Nach Ostern: Arbeiten an der A66-Kinzigtalbrücke

Bad Soden-Salmünster
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Im vergangenen Jahr wurde mit der Erneuerung der Übergangskonstruktionen an der "Kinzigtalbrücke" im Zuge der A 66 bei Bad Soden-Salmünster/Ahl begonnen. Die Arbeiten in Fahrtrichtung Fulda sind bereits abgeschlossen. Nach Ostern ab kommenden Dienstag, den 14.04.2020 werden die Arbeiten nunmehr in Fahrtrichtung Hanau/Frankfurt a.M. fortgeführt.

kinzigosterbruecke.jpg

Für die Verkehrsteilnehmer bleiben wiederum alle Fahrspuren erhalten. Der Verkehr wird - analog der vergangenen Arbeiten in Fahrtrichtung Fulda - ebenfalls wieder unter Einengung am Arbeitsbereich vorbeigeführt und je nach Bauphase auf die Gegenfahrbahn übergeleitet. Den Verkehrsteilnehmern stehen somit immer jeweils zwei Behelfsfahrspuren zur Verfügung. Die Sanierungsarbeiten erfolgen teilweise unterhalb des Bauwerks und sind demzufolge nicht immer ohne weiteres erkennbar. Dennoch ist eine Durchführung der Arbeiten von der Oberseite und die damit einhergehende Arbeitsstelle für die Erneuerung unabdingbar, nicht zuletzt da die Übergangskonstruktionen vollständig ausgebaut werden und nicht überfahrbar sind.

Übergangskonstruktionen an Brückenbauwerken sind sehr unscheinbare Bestandteile einer Brücke. Dennoch sind die Übergangskonstruktionen äußerst wichtig. Sie versetzen das Bauwerk in die Lage Längenänderungen infolge veränderter Temperaturen, wie z.B. im Winter oder im Sommer auszugleichen. Aber auch Verformungen infolge von Brems- und Beschleunigungsvorgängen können so aufgenommen werden. Die Übergangskonstruktionen sind meist am Brückenende als Übergang zur Strecke eingebaut und sorgen so für die notwendige Flexibilität. Wie bei einer Ziehharmonika sind hierfür an beiden Brückenenden mehrere Metallschienen auf Fahrbahnebene in der Brücke verankert. Im Laufe der Zeit nutzen sich jedoch gerade diese Bauteile der Übergangskonstruktion ab.

Aufgrund der Länge der "Kinzigtalbrücke" sind dort zusätzlich auch Übergangskonstruktionen über den Brückenpfeilern vorhanden. Bei den neuen Elementen handelt es sich um lärmmindernde Ausführungen, da die neuen Konstruktionen mittels Blechabdeckungen die Überfahrgeräusche vermindern. In diesem Zusammenhang werden auch die vorhandenen Schutzplanken auf dem Mittelstreifen der Brücke, in der Fachsprache auch als Fahrzeugrückhaltesysteme bezeichnet, erneuert.

Sofern die Bauarbeiten wie geplant verlaufen, wird die Gesamtmaßnahme im Herbst 2020 fertiggestellt. Die Bundesrepublik Deutschland investiert rund 2,2 Mio. Euro in die Erhaltungsarbeiten.

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