit nun auch die Sozialversicherungsbeiträge voll erstattet. Denn auch in Kurzarbeit sind Beschäftigte weiter in den Sozialversicherungen gemeldet. Bisher mussten die Arbeitgeber diese Beiträge in voller Höhe selbst übernehmen. Neu ist ebenfalls, dass künftig auch Leiharbeitnehmer/innen Kurzarbeitergeld erhalten können.

Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld sind „wirtschaftliche Ursachen“ und die sogenannten „unabwendbaren Ereignisse“. Was heißt das?
Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass Unternehmen wirklich nur im Notfall Kurzarbeitergeld beanspruchen können und nicht etwa bei normalen Betriebsrisiken. Wirtschaftliche Ursachen meint die Einflüsse, die nicht in der Verantwortung des Betriebes liegen.  Beim Coronavirus kann von wirtschaftlichen Ursachen gesprochen werden, wenn beispielsweise Teile ausbleiben, nicht ersetzt werden können und Bänder stillstehen. Dann gibt es noch die sogenannten „unabwendbaren Ereignisse“. Darunter fällt beispielsweise Hochwasser. Dazu zählen auch Anordnungen der Gesundheitsämter.

Wie beantragt man Kurzarbeitergeld?
Unternehmen nehmen Kontakt mit der Agentur für Arbeit auf und schildern ihren Fall. Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, folgt die schriftliche Anzeige bei der Agentur. Sowohl die Mitteilung von Kurzarbeit als auch die eigentliche Antragsstellung können online erfolgen, wenn der Arbeitgeber bei der Arbeitsagentur registriert ist: www.arbeitsagentur.de/kurzarbeit

Welche Unterlagen müssen Betriebe für den Antrag einreichen?
Zur Prüfung der Voraussetzungen für Kurzarbeit muss der Betrieb der Arbeitsagentur mehrere Unterlagen vorlegen. Dazu gehören zum Beispiel auch die Vereinbarung über die Einführung von Kurzarbeit mit dem Betriebsrat oder den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Arbeitgeber sollten auch die möglichen Änderungskündigungen einreichen.

Wie lange wird Kurzarbeitergeld gezahlt?
Die mögliche Bezugsdauer beträgt zwölf Monate, aber das ist vom Einzelfall abhängig.

Wie hoch ist Kurzarbeitergeld?
Das Kurzarbeitergeld beträgt 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns. Wenn Arbeitnehmer/innen mindestens 0,5 Kinder auf der Lohnsteuersteuer eingetragen haben, beträgt der Satz 67 Prozent.

Reicht das Geld der Bundesagentur für Arbeit für eine schwere Konjunkturkrise aus?
Die Bundesagentur für Arbeit ist auf eine mögliche schwere Krise vorbereitet. Sie kann bei Bedarf auf Konjunkturreserven zurückgreifen. Diese liegen derzeit bei 26 Milliarden Euro.

Voraussetzungen:

Verfahren:

Brüder Grimm Festspiele, Märchenfest und Lamboyfest 2020 abgesagt

am 20 März 2020 14:03
Brüder Grimm Festspiele, Märchenfest und Lamboyfest 2020 abgesagt

