Umgehungsstraße: Hessen Mobil rückt die Studie nicht raus

Freigericht
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Die unendliche Geschichte der Umgehungsstraße Freigericht/Hasselroth wurde jetzt in Freigericht um ein weiteres Kapitel erweitert. Die Gemeindevertretung hat mehrheitlich die Landesregierung, vertreten durch Hessen Mobil, aufgefordert, die nächsten Planungsschritte für das Projekt aufzunehmen, über das bereits seit mehreren Jahrzehnten diskutiert und gestritten wird.

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Grundlage für die neuerliche Planung soll eine Machbarkeitsstudie sein, die in den vergangenen beiden Jahren durchgeführt wurde. Das Kuriose dabei: Nur ganz ausgewählter Personenkreis durfte diese Machbarkeitsstudie bislang gesehen, den Gemeindevertretern in Freigericht wurde sie bislang vorenthalten. Auch Presseanfragen hatte Hessen Mobil in der Vergangenheit negativ beschieden.

„Ich kann diese Studie nicht vorstellen, sie ist Eigentum von Hessen Mobil“, lautete die Antwort von Bürgermeister Dr. Albrecht Eitz (SPD) auf eine Anfrage der Grünen. Deren Fraktionschef Achim Kreis hatte zu Beginn der Sitzung gefordert, den Punkt komplett von der Tagesordnung zu nehmen, da ohne Einsicht in die Studie auch keine Abstimmung möglich sei. Außerdem ärgerte die Grünen, dass zwei Vertreter der Interessengemeinschaft Umgehungsstraße aus Hasselroth einer Vorstellung der Machbarkeitsstudie beiwohnen durften, sie den gewählten Parlamentariern allerdings weiter vorenthalten wird.

Ein weiterer Kritikpunkt: Bei der nördlichen Variante, die von Freigericht kommend rechts an Gondsroth vorbeiführt und dann zwischen Neuenhaßlau und Gondsroth hindurch in Richtung der Landesstraße von Neuenhaßlau zum Bahnhof Langenselbold führt, ist bislang keine Anbindung des Wehrweidekreisels in Somborn vorgesehen. Auf Antrag der SPD-Fraktion wurde daher in den Beschluss mitaufgenommen, dass diese Anbindung optional bei den weiteren Planungen berücksichtigt werden soll. Die südliche Variante der Umgehungsstraße würde übrigens links an Gondsroth und Neuenhaßlau vorbei in Richtung Landesstraße zum Langenselbolder Bahnhof führen, diese wird allerdings von Hessen Mobil nach bisherigen Informationen nicht präferiert.

Als „Scheingefecht“ bezeichnete Hugo Klein (CDU) die Kritik der Grünen, „geben sie doch einfach zu, dass sie niemals für eine Umgehungsstraße stimmen werden“. Vielmehr müsste man dankbar sein, dass Hessen Mobil nach der Ablehnung der Umgehungsstraße im Jahr 2013 jetzt noch einmal in Gespräche einsteigt. Das von ihm geforderte klare Signal in Richtung Wiesbaden hat aber zumindest kleine Makel: 24 Gemeindevertreter stimmten der Beschlussvorlage zu, drei waren dagegen und drei enthielten sich. Bei der Fortsetzung der Planungen soll es keine Vorfestlegung auf eine der in der Machbarkeitsstudie geprüften Varianten geben, beide sollen gleichberechtigt betrachtet werden.

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