Götz: ÖPNV-Angebot in eigener Verantwortung erweitern

Birstein
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Die Gelegenheit eines kurzfristig anberaumten Gesprächs nutzte der Birsteiner Bürgermeisterkandidat und Erste Beigeordnete Christian Götz (Parteilos), um sich mit dem Kreisbeigeordneten Winfried Ottmann (CDU) auszutauschen.

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Ausgangspunkt war die Anbindung Birsteins an den ÖPNV, die Ottmann als Kreisverkehrsdezernent maßgeblich mitbeeinflusst. Schnell stellten die beiden jedoch fest, dass sie viele gemeinsame Themen haben, wie beispielsweise die Kindergärten und Schulen, die Digitalisierung und auch die Wirtschaftsförderung.

„Mit dem in diesen Tagen bewilligten Bürgerbus bietet sich Birstein die Gelegenheit, das ÖPNV-Angebot in eigener Verantwortung zu erweitern und insbesondere die kleinen Ortsteile an die regionalen Linien anzubinden. Mit diesem Angebot können wir neue Wege gehen und auf die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger eingehen“, führte Götz dazu aus. Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann ergänzt: „Das Know-How der Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig mbH sollte für die Bedürfnisse in Birstein genutzt werden. Mit unserem neuen Geschäftsführer haben wir einen erfahrenen Verkehrsplaner an der Spitze der Kreisverkehrsgesellschaft, der offen ist für neue Ideen und sicherlich gerne beratend zur Verfügung steht“, sicherte Kreisverkehrsdezernent Ottmann Götz seine Unterstützung zu. Beide waren sich darüber einig, dass im Bereich des ÖPNV gemeinsam gute Ansätze entwickelt werden können, war die Anbindung Birsteins mit seinen 16 Ortsteilen doch eines der zentralen Themen in den zurückliegenden Wochen.

Von der Anbindung an den ÖPNV schlug Kreisbeigeordneter Ottmann den Bogen zur Wirtschaftsförderung. Diesbezüglich konnte er aus eigenem Erleben von einem Besuch der Maschinenfabrik Wüstwillenroth berichten und deren Problemen, minderjährige Auszubildende aus den umliegenden Gemeinden, insbesondere aus dem benachbarten Vogelsbergkreis zu ihrem Ausbildungsplatz und von dort wieder nach Hause zu bringen. „Man kann den Unternehmern vor Ort nicht genug für deren eigenes Engagement danken“, so Ottmann und Bürgermeisterkandidat Christian Götz ergänzte, dass er die Wirtschaftsförderung zur Chefsache machen werde, um seitens der Gemeinde alle Steine aus dem Weg zu räumen, um den ortsansässigen Unternehmern einen Weg zum Erhalt und idealerweise Ausbau ihrer Standorte in Birstein zu ebnen. „Dabei ist es mir wichtig, mich in alle Richtungen zu vernetzen; sei es mit der IHK, der Kreishandwerkerschaft und natürlich auch mit der Wirtschaftsfördung des Main-Kinzig-Kreises.“ Diese ist ebenfalls im Dezernat von Winfried Ottmann angesiedelt und er bot gerne an, die notwendigen Kontakte zu vermitteln.

