Vermieter bleibt auf fast 9.000 Euro sitzen

Bad Soden-Salmünster
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Auf offene Mietzahlungen in Höhe von circa 9.000 Euro wartet ein 78-jähriger Rentner aus Langenselbold wohl auch in Zukunft vergeblich.

Ein Pärchen hatte seine Wohnung in Bad Soden-Salmünster fast zwei Jahre lang bewohnt und nur sporadisch Mietzahlungen geleistet. Im Amtsgericht Gelnhausen wurden beide jetzt zu Geldstrafen verurteilt.

Vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Oktober 2018 lief der Mietvertrag laut Anklage der Staatsanwaltschaft Hanau und wurde nur zu Beginn regelmäßig bedient. Anschließend kamen die Mietzahlungen nur anteilig oder gar nicht, auch die Kaution blieben der 43-jährige Mieter und seine zwei Jahre jüngere Ehefrau schuldig. Die Erklärung des inzwischen nach Wächtersbach verzogenen Pärchens: Die Schwiegermutter sei krank gewesen und habe finanziell unterstützt werden müssen, was angesichts nur einem Gehalt von ihm in Höhe von 1.800 Euro (netto) schwierig gewesen sei. Außerdem verwies er auf Schulden beim Jugendamt aus Unterhaltsverpflichtungen in Höhe von circa 10.000 Euro.

Die erste Kündigung flatterte beiden bereits 2017 ins Haus, allerdings schafften sie es, den Vermieter immer wieder zu vertrösten. Ende 2018 kündigten beide dann selbst die Wohnung und zogen aus. Angeblich zahlen sie inzwischen monatlich 200 Euro auf ihre Mietrückstände ab, laut Angaben des Vermieters wird dieser Betrag aber auch nur unregelmäßig überwiesen.

Wegen gemeinschaftlichen Betruges wurden gegen beide Geldstrafen ausgesprochen. Der 43-jährige Angeklagte wurde im Amtsgericht Gelnhausen zu 50 Tagessätzen á 15 Euro und somit 750 Euro verurteilt, seine nicht erwerbstätige Frau erhielt 50 Tagessätze á 10 Euro und somit 500 Euro. Das Urteil ist rechtskräftig.

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