Vorstandsmitglieder und Stadtverordnete nahmen zuerst eine Bestandsaufnahme der aktuellen Lage vor Ort in Bruchköbel vor. "Insbesondere gilt es den Blick nicht ausschließlich auf den begonnenen Bau des Stadthauses mit Tiefgarage und die Corona-Pandemie zu richten. Zahlreiche andere Themen waren schon davor aktuell und werden dies auch nach dieser Zeit noch sein," fordert BBB-Vorsitzender Harald Hormel eine Bewertung der Gesamtsituation der Stadt.

So seien nach wie vor viele Beschlüsse der Stadtverordneten nicht umgesetzt worden. Dies sei ein Erbe der Amtszeit von Bürgermeister Maibach und den ihn stützenden Koalitionsfraktionen von CDU und SPD. Das müsse von der jetzt amtierenden Bürgermeisterin Braun möglichst schnell abgearbeitet werden. "Allerdings kommt jetzt hinzu, dass Bruchköbel schon durch das viel zu groß geplante Stadthaus keinerlei finanziellen Spielraum mehr hat und nun durch die Steuerausfälle der Corona-Pandemie in eine ernste Lage kommen wird" sehen die BBB-Finanzexperten Stefanie Zorbach und Patrick Baier zahlreiche Vorhaben mittel- und langfristig gefährdet. Die Stunde der Wahrheit komme mit dem Haushaltsplan 2021.

"Falls die Bruchköbeler die finanziellen Folgen von Stadthaus und Corona mit schon wieder höheren Grund- und Gewerbesteuern zahlen sollen, werden wir das ablehnen" stellt der stellvertretende BBB-Vorsitzende Michael Roth schon jetzt den Standpunkt des BBB klar. Schwerpunktsetzung sei jetzt das Gebot der Stunde. So müsse endlich das Nahversorgungskonzept für die Stadtteile vorangebracht werden. Eine beschleunigte Planung für neue Wohnbauflächen und die Ansiedlung weiterer Gewerbebetriebe werde zu besseren Einnahmen der Stadt führen. Zumal sich nur durch ein besseres Angebot auch bezahlbaren Wohnens die Chance biete, von den neuen Arbeitsplätzen auf dem ehemaligen Fliegerhorst längerfristige positive Effekte für Bruchköbel zu erreichen. Bisher sei durch die neu angesiedelten Logistikunternehmen vor allem eine massive Zunahme des Lkw-Verkehrs gerade auf der Bruchköbeler Hauptstraße zu verzeichnen. Hier will der Bruchköbeler BürgerBund mit einer Initiative in der Stadtverordnetenversammlung ein Umsteuern und eine Entlastung erreichen.

Personell ist der BBB schon jetzt gut für die Wahlen der Stadtverordnetenversammlung am 14. März 2021 aufgestellt. Den Bruchköbeler Bürgerinnen und Bürgern will er deshalb Kandidatinnen und Kandidaten mit Erfahrung aus der bisherigen erfolgreichen Arbeit präsentieren. Auch neuen engagierten Bruchköbeler Persönlichkeiten will er eine Chance geben. "Der BBB freut sich schon jetzt auf einen - hoffentlich - fairen und an Sachthemen orientierten Wahlkampf", so Harald Hormel abschließend.

Foto: Mitglieder des Bruchköbeler BürgerBundes während ihrer Klausurtagung im Vogelsberg.

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