Die Brüder Grimm Festspiele 2020 finden angesichts der Corona-Krise nicht statt. Das hat Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky am Freitag in Absprache mit Festspiel-Intendant Frank-Lorenz Engel entschieden. "Mir blutet bei dieser Entscheidung das Herz. Aber es gibt leider keine Hinweise, dass eine professionelle Vorbereitung in absehbarer Zeit möglich ist. Diese ist aber für die hohe künstlerische Qualität, die unsere Festspiele auszeichnen, unabdingbar", begründet der Oberbürgermeister. Die Festspiele waren eigentlich für den Zeitraum 15. Mai bis 27. Juli geplant. "Wir hätten übernächste Woche mit den Proben beginnen wollen – das ist aufgrund der aktuellen Lage schlichtweg nicht machbar", ergänzt Intendant Engel. "Dass inzwischen sogar der Hessentag Mitte Juni abgesagt worden ist, zeigt nachdrücklich, wie schwer es derzeit ist, Veranstaltungen in der Zukunft zu planen", führt Kaminsky weiter aus. Da nicht absehbar sei, wie lange das öffentliche Leben lahmgelegt ist und wie lange Verbote und Anordnungen gelten werden, gleiche jede Prognose einem Blick in die Glaskugel. "Deshalb prüfen wir derzeit sehr genau, wo wir Steuergeld für Planungen von Veranstaltungen ausgeben, deren Realisierung ungewiss ist", so der OB. Kaminsky hat deshalb am Freitag auch entschieden, dass das Hanauer Märchenfest (geplant für 9. und 10. Mai) und das Lamboyfest (geplant für 12. bis 14. Juni) in diesem Jahr ausfallen müssen. "Damit ist keine Aussage getroffen, dass wir im Mai oder Juni noch in dieser Lage sein werden, aber es wäre verantwortungslos, wenn wir die Entscheidungen, die für die Durchführungen dieser Veranstaltungen jetzt zu fällen sind und die unmittelbar weitere Kosten ausgelöst hätten, treffen würden", begründet Kaminsky.

Oberbürgermeister und Intendant sagen aber zu, dass sie das Ensemble der Festspiele nicht im Regen stehen lassen werden: "Wir haben versprochen, dass wir in dieser Krise niemanden alleine lassen – wir werden kulante Lösungen für das Team finden." Engel will darüber hinaus prüfen, ob die für dieses Jahr geplanten Stücke ("Das Tapfere Schneiderlein", "Der Rattenfänger von Hameln", "Schneeweißchen und Rosenrot", "Der zerbrochne Krug" und "Das kunstseidene Mädchen") in die Saison 2021 verschoben werden können. Abgesagt wurden auch die Gastspiele der Festspiele in Bonn und in München. Für die Brüder Grimm Festspiele 2020 wurden bislang im Vorverkauf rund 33.000 Karten verkauft. Ein nicht unerheblicher Teil davon wäre ohnehin weggefallen, nachdem das Hessische Kultusministerium entschieden hat, dass die Schulen nach ihrer Wiederöffnung bis zum Schuljahresende keine Ausflüge mehr unternehmen dürfen. "Wie mit den bereits gekauften Karten umgegangen wird, werden wir in den nächsten Tagen klären", bitten Kaminsky und Engel um etwas Geduld.

Sechs Infizierte in der Stadt Offenbach

am 20 März 2020 13:19

Die Zahl der positiv auf Covid-19 getesteten Menschen in der Stadt Offenbach ist heute um eine Person gestiegen. Die Person war zuvor in Ischgl und hat sich dort infiziert. Damit sind in Offenbach insgesamt sechs Menschen betroffen. Alle befinden sich in häuslicher Quarantäne und es geht ihnen gut.

Hessentag in Bad Vilbel abgesagt

am 20 März 2020 13:17

Die Stadt Bad Vilbel und das Land Hessen haben sich gemeinsam darauf verständigt, den für Juni geplanten Hessentag 2020 abzusagen. „Sehr gerne hätten wir 2020 das größte und älteste Landesfest in Deutschland, den Hessentag, in Bad Vilbel gefeiert. Die Stadt Bad Vilbel als Veranstalter und das Land Hessen sind sich der besonderen Verantwortung für einen gelingenden und sicheren Hessentag bewusst. Angesichts der weltweit und in Deutschland sehr dynamischen und ernstzunehmenden Situation aufgrund des Corona-Virus ist eine planvolle Umsetzung in der letzten Phase nicht zu gewährleisten. Gestützt durch neue Risikoanalysen und -bewertungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Robert Koch-Instituts halten wir es für richtig und wichtig, den Schutz von Risikogruppen in den Vordergrund zu stellen und für die Freihaltung von Kapazitäten im medizinischen Bereich und bei den Hilfsorganisationen zu sorgen. Dies gilt auch für einen Zeitraum Anfang Juni, für den heute noch keine abschließende Einschätzung abgegeben werden kann. Daher hat sich die Stadt Bad Vilbel in enger Abstimmung mit dem Land Hessen entschieden, den Hessentag in diesem Jahr abzusagen“, so Bad Vilbels Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr und der Chef der Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer.