Im Kontext der Wirtschaftsförderung kamen die beiden auch auf das Thema Digitalisierung zu sprechen. Auch mit diesem Themengebiet ist Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann durch den DigitalPakt Schule befasst. Darüber hinaus ist die Breitband Main-Kinzig GmbH dem Dezernat des Kreisbeigeordneten zugeordnet, die den Breitbandausbau Birsteins massiv vorangetrieben hat. „Mit der FTTH-Anbindung der Gewerbegebiete, das heißt mit dem Verlegen von Glasfaseranschlüssen bis zu den einzelnen Gewerbetreibenden, geht die Breitband Main-Kinzig GmbH nun den nächsten Schritt ins digitale Zeitalter“, so Kreisbeigeordneter Ottmann. „Wir dürfen nicht stehenbleiben beim Erreichten, sondern müssen den Blick auch in die Zukunft richten“, ergänzt Bürgermeisterkandidat Christian Götz. „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bekommt einen immer größeren Stellenwert. Um jungen Familien zu ermöglichen, von daheim zu arbeiten, müssen wir mit schnellem Internet die notwendigen Voraussetzungen dafür schaffen, dass dies in Birstein überall möglich ist. Und natürlich müssen wir in der Gemeindeverwaltung eine Vielzahl von Prozessen neu denken. Das Online-Zugangsgesetz zwingt uns ohnehin dazu, unsere Dienstleistungen digital zur Verfügung zu stellen. Diesbezüglich will ich mich an die Spitze der Bewegung stellen und zusammen mit einem erfahrenen Team im Rathaus alles auf den Prüfstand stellen, um die Verwaltung zukunftssicher zu machen und an den Bedürfnissen aller Generationen auszurichten, von jung bis alt“, formuliert Christian Götz seine Ziele als künftiger Bürgermeister.

Schließlich kamen die beiden auch auf die Situation der Kindergärten und Schulen zu sprechen, beides nicht zu unterschätzende Standortfaktoren für die Gemeinde Birstein. „Hinsichtlich der Kindergärten ist Birstein bereits gut aufgestellt und ich beobachte die Bestrebungen eines Naturkindergartens in Kirchbracht mit dem gleichen Interesse wie die Idee, in der Waldschule einen Kindergarten zu etablieren. Am Ende müssen für solche Projekte jedoch auch die entsprechenden Bedarfe vorhanden sein, die Eltern müssen die Angebote annehmen und es muss für Gemeinde und Eltern gleichermaßen finanzierbar sein“, so Christian Götz. „Ein breit gefächertes Angebot der Kinderbetreuung stellt einen gewichtigen Entscheidungsfaktor für junge Familien dar, ob sie nach Birstein oder anderswohin ziehen. Insofern liegt mir dieses Thema in doppelter Hinsicht am Herzen“, ließ Götz mit Blick darauf, dass sein Sohn derzeit noch den Kindergarten „Pusteblume“ besucht, mit einem Augenzwinkern durchblicken. Auch hier konnten die beiden Berührungspunkte identifizieren. So ist Winfried Ottmann als Jugenddezernent für das Jugendamt verantwortlich und als ehrenamtlicher Vorsitzender des TV Salmünster selbst Betreiber eines Kindergartens.

Vom Kindergarten zur Schule ist es gedanklich und auch tatsächlich kein weiter Weg und so kam man auch auf das Thema Schule zu sprechen. „Der Main-Kinzig-Kreis hat seit 2010 rund 7,5 Mio Euro in die Schulen in Birstein investiert. Einen Schwerpunkt bildete dabei der Bau der Mensa an der Haupt- und Realschule Birstein, um an diesem Standort ein umfassendes Ganztagsangebot zu etablieren“, erläuterte Schuldezernent Winfried Ottmann. „Auch hier darf der Kreis in seinen Bemühungen nicht nachlassen und so ist die aktuell laufende Modernisierung der Turnhalle beteiligt, der folgerichtige Schritt“, führte Christian Götz aus, der durch seine Tätigkeit als Erster Beigeordneter in dieses Projekt eingebunden ist. „Der Main-Kinzig-Kreis wird in den nächsten Jahren mit der Modernisierung der Turnhalle und weiteren Schulbaumaßnahmen mehr als 3,5 Mio Euro in die Birsteiner Schulstandorte investieren“, so Schuldezernent Winfried Ottmann. „Mit diesen Investitionen tragen wir mit dazu bei, Birstein als eine Gemeinde im ländlichen Raum zu stärken und lebenswert zu machen.“ Diese Aussage begrüßte der Bürgermeisterkandidat Christian Götz ausdrücklich und freute sich angesichts der vielen gemeinsamen Themenfelder, mit dem Kreisbeigeordneten Winfried Ottmann einen starken Unterstützer an der Seite Birsteins zu haben.

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