Benefizvortrag: 20 Jahre Afrika

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Seit zwanzig Jahren bereist Winfried Sommer, der ehemalige Leiter der gymnasialen Oberstufe der Kopernikusschule Freigericht, Länder im Süden und Osten des afrikanischen Kontinents.

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In seinem Vortrag will er seine Zuhörer dorthin mitnehmen und ihnen die Faszination dieser Regionen auch abseits des Massentourismus näher bringen. Lange war Afrika für uns ein weißer Fleck auf der Landkarte. Wahrgenommen wurde der Kontinent in unseren Medien häufig nur dann, wenn es über Konflikte und kriegerische Auseinandersetzungen zu berichten galt. Regionen, die zuletzt über viele Jahrzehnte in Frieden lebten, fanden kaum Beachtung in unseren Medien. In diese Regionen soll der Vortrag führen, ohne aber die Konflikte in unmittelbarer Umgebung oder bei der Staatsbildung zu ignorieren.

Tansania im Osten Afrikas wird im Mittelpunkt der Darstellung stehen. Als Deutsch-Ostafrika wurde zwischen 1885 und 1918 ein Gebiet bezeichnet, das die damaligen Länder Tanganjika, Burundi und Ruanda sowie kleine Teile Mosambiks umfasste und mit einer Fläche von fast 1 Million Quadratkilometern doppelt so groß war wie das damalige Deutsche Reich. Nach der Unabhängigkeit aus englischer Kolonialherrschaft 1961 wurde 1964 nach dem Zusammenschluss von Tanganjika mit Sansibar das heutige Tansania. Erster Staatspräsident war Julius Nyerere (1964 – 1985). 1995 wurden nach langjähriger sozialistischer Staatsform die ersten freien Wahlen durchgeführt. Allerdings behauptete die alte Staatspartei CCM (Chama Cha Mapinduzi) in allen bisherigen Wahlen die Mehrheit und stellte stets den Präsidenten.

Tansania gehört nach wie vor zu den ärmsten Ländern der Welt. Insbesondere in ländlichen Regionen steht häufig die Sorge um die tägliche Ernährung über allen anderen Bedürfnissen. Es gibt zwar Schulgeldfreiheit für den Besuch der verpflichtenden 7-jährigen Grundschule, aber die Eltern müssen für die tägliche Verpflegung in den Schulen, für Schuluniform, für Lehr- und Lernmittel und teilweise auch für die Schulbücher aufkommen. In den meisten weiterführenden Schulen ist Schulgeld zu zahlen, das in armen Regionen für die Eltern oft nicht finanzierbar ist. Im Zweifelsfall müssen dann zuerst die Mädchen zuhause bleiben und sind von höherer Bildung ausgeschlossen.

Hier setzt die Hilfe des gemeinnützigen Vereins HELFEN MACHT SCHULE zusammen mit der Kopernikusschule Freigericht an. Seit knapp 20 Jahren wird die Kishumundu Secondary School an den Hängen des Kilimandscharos in vielerlei Hinsicht unterstützt. Darüber hinaus wurde 2006 mit Hilfe des Vereins der Aufbau einer kleinen Berufsschule in Moshi am Kilimandscharo ermöglicht und so für Jugendliche aus der Region die Chance auf eine Berufsausbildung und damit auf eine unabhängige Gestaltung des Lebens geschaffen. Bereits seit 1998 besuchen außerdem Schülerinnen und Schüler der Kopernikusschule im zweijährigen Rhythmus die Partnerschulen und tragen somit aktiv zur Gestaltung der Schulpartnerschaften bei. Darüber wird u.a. im Vortrag berichtet.

Natürlich gehört der Blick auf das bunte Treiben auf den großen Märkten ebenso dazu wie der Blick auf die wunderbare Natur des Landes. Seit Bernhard Grzimeks Film „Serengeti darf nicht sterben“ sind die Nationalparks des Landes in unser Bewusstsein gerückt. Die großen Tierherden aus nächster Nähe in freier Wildbahn sehen zu dürfen gehört zu den eindrucksvollsten Erlebnissen überhaupt. Hoch hinaus geht es schließlich bei der Besteigung des Kibo (5.895m). Der Kibo ist der höchste Gipfel des Kilimandscharo-Massivs, der höchsten Erhebung des Kontinents. Jährlich versuchen mehr als 25.000 Menschen, den Kibo zu besteigen. Allerdings erreicht nur etwa die Hälfte den höchsten Punkt, den Uhuru Peak, aufgrund verschiedener Ausprägungen der Höhenkrankheit wie Appetitverlust, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit und Atemnot bis hin zu Höhenlungenödem.

Der Weg führt dann nach Namibia, das unter dem Namen Deutsch-Südwestafrika von 1884 bis 1918 deutsche Kolonie war. Seit 1920 stand Namibia unter südafrikanischem Mandat uns wurde schließlich 1990 weitestgehend unabhängig von Südafrika. Von Namibia aus führt der Weg zu den spektakulären Viktoria-Fällen des Sambesi in Simbabwe und Sambia sowie in den angrenzenden Chobe-Nationalpark in Botswana. Schließlich steht Südafrika auf der Reiseroute. Seit 1948 bestimmte die Nasionale Party die politischen Geschicke des Landes und gestaltete die Gesellschaft nach dem Grundsatz der „getrennten Entwicklung“ (Apartheid).

Erst mit der Wahl des Präsidenten Frederik Willem de Klerk begann ab 1990 eine Wende in der Politik, die mit den Parlamentswahlen von 1994 erstmals gleiches Wahlrecht für alle Bürger schuf. Schließlich wurde Nelson Mandela, der 27 Jahre gefangen gehalten wurde, Präsident Südafrikas (1994 – 1999). Abschließend wird noch einmal ein Stopp bei den wilden Tieren Afrikas eingelegt, bevor der Weg zurück nach Deutschland führt. Die Kopernikusschule Freigericht und der gemeinnützige Verein HELFEN MACHT SCHULE laden herzlich zu dieser Veranstaltung ein. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende zugunsten des Vereins HELFEN MACHT SCHULE wird gebeten.

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