Bürgertelefone in allen Kommunen geschaltet

am 20 März 2020 13:15
Bürgertelefone in allen Kommunen geschaltet

Auf Initiative des Main-Kinzig-Kreises hin gehen zum Wochenende beziehungsweise zum Wochenbeginn in allen 29 Städten und Gemeinden zwischen Maintal und Sinntal Bürgertelefone an den Start, um insbesondere eine Erreichbarkeit vor Ort zu gewährleisten und konkrete Hilfestellungen rund um die Fragen der örtlichen Versorgung zu leisten. „Ich danke allen Kommunen, dass sie bei dieser Initiative mitmachen und entsprechende Informations- und Hilfsangebote für ihre Bürgerinnen und Bürger bereitstellen. Wir ziehen hier gemeinsam an einem Strang, das ist ein wichtiges Signal“, sagte Landrat Thorsten Stolz (SPD), der in den örtlichen Bürgertelefonen „einen aktiven Beitrag zur Nachbarschaftshilfe in den nächsten Wochen“ sieht. Die Bürgertelefone in den Städten und Gemeinden seien ein „wichtiger ergänzender Baustein“ zum bereits seit gut drei Wochen durch den Kreis eingerichteten und betriebenen Bürgertelefon sowie dem digitalen CoroNetz, das seit dieser Woche auf der Homepage des Landkreises zu finden ist. „Eine ganze Reihe von individuellen lokalen Anliegen können nur lokal geregelt werden, und dafür braucht es gut erreichbare Ansprechpartner vor Ort“, begründete Landrat Stolz die Initiative. Das könne Unterstützungs- und Hilfsangebote bei Fragen der Versorgung betreffen, genauso Fragen zur Notbetreuung in den Kindertagesstätten oder Sprechzeiten von Ärzten.

Medizinische Fragen beantwortet unverändert das Gesundheitsamt, das für die Bürgerschaft über das Bürgertelefon des Kreises unter 06051-8510000 erreichbar ist: montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr sowie am Wochenende jeweils von 9 bis 15 Uhr. Medizinische und viele weitere Fragen etwa aus den Bereichen Wirtschaft oder alltäglichem Umgang mit Covid-19 werden über CoroNetz im Internet beantwortet beziehungsweise zielgenau an die zuständigen Sachbereiche in der Kreisverwaltung weitergeleitet. CoroNetz ist auf der Kreisseite www.mkk.de zu finden. Der Kreisausschuss richtet erneut einen Appell an die Bürgerschaft im Main-Kinzig-Kreis. „Bleiben Sie ruhig und besonnen, aber nehmen Sie die Situation und die dynamische Entwicklung rund um das Coronavirus sehr ernst. Beachten Sie die strengen geltenden Verordnungen. Achten Sie aufeinander und helfen anderen, die Hilfe benötigen, beispielsweise beim Einkauf von Lebensmitteln oder Besorgungen aus der Apotheke“, erklären Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann. Die Bürgertelefone vor Ort könnten diese Bedarfe und Angebote vor Ort koordinieren helfen.

Ausgangsbeschränkung für Bayern verhängt

am 20 März 2020 12:44

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat so eben eine Ausgangsbeschränkung für Bayern verkündet. Die Maßnahme gilt zunächst für zwei Wochen. Lebensmittelgeschäfte bleiben geöffnet, auch Banken und Ärzte dürften weiterhin aufgesucht werden. Baumärkte werden aber beispielsweise geschlossen, ebenso bleiben alle Gaststätte zu. Lieferdienste dürfen ihren Betrieb aufrechterhalten. Sport und Spazierengehen bleibt erlaubt, "aber entweder alleine oder mit der Familie". Die Arbeitsstätte darf ebenfalls weiterhin aufgesucht werden. Wer gegen die Ausgangsbeschränkung verstößt, muss laut Söder mit hohen Bußgeldern rechnen: "Bleiben Sie Zuhause lautet das Motto." Ob Hessen mit einer Ausgangsbeschränkung oder mehr folgen wird, ist bislang noch nicht bekannt. Allerdings haben auch hier einige Arbeitgeber ihre Mitarbeiter bereits mit Unterlagen ausgestattet, die sie im Falle einer Ausgangsbeschränkung berechtigen, ihre Arbeitsstätte aufzusuchen.

