Vielfältige Möglichkeiten unabhängig vom Mobilfunk

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Zur Vorbereitung einer flächendeckenden Versorgung mit der LoRaWAN-Technologie baut der Main-Kinzig-Kreis zunächst die Infrastruktur im Kreisgebiet weiter aus. Kreisbeigeordneter und Wirtschaftsdezernent Winfried Ottmann (CDU) gab nun im Beisein von Bürgermeister Dr. Albrecht Eitz (SPD) und Walter Dreßbach, Leiter des Referates für Wirtschaftsförderung und digitale Infrastruktur, den Startschuss in Freigericht-Somborn.

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Als eine der Modellkommunen konnte die Gemeinde Freigericht gewonnen werden. Auf dem Dach des Feuerwehrhauses im Ortsteil Somborn steht seit kurzem eines der ersten Gateways im Kreisgebiet.

Mit LoRaWAN (Long Range Wide Area Network) können drahtlos und batteriebetrieben Sensordaten übermittelt werden. „Die Technologie arbeitet unabhängig vom Mobilfunk. Als Schnittstelle zum Internet werden sogenannte Gateways verwendet. Ein Gateway ist die Schnittstelle, welche die Sensordaten empfangen kann und an das Internet zur Verarbeitung weiterleitet“, erläutert Winfried Ottmann. Die Daten werden zwischen einem zentralen Netzwerkserver und Endgeräten geleitet. Hierbei wird auf eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gesetzt, sodass die Daten geschützt und sicher übermittelt werden können. „Die LoRaWAN-Technologie ist gerade für einen Flächenlandkreis wie dem Main-Kinzig-Kreis eine spannende Angelegenheit. Denn das reichweitenstarke LoRaWAN eignet sich besonders für den ländlichen Raum. Die Technologie kann unter anderem auf verschiedene Messungen oder auch für Überwachungen eingerichtet werden“, verdeutlicht Winfried Ottmann. So können beispielsweise die Wasserversorgung oder die Anzahl der Tiere auf der Weide überwacht werden.

In den Bereichen, in denen LoRaWAN genutzt werden soll, werden Sensoren angebracht, die die Messungen vornehmen. Wenn ein Sensor auf eine Messung reagiert, wird ein Hinweis versendet. „Der Clou an der Sache: Da LoRaWAN eine batteriebetriebene Technologie ist, wird kein Stromanschluss benötigt. Dadurch kann die Technik auch dort eingesetzt werden, wo keine weitere Infrastruktur vorhanden ist.“ Auch Walter Dreßbach zeigt sich von der energiesparenden Technologie begeistert: „LoRaWAN ist vielfältig einsetzbar und bietet zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten. Es können verschiedenste Bereiche überwacht und teilweise auch automatisiert werden. Besonders die Bereiche Strom, Wasser, Wärme und Luftqualität sind hier denkbare Beispiele.“

„Ein moderner Kreis sollte den Ausbau der digitalen Infrastruktur auf mehreren Gebieten vorantreiben. Der Aufbau von LoRaWAN zählt ohne Zweifel dazu und ist für zahlreiche Unternehmen, Betriebe und Einrichtungen eine interessante Möglichkeit, die einige Vorteile für den Wirtschaftsstandort Main-Kinzig eröffnet“, erklärt Wirtschaftsdezernent Winfried Ottmann und ergänzt: „Wir sind deshalb sehr zufrieden, dass die Kommune Freigericht sich an diesem Modellprojekt beteiligt. Durch die Zusammenarbeit werden wir erste Erfahrungen sammeln, die das gesamte Projekt in unserem Kreis voranbringen können.“

LoRaWAN kann aber auch sehr gut im privaten Bereich  für sogenannte Smart-Home-Anwendungen eingesetzt werden. Anwenderinnen und Anwender können darüber informiert werden, ob das Licht an- oder ausgeschaltet ist oder Fenster und Türen offen gelassen wurden. So kann zeitnah reagiert und Schaden abgewendet werden. Der Gateway in Somborn hat eine Reichweite über mehrere Ortsteile hinweg. Bisher wird die Technologie in Freigericht schon von privaten Haushalten genutzt. Die Gemeinde sucht jedoch noch Betriebe, die das System gerne anwenden möchten. „Wir freuen uns darüber, dass die Gemeinde Freigericht zu den ersten Kommunen zählt und wir die Möglichkeit haben, die LoRaWAN-Technologie frühzeitig bei uns einzusetzen. Wir wollen vor allem kommunale Anwendungen erproben, wie zum Beispiel die Verbesserung des Hochwasserschutzes durch frühzeitige Übermittlung von Pegelständen und sind davon überzeugt, dass diese digitale Zukunftstechnologie viele Chancen für die gesamte Kommune mit sich bringen wird. Wir werden wichtige Erfahrungen sammeln und wollen die Einsatzmöglichkeiten von LoRaWAN weiterentwickeln für die Bürgerschaft, für die Gemeinde und für die Unternehmen in Freigericht“, erklärt Bürgermeister Dr. Eitz.

Foto: Bei der Inbetriebnahme des LoRaWAN-Gateways in Freigericht-Somborn (von links): Bürgermeister Dr. Albrecht Eitz, Kreisbeigeordneter und Wirtschaftsdezernent Winfried Ottmann, Walter Dreßbach, Leiter des Referates für Wirtschaftsförderung und digitale Infrastruktur, und Gemeindebrandinspektor der Gemeinde Freigericht, Harald Hellenbrandt.

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