Erlenseer Frauen (und Männer) feiern den Weltfrauentag

Erlensee
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Schon zum 9. Mal organisierten Birgit Behr, Waltraud Fischl, Lilian Siderius-Manning und Renate Tonecker-Bös eine Feier zum Internationalen Frauentag.

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Und da der Internationale Frauentag allen auch ein wenig Schwung für mögliche politische Arbeit geben soll, entschieden sich die vier Frauen für ein freches und politisches Kabarett. Schon beim Betreten des Neuen Löwen sollte diese Absicht deutlich werden: Die Tischdekoration war bunt und fröhlich, die Blumendekoration auf der Bühne laut und knallig. Das Schöne: schon vor der üblichen Einlasszeit strömten die Frauen herbei und gegen 17.30 Uhr war der Saal voll. Rund 130 Frauen und 15 mutige Männer hatten sich auf den Weg gemacht, um an diesem frühen Abend das Kabarett „MaDamm“ aus Köln zu sehen und zu hören.

Renate Tonecker-Bös und Lilian Siderius Manning begrüßten die Gäste sehr herzlich. Sie bedankten sich auch für die tatkräftige Unterstützung der Stadt Erlensee und die finanzielle Unterstützung durch die Sparkasse Hanau. Natürlich teilten sie auch ein paar Seitenhiebe aus: die geringe Beteiligung der Frauen in der Politik, außer hier in Erlensee, wo Frauen die Parteivorsitzenden aller vier politischen Gruppierungen stellen, das ewige Ärgernis Muttertag als Feigenblatt für die Anstrengungen des Frauenlebens und die neue Lachnummer eines Frauenfeiertags, der nichts, aber auch gar nichts ändern wird. Renate Tonecker-Bös rief die Frauen zu mehr Selbstbewusstsein und Lautstärke auf. „Männer reden länger und lauter, und meistens zuerst“. Dagegen müssen die Frauen sich wehren und sich nicht immer kritisch selbst hinterfragen.

Und dann kam „MaDamm“ auf die Bühne, zwei gestandene Kabarettistinnen, die sich im Laufe ihres Programms mit wenigen Mitteln immer wieder in neue Figuren verwandelten. Vom gackernden Huhn, zur gestressten Arbeiterin, zur trüben Tasse, zur jodelnden Heidi. Sie hatten alles dabei, was ein Kabarett so ausmacht: Keyboard, Akkordeon, Ukulele, Klavier und zwei ungewöhnlichen Stimmen.

Wer auf „Männerbashing“ hoffte, der hatte sich getäuscht (außer vielleicht in einem Song: „Sie stillt, er grillt“), Viel mehr ging es um Alltagsbelastungen, („sie ist nicht belastbar“) und wie Häme im Büro aussieht und Frauen verunsichert. In ihren politischen Liedern bezogen beide klar Haltung gegen AFD, Leiharbeit und Ungerechtigkeiten. Die beiden Künstlerinnen, Rita Zimmermann und Victoria Wiese gestalteten einen ruhigeren, manchmal nachdenklichen Kabarettgenuss. Die Stimmen, eine ein wenig kratzig, manchmal fast schräg, die andere ein klassischer Sopran, waren ein wenig gewöhnungsbedürftig, passten jedoch perfekt zu den selbst geschriebenen kritischen Texten.

Die vier Initiatorinnen und alle Helfer und Helferinnen verließen um 20.00 Uhr zufrieden den Neuen Löwen, mit dem Plan, auch im nächsten Jahr wieder den Internationalen Frauentag hier in Erlensee zu gestalten.

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