Hasselroth: Liste mit freiwilligen Helfern

am 20 März 2020 12:27

Die Gemeindeverwaltung in Hasselroth bietet den Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde Hilfe an. Bürgermeister Matthias Pfeifer (Soziale Wählergemeinschaft) und Beatrice Astrid Hechler haben eine Liste mit freiwilligen Helfern im Rathaus, die folgende Leistungen erbringen würden: Einkaufen, Botengänge, Besorgungen in Apotheken oder mit Hunden Gassi gehen. "Die helfenden Personen sind bei uns persönlich bekannt, weshalb wir Ihnen diese mit gutem Gewissen „vermitteln“ können", so Pfeifer. Wer die freiwilligen Leistungen in Anspruch nehmen will, wendet zwischen 08:00 und 12:00 Uhr an das Rathaus: B. Astrid Hechler, 06055-8806-33, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tania Namo, 06055-8806-36, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Feuerwehr Geislitz: Absage von Veranstaltungen

am 20 März 2020 12:22

Die Freiwillige Feuerwehr Geislitz sagt ihre traditionelle Seniorenfeier am Gründonnerstag sowie die Grillfeier am 1. Mai ab. Das für den 9. Mai geplante Jubiläumsfest anlässlich des 45-jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr Geislitz wird verschoben. Bezüglich des Vier-Tages-Ausflugs über Fronleichnam sowie des Tagesausflugs am 5. September ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen.

Erlensee: „Saubere Landschaft“ abgesagt

am 20 März 2020 12:20

Die Müll-Sammelaktion „Saubere Landschaft“ in Erlensee, die für Samstag, 25. April 2020 geplant war, wurde abgesagt.

Bad Orb: Bürgertelefon

am 20 März 2020 12:18

Aufgrund der zahlreichen Fragen und Rückmeldungen bei der Stadtverwaltung in den vergangenen Tagen möchte Bürgermeister Roland Weiß mit einem Bürgertelefon eine verlässliche Erreichbarkeit der Stadt Bad Orb als Anlaufstelle, auch außerhalb der regulären Sprechzeiten, anbieten. Ab sofort ist das Bürgertelefon montags bis freitags in der Zeit von 9 – 18 Uhr sowie auch samstags und sonntags in der Zeit von 9 – 15 Uhr besetzt und unter der Rufnummer 06052 86-182 zu erreichen. Darüber hinaus ist weiterhin die Erreichbarkeit der Telefonzentrale (Rufnummer 06052 86-0) und die Erreichbarkeit aller Fachämter telefonisch von Montag bis Freitag jeweils von 8:30 Uhr bis 12:00 Uhr sowie Donnerstagnachmittag von 14:00 Uhr bis 17:30 Uhr und per E-Mail gewährleistet. Eine Übersicht aller Ansprechpartner mit den Telefonnummern und E-Mail-Adressen ist auf der Homepage der Stadt unter www.stadt-Bad-Orb.de unter "Ansprechpartner" zu finden.

Gottesdienste als YouTube-Stream

am 20 März 2020 12:10

Die evangelische Kirchengemeinde Bruchköbel wird ihre Gottesdienste als YouTube-Stream aus der Jakobuskirche übertragen. Die Übertragung ist am Sonntag ab 10 Uhr unter www.jakobuskirche-bruchkoebel.de zu sehen und nachträglich auch noch abrufbar.

