Auch in Bad Soden-Salmünster war mit Blick auf die Freibäder eine schwierige Entscheidung von den Mandatsträgern zu treffen. Nachdem in der vergangenen Woche der Haupt- und Finanzausschuss der Stadtverordnetenversammlung beschlossen hat, das Freibad in Bad Soden in diesem Jahr nicht zu öffnen, stattdessen in der Spessart Therme ein attraktives Programm für Familien und Kinder vorzuhalten und das Freibad in Mernes hochzufahren, äußert sich nun auch der Vorstand der CDU Bad Soden-Salmünster zur Debatte.

„Es lässt sich sicherlich sagen, dass sich die Entscheidung, ob man das Freibad in Bad Soden öffnet, kein Amts- und Mandatsträger leicht gemacht hat. Dies zeigte auch die Debatte innerhalb der Fraktion, welche von verschiedenen Blickweise geprägt war. Die Entscheidung in der Fraktion fiel daher auch nicht einstimmig aus, sondern spiegelte die ganze Breite der Debatte wider“, so Johannes Wiegelmann mit Blick auf die Beratungen der Kurstadt-CDU. „Angesichts vieler geplatzter Sommerurlaube und inner- wie außereuropäischer Reisebeschränkungen spricht im Grundsatz vieles dafür, dass Kommunen für Familien mit Kindern und Jugendlichen Angebote vorhalten und Freizeitaktivitäten vor Ort fördern. Die Entscheidung umliegender Kommunen, ihre Freibäder zu öffnen, ist insofern naheliegend.“

Die Kommunen haben angesichts der Corona-Pandemie bei der Öffnung der Thermen und Bäder eine Reihe an Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen einzuhalten, welche grundsätzlich deutlich erhöhte Personalaufwendungen bedeuten. „In Bad Soden-Salmünster wären diese Regeln für drei Bäder anzuwenden. Dies ist finanziell und personell nicht zu rechtfertigen, gerade mit Blick auf einbrechende Steuereinnahmen bei der Kommunen. Es galt daher sorgfältig abzuwägen, Familien und Kindern ein attraktives Angebot zu unterbreiten, finanziell allerdings auch Maß zu halten und den Standort Bad Soden-Salmünster zu stärken“, erläutert Jürgen Franz die Ausgangslage.

„Mit dem Ansatz, in der Spessart Therme Familientage einzuführen und örtlichen Familien einen Rabatt zu gewähren sowie das Freibad in Mernes zu öffnen, werden zwei von drei Badeflächen in Bad Soden-Salmünster wieder hochgefahren. Damit ist Bad Soden-Salmünster vielen Kommunen voraus und hält ein umfassendes Angebot für die Sommermonate vor. Mit Blick auf das Freibad in Bad Soden sind die Mehrkosten für zwei Monate äußert eingeschränkten Badebetrieb nicht zu rechtfertigen, hätte doch der klassische Freibadbetrieb, wie in die Familien und Kinder lieben, aufgrund der Hygienebeschränkungen nie stattgefunden“, beschreiben Johannes Wiegelmann und Jürgen Franz die Situation und die Entscheidung der Fraktion, mehrheitlich die Vorlage des Magistrates zu unterstützen und das Freibad Bad Soden nicht zu öffnen.

Die Entscheidung, das Freibad Bad Soden nicht zu öffnen, ist keine Vorentscheidung für die nächsten Jahre, stellt die CDU Bad Soden-Salmünster ausdrücklich fest. „Klar ist allen Mandatsträgern, dass auch in Zukunft beim Freibad Bad Soden schwierige Entscheidungen zu treffen sind, sicherlich größere Veränderungen im Raum stehen, aber es immer gelte, den Familien ein attraktives Freizeitangebot in den Kernstädten für die heißen Sommertage zu unterbreiten“, unterstreicht Wiegelmann.

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