Gemeinsames Gedenken

Bad Soden-Salmünster
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Innehalten, Abschied nehmen, gedenken: In einem feierlichen Gottesdienst erinnerten sich Angehörigen, Freunde und Mitarbeiter des ambulanten Pflegedienstes des Caritas-Verbandes für den Main-Kinzig-Kreis der in diesem Jahr verstorbenen Patienten.

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In einer stimmungsvollen Zeremonie wurden dabei auch 24 symbolische Lichter der Erinnerung für die Verstorbenen entzündet.

Seit vielen Jahren veranstaltet der ambulante Pflegedienst einmal im Jahr eine Gedenkfeier für Angehörige, Freunde und Nachbarn der verstorbenen Patienten. Die Veranstaltung ist dabei längst eine feste Tradition für die Mitarbeiter der Sozialstation geworden. Und auch die Angehörigen wissen dieses Angebot sehr zu schätzen: Auch in diesem Jahr waren sie wieder zahlreich der Einladung gefolgt und hatten sich am Ehrentag der heiligen Elisabeth in den Bänken der katholischen Kirche St. Peter und Paul eingefunden. „Wir feiern das Leben, das Gott uns schenkt, über den Tod hinaus“, stellte Pfarrer Dr. Michael Müller fest. Mit Blick auf das im nächtlichen Dunkel liegende große Kirchenfenster, das die heilige Elisabeth zeigt, stellte er mit Blick auf die Geschichte der Heiligen fest, dass die Liebe nicht ins Dunkel führe, sondern ebenso wie das Kirchenfenster, wieder in neuem Licht erstrahle.

Um dies symbolisch zu unterstreichen entzündeten die Mitarbeiter der Caritas-Sozialstation auch in diesem Jahr wieder Lichter zum Gedenken an die verstorbenen Patienten des ambulanten Pflegedienstes. „Heute finden wir uns hier zusammen, um für unsere Verstorbenen, die Menschen, die wir lieben und immer lieben werden, eine Stunde Zeit zu haben“, so Roswitha Herpel, die Leiterin der Caritas-Sozialstation. „Wir wollen uns erinnern, ihnen gedenken und für sie beten.“ Denn auch wenn das Leben mit dem Tod vermeintlich zu Ende scheint, so sehe der Glaube diesen doch als neuen Anfang. In allen Stadtteilen von Bad Soden Salmünster, Steinau-Ulmbach mit umliegenden Ortsteilen, Jossgrund und Flörsbachtal mussten Angehörige dieses Jahr Abschied von ihnen nahestehenden Menschen nehmen. Für jeden dieser Orte wurde stellvertretend ein Licht entzündet. Ein weiteres Licht wurde in Gedenken an die eigenen verstorbenen Mitarbeiterinnen entfacht, ebenso eine Kerze für alle Verstorbenen allgemein und eine für all die Menschen, die an diesem Abend gerne in der Kirche St. Peter und Paul dabei gewesen wären, dies aber nicht konnten. Der jährliche Gedenkgottesdienst des ambulanten Pflegedienstes ist dabei aber nicht nur für die Angehörigen eine Gelegenheit, noch einmal ihrer Lieben zu gedenken. Auch den Mitarbeitern des Pflegedienstes liege dies sehr am Herzen. „Das ist uns als Team sehr wichtig“, betont Herpel. So wirkten auch in diesem Jahr die Mitarbeiter des Pflegedienstes wieder gerne an der Gestaltung des Gottesdienstes mit. Musikalisch umrahmt wurde der Gedenkgottesdienst in diesem Jahr durch die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores St. Peter und Paul. Unter der Leitung von Dirigent Norbert Ross sorgten sie mit den Stücken „Wirf dein Anliegen auf den Herren“, „Gott hat seinen Engeln befohlen“ und „Hebe deine Augen auf“ für eine stimmungsvolle Untermalung des festlichen Gottesdienstes.

Foto: Gemeinsames Gedenken: Das Team des ambulanten Pflegedienstes unter Leitung von Roswitha Herpel (Mitte vorne), Pfarrer Dr. Michael Müller (2.v.r.) und Caritas-Geschäftsführer Robert Flörchinger (r.) in der katholischen Kirche St. Peter und Paul.

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