Nidderau: Unterstützung für Gewerbetreibende

am 20 März 2020 11:35

Die Bundesregierung tritt entschlossen und mit aller Kraft den wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona-Virus entgegen. Sie hat sich auf ein weitreichendes Maßnahmenbündel verständigt, das Arbeitsplätze schützen und Unternehmen unterstützen wird. Das Maßnahmenpaket zur Abfederung der Auswirkungen des Corona-Virus beinhaltet unter Ziffer 2 eine steuerliche Liquiditätshilfe für Unternehmen. Diese besagt unter anderem, dass die Stundung von Steuerzahlungen, die Senkung von Vorauszahlungen und im Bereich der Vollstreckung Erleichterungen für die Unternehmen ermöglicht werden können. Diesem Leitsatz will die Stadt Nidderau nach Angaben von Bürgermeister Gerhard Schultheiß und Erstem Stadtrat Rainer Vogel zügig nachkommen und für die anstehende Stadtverordnetenversammlung eine Vorlage einbringen, die folgende Eckpunkte enthält:

1. Die Gewährung von Aussetzungen, Stundungen oder Ratenzahlungen, werden erleichtert. Die Stadt Nidderau kann Steuern stunden, wenn die Einziehung eine erhebliche Härte darstellen würde. Der Magistrat der Stadt Nidderau wird angewiesen, bei der Prüfung der Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Schuldners keine strengen Anforderungen zu stellen. Ein schriftlicher Antrag, mit Darlegung der Betroffenheit vom Coronavirus und das Ausmaß der wirtschaftlichen Schwierigkeiten in diesem Zusammenhang, reicht aus. Mit dieser Maßnahme wird die Liquidität der Steuerpflichtigen unterstützt, indem der Zeitpunkt der Steuerzahlung hinausgeschoben wird.

2. Bei Steuerpflichtigen, die aufgrund der Corona-Krise einen Antrag auf Aussetzung, Stundung oder Ratenzahlung stellen wird keine Verzinsung gemäß Abgabenordnung vorgenommen.

3. Vorauszahlungen können angepasst werden. Sobald der Steuerpflichtige auf Antrag glaubhaft darlegt, dass die Einkünfte im laufenden Jahr voraussichtlich geringer sein werden, werden die Steuervorauszahlungen unkompliziert und schnell herabgesetzt. Die Liquiditätssituation wird dadurch verbessert.

4. Auf Vollstreckungsmaßnahmen (z.B. Kontopfändungen) beziehungsweise auf das Erheben von Säumniszuschlägen wird bis zum 31. Dezember 2020 verzichtet, solange der Schuldner einer fälligen Steuerzahlung unmittelbar von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen ist.

Kirche von zu Hause: Glauben und Gemeinde leben

am 20 März 2020 11:32

Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck präsentiert auf ihrer Internetseite www.ekkw.de verschiedene digitale Gebets- und Glaubensangebote.

Wöchentlicher Video-Gottesdienst
Jeden Sonntag und zu den kommenden Festtagen werden Gläubige ab 9.00 Uhr einen Video-Gottesdienst sehen können. Dieser Video-Gottesdienst wird über alle Onlinekanale der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck – Internetseite www.ekkw.de; Youtube und Facebook – abrufbar sein. Am kommenden Sonntag, 22. März, wird Pfarrerin Andrea Wöllenstein den Gottesdienst halten.

Tägliche Formate: Podcasts, Twaudes, Twomplets
Für die täglichen geistlichen Impulse kommen andere digitale Formate zum Einsatz: Unter dem Motto „Wort zum Tag“ werden Podcasts auf ekkw.de eingestellt. Auf Twitter finden täglich zwei Andachten statt. Morgens um 7:00 Uhr gibt es eine "Twaudes" (Wortschöpfung aus Twitter und Laudes) und abends um 21:00 Uhr ein "Twomplet" (Wortschöpfung aus Twitter und Complet).

Interaktionsmöglichkeit auf ekkw.de: Virtuelle Gebetswand
Besuchern und Besucherinnen der landeskirchlichen Internetseite eröffnet die „virtuelle Gebetswand“ die Möglichkeit, Gebete mit anderen zu teilen.

Impulse und Anregungen für Kirche von zu Hause
Als besonderes liturgisches Angebot werden auf ekkw.de Materialien, Tipps, Links und Hilfestellungen bereitgestellt, mit denen Gottesdienst und Glaube allein oder gemeinsam auch in Zeiten von Corona gelebt werden können. Über die landeskirchliche Internetseite ist auch das Onlineportal der Kasseler Lektorenpredigt erreichbar. Dort werden Haus- und Lesegottesdienste für den jeweils kommenden Sonntag für alle Interessierten kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Weitere Hinweise zu Angeboten
Viele Kirchengemeinden in der Landeskirche bieten eigene digitale Gottesdienste und geistliche Impulse auf ihren Internetseiten an. Hinweise darauf werden auf ekkw.de gesammelt. Zudem gibt es dort einen Überblick zu überregionalen Angeboten wie etwa einen Bibelleseplan der Deutschen Bibelgesellschaft für die tägliche Bibellese.

