Donnerstag: Inzidenzwerte im MKK, Corona-Fälle in drei Schulen

Donnerstag: Inzidenzwerte im MKK, Corona-Fälle in drei Schulen

„Der Trend bei den Neuinfektionen bereitet dem Main-Kinzig-Kreis schon seit Tagen Sorge. Über einen längeren Zeitraum haben wir zwar eine statistische Seitwärtsbewegung gesehen. Aber schon da hat sich das Infektionsgeschehen langsam in die jüngere und mittlere Generation verschoben, die mobiler ist und beruflich, familiär und in der Freizeit durchschnittlich mehr Kontakte hat. Dadurch kann sich das Virus eben auch leichter verbreiten. Darauf führen wir den Anstieg zu einem großen Teil zurück“, sagte Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler (SPD). Bei etwa 25 bis 30 Prozent der Laborbefunde sind in den vergangenen 14 Tagen Virusvarianten – überwiegend die britische Variante – entdeckt worden. Bei den Fällen in Schulen und Kitas lag der Anteil mit rund 35 Prozent nur geringfügig darüber. Genauer betrachtet lässt sich im Main-Kinzig-Kreis laut Gesundheitsamt kein räumlicher Schwerpunkt feststellen, auch kein einzelnes Ereignis, das viele Ansteckungen lokal erklärt. Der Anteil der Über-60-Jährigen bei den Neuinfektionen geht seit Wochen zurück. Dafür sind einzelne Ausbrüche in Unternehmen zu verzeichnen, vereinzelt auch Infektionsketten in weiterführenden und Berufsschulen. „Wenn man sich genauer anschaut, wo die Infektionen stattfinden, dann bleibt das Bild nahezu unverändert. Mehr als die Hälfte der Infektionen findet im familiären Umfeld statt. An zweiter Stelle rangiert der Arbeitsplatz. Eine deutlich geringere Rolle spielen Ansteckungen in Alten- und Pflegeheimen, was auf die Impfaktion der vergangenen Wochen und Monate zurückzuführen ist“, so Simmler. Dass Ausbrüche in Schulen und Kitas derzeit eher selten sind, führt die Gesundheitsdezernentin auf die schnellen und weiträumigen Schutzmaßnahmen des Gesundheitsamts zurück. Gerade wenn eine Virusvariante nachgewiesen sei, gelte besondere Vorsicht, weil sich diese in deutlich kürzeren Zeitintervallen von einer Person auf eine andere übertrage. Dies sei nur durch häusliche Isolierung in größeren Radien effektiv zu stoppen. Die höhere Sensibilität für das Thema Schnelltests und Selbsttests begrüßt Susanne Simmler. Es brauche „genau dieses Zu- und Mittun von Unternehmen, Apotheken, Drogerien und Ärzten. „Wir leisten als Kreis einen eigenen Beitrag mit den sechs Schnelltestzentren, die ihre Kapazitäten noch einmal hochgefahren haben, um möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern einen kostenlosen Schnelltest anzubieten. Wir haben für die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer vor dem kommenden Wochenende Testungen reserviert. Aus der Wirtschaft bekommen wir zurückgemeldet, dass Firmenleitungen für Testungen der Mitarbeiterschaft werben. In den Kommunen loten verschiedene Akteure aus, was sie vor Ort auf die Beine stellen können. All das trägt dazu bei, dass wir das Infektionsgeschehen in der Fläche noch besser in den Blick bekommen, dafür richte ich meinen herzlichen Dank aus“, so Simmler.

Drei neue Fälle an Schulen übermittelt

Über 23.800 Menschen haben im Main-Kinzig-Kreis eine Corona-Schutzimpfung erhalten (Impfquote: 5,7%). In den Krankenhäusern in Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern werden im Zusammenhang mit Covid-19 insgesamt 65 Patientinnen und Patienten medizinisch versorgt. Darunter sind 57 Personen, die im Main-Kinzig-Kreis wohnen. Intensivmedizinische Betreuung benötigen 13 Menschen, auf ein Beatmungsgerät angewiesen sind 6 Patienten und Patientinnen. Das Gesundheitsamt hat außerdem für den Mittwoch Coronavirus-Fälle an der Albert-Einstein-Schule in Maintal sowie der Lindenauschule und der Elisabeth-Schmitz-Schule in Hanau registriert.

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