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Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann (CDU) nutzte die Gelegenheit, um im Beisein von Vertretern der Gemeinde Birstein und des Gewerbe- und Verkehrsvereins die Ausbau-Offensive zu erläutern und vor Ort noch einmal für das wegweisende Projekt mit einer Investitionssumme von 450.000 Euro zu werben. „Noch haben Firmen und Unternehmen, die in den zehn Gewerbegebieten ansässig sind, die Gelegenheit, von dem für sie kostenlosen Angebot zu profitieren und ihren Standort fit für die Zukunft zu machen“, sagte Winfried Ottmann. Es sei eine einmalige Gelegenheit, sich den Glasfaseranschluss mit Hilfe des Bundes und des Landes Hessen kostenlos in die Gebäude legen zu lassen und damit die Möglichkeit zu schaffen, die Datenautobahn des Main-Kinzig-Kreises mit Bandbreiten im Gigabitbereich zu nutzen. In den nächsten zwei Monaten sollen die Glasfaserkabel in Birstein auf einer Länge von rund fünf Kilometern in die Erde gelegt werden.

Der Glasfaserausbau in den Gewerbegebieten, den die kreiseigene Breitband Main-Kinzig GmbH mit Fördergeldern von Bund und Land vorantreibt, erfolge unabhängig davon, mit welchem Internetanbieter die Betriebe und Unternehmen bereits Verträge laufen haben, machte Winfried Ottmann deutlich und appellierte auch im Namen von Landrat Thorsten Stolz, dieses Angebot zu nutzen, solange dies ohne zusätzliche Kosten möglich ist. Der 2012 begonnene Ausbau des Glasfasernetzes im Main-Kinzig-Kreis wird nun fortgesetzt mit der Anbindung von insgesamt 145 Gewerbegebieten des Kreises zwischen Sinntal und Maintal. Die baulichen Arbeiten in den Ostkreis-Kommunen Sinntal, Schlüchtern, Steinau und Bad Soden-Salmünster sind abgeschlossen, demnächst sollen die Leitungen in Betrieb genommen werden. Insgesamt belaufen sich die Kosten für das kreisweite Förderprojekt auf 13,2 Millionen Euro. Der Bund steuert 6,6 Millionen Euro bei, vom Land Hessen kommen 5 Millionen Euro. Günter Frenz, der vom Projektträger atene KOM des Bundes an dem Treffen in Birstein teilnahm, betonte die große Bedeutung des Glasfaserausbaus für die Gewerbegebiete. „Das Förderprojekt stärkt den ländlichen Raum, indem es zur Chancengleichzeit beiträgt und Firmen und Unternehmen konkurrenzfähig zu denen in den Ballungsräumen macht“, sagte Günter Frenz. Er lobte das Engagement des Main-Kinzig-Kreises: „Dieses Angebot nutzt der heimischen Wirtschaft.“ Pietro Pitruzzella vom Land Hessen bescheinigte dem Main-Kinzig-Kreis beim flächendeckenden Ausbau des Glasfasernetzes im hessenweiten Vergleich Pioniergeist. Auch wenn die Glasfaseranbindung an die Datenautobahn des Kreises nicht sofort genutzt werde, sei sie eine unabdingbare Voraussetzung, um zukunfts- und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die Bedeutung von schnellem Internet betonte auch Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus: „Der Breitbandausbau schreitet auch im Main-Kinzig-Kreis kontinuierlich voran, so dass weitere zehn Gewerbegebiete mit 46 Unternehmen in Birstein bis Ende des Jahres ans schnelle Internet angeschlossen werden. Als Hessische Landesregierung unterstützen wir zuverlässig den Gigabitausbau auf Grundlage von Glasfasertechnologien und investieren mit insgesamt 270 Millionen Euro so viel Geld wie noch nie zuvor“, sagte Sinemus in Wiesbaden. „Der Ausbau digitaler Netze ist eine Gemeinschaftsleistung. Nur im Verbund zwischen Wirtschaft und öffentlicher Hand können wir die Digitalisierung voranbringen“, unterstrich die Ministerin und stellte das Engagement des Main-Kinzig-Kreises heraus. Laut Sinemus spiele eine gute digitale Anbindung von Unternehmen gerade im ländlichen Raum eine entscheidende Rolle. „Eine gute digitale Infrastruktur ist hier ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Nur durch eine vernünftige digitale Anbindung können wir den ländlichen Raum für dort ansässige Firmen attraktiv halten“, so Sinemus. „Die Digitalisierung in den ländlichen Regionen und in den Städten voranzutreiben, ist mein Ziel. Für und mit den Menschen. Keiner soll sich abgehängt fühlen“, unterstrich Sinemus.

„Welche Bedeutung ein schneller und verlässlicher Internetzugang hat, konnten wir alle in den zurückliegenden Monaten beobachten, als zahlreiche Unternehmen ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wegen der Corona-Pandemie ins Homeoffice geschickt haben und auch der schulische Unterricht über das Internet lief. Hier hat sich gezeigt, dass der Main-Kinzig-Kreis gut aufgestellt ist und es sich nun auszahlt, schon viel früher als andere Landkreise den Glasfaserausbau vorangetrieben zu haben“, stellte Winfried Ottmann fest.

Foto: In Birstein werden die Gewerbegebiete dank des Förderprogramms von Bund und Land an das schnelle Glasfasernetz des Main-Kinzig-Kreises angebunden (von links): Osman Palabiyik (Bauleiter bei Tiefbauer APM Projektmanagement und Vewaltungs-GmbH Weinheim), Lothar Ganss (SPD-Fraktionsvorsitzender in Birstein), Kreisbeigeordneter und Wirtschaftsdezernent Winfried Ottmann, Ramazan Altindal (Geschäftsführer Altindal Hoch- und Tiefbau GmbH), Pietro Pitruzzella (Land Hessen), Simone Roth (Breitband Main-Kinzig GmbH), Anton Schneid (Geschäftsführer Breitband Main-Kinzig GmbH), Günter Frenz (Projektträger atene KOM), Jürgen Eichhorn (Beigeordneter Gemeinde Birstein), Karlheinz Marburger (Beigeordneter Gemeinde Birstein), Marcel Scharf (Vorsitzender Gewerbe- und Verkehrsverein Birstein) und Manfred Röder (SPD-Fraktion in Birstein).

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