Reduzierter Fahrplan im RMV-Gebiet

am 20 März 2020 11:30

Um auch in Zeiten des Coronavirus einen zuverlässigen Betrieb auf Basis eines stabilen Grundangebotes sicherzustellen, haben der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und seine Partnerunternehmen im regionalen Schienen- und Busverkehr Fahrpläne mit eingeschränktem Fahrtenangebot abgestimmt. Auf einigen Linien, wie der RE9, RE59 oder RB75 wurden die Fahrpläne bereits am Donnerstag angepasst. Die S-Bahnen fahren seit dem Freitag, 20. März, im regulären 30-Minuten-Grundtakt, d.h. ohne Verstärkerfahrten auf den Linien S1, S2, S5, S6 und S8. Weitere Fahrplananpassungen wird es ab Montag, 23. März, auf vielen anderen Linien im regionalen Schienenverkehr geben:
⦁ Im Regionalverkehr fahren viele Linien ab diesem Zeitpunkt auch montags bis freitags überwiegend nach dem Samstagsfahrplan.
⦁ Die Anbindung aller Haltepunkte hat Vorrang vor schnellen Verbindungen. So entfallen die Linien RE3, RE4/14, RE9 und RE20, da parallel S- oder Regionalbahnen mit häufigeren Halten angeboten werden.
Die im RMV verkehrenden Express- und Regionalbuslinien fahren bereits überwiegend nach dem Ferienfahrplan. Gleiches gilt für weite Teile des lokalen Busverkehrs, der von den lokalen Nahverkehrsorganisationen vor Ort organisiert wird. Da Bars und Clubs geschlossen sind, wird das Nachtverkehrsangebot zum Wochenende aufgrund der geringen Nachfrage ab der Nacht von Freitag, 20. März, auf Samstag, 21. März, eingeschränkt:
⦁ Im S-Bahn-Netz entfallen in den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag zwischen 1:30 Uhr und 3:30 Uhr Verbindungen im Nachtverkehr. Die S8 verkehrt nachts weiterhin stündlich zwischen Wiesbaden und Hanau.
⦁ Im regionalen Busverkehr werden die Nachtbusse eingestellt. Zudem wird auf mehreren Linien der Abendverkehr angepasst.  
Die Fahrplaneinschränkungen sind zeitlich befristet und gelten nach aktueller Planung bis zum 19. April.

Sinntal: „...dich schickt der Himmel!“

am 20 März 2020 11:24

Die Gemeinde Sinntal unterstützt die von den Evangelische Kirchengemeinden im Kooperationsraum Sinntal-Kalbach ins Leben gerufene Aktion „…dich schickt der Himmel!“, mit der Einkäufe, Apothekengänge & Co. für Menschen, die wegen der aktuellen Lage das Haus nicht verlassen können, übernommen werden. Personen, die dieses Angebot nutzen möchten, melden sich bitte unter der Rufnummer 06664/9110136 des Verwaltungsbüros der Evangelischen Kirchengemeinde im Kooperationsraum Sinntal-Kalbach. „…dich schickt der Himmel!“ lebt vom Mitmachen und braucht dringend noch weitere helfende „Engel“. Wenn auch Sie sich ehrenamtlich an der Aktion beteiligen möchten, so melden Sie sich ebenfalls unter der Rufnummer 06664/9110136 oder beim Bürgertelefon der Gemeinde Sinntal unter 06664/80-800. Bitte werden auch Sie in Sinntal ein helfender „Engel“ für Menschen in Not!

Opernakademie Bad Orb sagt alles ab

am 20 März 2020 11:19

Die Opernakademie Bad Orb hat die Aufführungen der "Fledermaus" für dieses Jahr abgesagt. Die Vorstellungen sollen 19., 21. und 22. August 2021 stattfinden.

