Besuch im Heimatmuseum Meerholz

Meerholz
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Eine Delegation des Bundes der Vertriebenen (BdV) im Main-Kinzig-Kreis traf sich am 23. August im Heimatmuseum Gelnhausen-Meerholz mit der Führungsspitze des Zentrums für Regionalgeschichte des MKK.

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Initiator dieser Zusammenkunft war der Landesobmann der Sudetendeutschen in Hessen, Markus Harzer. Das besondere Interesse der Beteiligten galt der ostdeutschen Heimatstube des Museums, in der wertvolle Erinnerungen an die Kultur der Vertriebenen und ihre Heimatgebiete wachgehalten werden. In seiner Begrüßung wies Lothar Streck, Vorsitzender des BdV-Kreisverbands Hanau-Main-Kinzig, auf die gesetzliche Verpflichtung des Bundes und der Länder hin, das Kulturgut der Vertriebenen zu pflegen und dauerhaft in Erinnerung zu halten. In der Praxis wird dieser Auftrag überwiegend durch ehrenamtlich tätige Personen erfüllt. Erstes Ziel dieses Besuchs sei es daher, dem Geschichtsverein Meerholz-Hailer für seine unbezahlbare Arbeit zu danken.

Museumsleiter Kurt Hanselmann schilderte seinen Gästen die Geschichte der Einrichtung. Dabei erinnerte er auch an die komplette Zerstörung der Ortschaft Meerholz im 30-jährigen Kriege 1618-1648. Über 50 Jahre wurden für den Wiederaufbau benötigt. Hier zog Hanselmann Parallelen zum 20. Jahrhundert und dem schwierigen Neubeginn nach 1945, als Wohnraum Mangelware war. Er erwähnte auch die jüdische Gemeinde, die in Meerholz bis etwa 1938 bestand. Das Fürstenhaus Ysenburg und der Besuch des deutschen Kaisers Wilhelm II im Jahre 1906 durften bei diesem Schnelldurchgang durch die Geschichte nicht fehlen.

Die ostdeutsche Heimatstube war die Herzensangelegenheit des Museumsgründers Kurt Hermann, der aus Brosdorf in Sudetenschlesien stammte. Erinnerungsstücke aus dem ungarischen Tiefland, Heimat der Donauschwaben, sowie aus dem Sudetenland sind hier eingebettet in eine kompakte Gesamtdarstellung der ehemaligen ostdeutschen Siedlungsgebiete. Armin Bandilla, Vorsitzender des BdV-Kreisverbands Gelnhausen, zeigte sich ebenso beeindruckt wie Alexandra Dornhof, Jugendreferentin der deutschen Jugend aus Russland (DJR). Auf museumspädagogische Fragen ging Christine Raedler, Leiterin des Zentrums für Regionalgeschichte, ein. Insgesamt reichte der dreistündige Museumsbesuch jedoch gerade einmal für einen Einstieg in die schwierige Thematik Flucht, Vertreibung und Deportation im 20. Jahrhundert. Die Beteiligten vereinbarten daher, sich zu weiteren Fachgesprächen zu treffen.

Foto: Lothar Streck, Maria Patzer, Alexandra Dornhof, Markus Harzer, Katharina Haupt, Monika Suck, Bernd Klippel.

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