Kopernikusschule: Lehrkraft infiziert, Schüler in Quarantäne

am 20 März 2020 11:15

Eine Lehrkraft der Kopernikusschule Freigericht ist mit dem Conoravirus infiziert. Dabei handelt es sich um die Person, bei der bereits in der vergangenen Woche ein Verdacht aufgetreten war. Neben der Lehrkraft wurden jetzt auch mehrere Schülerinnen und Schüler unter Quarantäne gesetzt. Die Lehrkraft hatte am Donnerstag, 12. März, grippeähnliche Symptome aufgewiesen. Laut Angaben der Schulleitung hatte sie am Donnerstagvormittag und auch am Mittwoch zuvor keinen Unterricht und soll auch nicht in der Schule gewesen sein. Mittlerweile befindet sich die erkrankte Person in häuslicher Quarantäne und soll milde Symptome haben. Der Test war am Montag durchgeführt worden, inzwischen liegt das Ergebnis vor. Nach Absprache mit dem Kreisgesundheitsamt wurden auch 20 Schülerinnen und Schüler einer Lerngruppe der Kopernikusschule Freigericht unter Quarantäne gesetzt, die am Donnerstagnachmittag mit der Lehrkraft gearbeitet haben. Weitere Mitglieder der Schulgemeinde sollen nicht betroffen sein.  

Kreis Offenbach meldet ersten Todesfall

am 20 März 2020 01:06

Der Kreis Offenbach hat somit den ersten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu verzeichnen. Sowohl die Infektionskette als auch die Kontaktpersonen der Verstorbenen konnten nachvollzogen werden. Außer zur Familie und einer Nachbarin war die 89-jährige Frau in der Tagespflege im Senioren-Pflegeheim Aurelius-Hof in Mainhausen zu Gast. Daraufhin wurden vorübergehend verschiedene Sicherheitsvorkehrungen in der Einrichtung getroffen. Diese umfassen einen Besuchsstopp, eine engmaschige medizinische Überwachung der Bewohnerinnen und Bewohner, Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten und das Aussetzen der Tagespflege. Aktuell wurde bei zehn weiteren Personen, die im Kreis Offenbach leben, das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen. Damit liegt die Gesamtzahl kreisweit derzeit bei insgesamt 50 Fällen, verteilt auf alle Städte und Gemeinden. Bis auf zwei Patienten, die in den Kliniken versorgt werden, sind alle in häuslicher Quarantäne. Das Gesundheitsamt informiert, dass die Ausbreitung des Virus nur durch das Unterbinden von Sozialkontakten und Beachten der Hygieneregeln zu verlangsamen ist: „Ausreichend Abstand zu anderen halten, auf die Hygiene achten – gründlich und oft Händewaschen und in den in den Ellenbogen nießen."

Gottesdienste online feiern

am 19 März 2020 23:34

Auch die Gelnhäuser Kirche des Nazareners musste alle geplanten Veranstaltungen absagen. Die gute Nachricht ist, dass die technischen Mittel der Freikirche es ermöglichen, den Gottesdienst online im livestream mitzufeiern. Nur eine kleine Gruppe vom Musik- und Technikteam trifft sich mit Pastor Mohn im Kirchsaal und feiert dort den Gottesdienst. Der ist dann auch direkt im livestream zu sehen, oder später auf YouTube. Jeder ist eingeladen, die Online-Gottesdienste mitzufeiern. Hier der Link zum Livestream: https://www.kdngelnhausen.de/live/

Freigericht: Generationenspieplatz startet später

am 19 März 2020 23:33

Ab Donnerstag, den 2. April 2020 sollten jeden 2. Donnerstag die Freigerichter Seniorinnen und Senioren die Möglichkeit haben, den Generationenspielplatz im Ortsteil Horbach gemeinsam mit Mitarbeitern der Gemeinde auszuprobieren. Der Start verschiebt sich nun. Vorbehaltlich der Entwicklungen der nächsten Wochen ist als erster Termin Donnerstag, der 14. Mai angedacht.

Jugendorganisationen bieten Hilfe für Risikogruppen an

am 19 März 2020 23:28
Jugendorganisationen bieten Hilfe für Risikogruppen an

Die Jugendorganisationen von CDU, SPD, Grüne, FDP, DIE PARTEI sowie Fridays-for-Future im Main-Kinzig-Kreis starten eine gemeinsame Solidaritäts-Initiative und bieten älteren Menschen, die zur Risiko-Gruppe für das Corona-Virus zählen, Unterstützung an. Angelehnt an eine ähnliche Aktion im Werra-Meißner-Kreis, dient die Initiative der Vernetzung von Freiwilligen und Betroffenen, die Unterstützung benötigen, damit ältere Menschen beim Einkauf sich nicht unnötigen Risiken aussetzen müssen. Es wurde außerdem die Website www.die-einkaufshelden.de eingerichtet, auf der Kontakt zur Initiative aufgebaut werden kann.

Einkaufshilfen in Bruchköbel

am 19 März 2020 23:14

In Bruchköbel bietet ein Bündnis aus der Bürgerhilfe Bruchköbel, der evangelischen Jakobuskirche und der katholischen Pfarrgemeinde Erlöser der Welt Einkaufshilfen an. Hilfesuchende und künftige Helfer bzw. Interessierte können sich im Büro der Bürgerhilfe zu den Bürozeiten (Tel. 06181 9 39 80 93 - Montag, Mittwoch, Freitag von 10.00 bis 12.00 Uhr und am Donnerstag von 16.00 bis 18.00 melden). Wenn Interesse besteht als Helfer aktiv zu werden, ist auch ein Anruf beim Vorsitzenden der Bürgerhilfe Bruchköbel, Joachim Rechholz (06181 75155), jederzeit möglich. Unterstützung haben der Marketing- und Gewerbeverein sowie die Bruchköbeler Einzelhändler REWE und tegut zugesagt. Die ersten Helfer haben sich bereits gemeldet und die ersten Aufträge wurden bereits erledigt.

Freigericht: Glockenläuten um 19 Uhr

am 19 März 2020 23:06

In dieser außergewöhnlichen Zeit der Corona-Pandemie wollen die Pfarrgemeinden in Altenmittlau und Bernbach ein besonderes Zeichen setzen und trotz räumlicher Distanz miteinander beten. Ab Sonntag, 22.3., werden jeden Abend um 19 Uhr die Glocken läuten. "Wir laden Sie ein, zum Glockengeläut zu Hause eine Kerze anzuzünden und alleine oder mit ihrer Familie zu beten", so Pfarrer Patrick Kasaija. In der Seitenkapelle in Bernbach, in der Altenmittlauer Kirche und unter www.katholische-kirche-bernbach.de und www.katholische-kirche-altenmittlau.de liegt ein Gebetsheft zur Mitnahme aus, in dem Gebete speziell für die Zeit der Corona-Pandemie zusammengestellt wurden. Am Ende dieses Heftchens findet man auch einen Vorschlag, wie man mit Hilfe des Gotteslobes einen Wortgottesdienst zu Hause feiern kann. "Auch wenn die persönlichen Kontakte weitestgehend ruhen müssen, so wollen wir uns doch im Gebet als Gemeinde verbinden", hofft Pfarrer Kasaija. Alle gesunden Gemeindemitglieder sind eingeladen, diese Gebetshefte in der Kirche zu holen und besonders zu den Alten und Kranken zu bringen. Außerdem wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Pfarrbüros zu den bekannten Öffnungszeiten besetzt sind und telefonisch (06055-2353 oder 2252) oder per Mail erreichbar sind. Ein persönlicher Besuch im Pfarrbüro ist derzeit nicht möglich. Wenn ein seelsorgliches Gespräch gewünscht wird, bitte im Pfarrbüro melden! Unter www.katholische-kirche-bernbach findet man auch weitere Links und Hinweise zu Gebetszeiten und Gottesdiensten im Fernsehen oder im Internet.



online werben

Anzeige
Anzeige

Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

vogler banner

vogler banner

Anzeige

Online Banner 300x250px MoPo 2