Das Schweigen brechen

Gelnhausen
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Bereits zum elften Mal starten die Stadt Gelnhausen, der Main-Kinzig-Kreis und der Verein „Frauen helfen Frauen“ in Kooperation mit dem Kino Pali einen Aktionstag zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.

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Unter der Schirmherrschaft der Ersten Kreisbeigeordneten Susanne Simmler und des Bürgermeisters der Stadt Gelnhausen, Daniel Christian Glöckner, bieten die Frauen-/Gleichstellungsbüros des Main-Kinzig-Kreises und der Verein „Frauen helfen Frauen“ am Freitag, 23. November, im Kino Pali eine Plattform für Austausch und Diskussion zu diesem wichtigen Thema. Nach der Fahnenaktion und der Begrüßung wird der Film „Angeklagt – Gewalt in der Ehe“ gezeigt.

In einem Pressegespräch im Kino stellten Ute Pfaff-Hamann, die Frauen-/Gleichstellungsbeauftrage des Main-Kinzig-Kreises, Heike, Schmidt, ihre Kollegin von der Stadt Gelnhausen, und Brigitte Machnitzke vom Frauenhaus in Wächtersbach das Programm der Veranstaltung vor und erläuterten Hintergründe. „Frei leben – ohne Gewalt. Zeigen Sie Flagge gegen Gewalt an Frauen“ lautet das Motto des Aktionstages, der dementsprechend auch mit einer Fahnenaktion um 9.15 Uhr vor dem Kino Pali beginnt. Um 9.45 Uhr wird der Film „Angeklagt – Gewalt in der Ehe“ gezeigt. Das berührende französische Drama basiert auf dem autobiografischen Bericht von Alexandra Lange, die jahrelang von ihrem Mann misshandelt wurde und ihn schließlich in Notwehr tötete. Präzise und ohne falsche Sentimentalität werden die Stationen dieser Ehehölle nachgezeichnet. Der NDR hat den Film für den Aktionstag zur Verfügung gestellt.

Im Anschluss an die Filmvorführung findet eine Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern der Polizei, des Kreisjugendamtes, des Staatlichen Schulamtes, des Vereins „Frauen helfen Frauen“ und der Frauen-/Gleichstellungsbüros statt. Neben Schulklassen erwarten die Organisatorinnen auch interessierte Einzelpersonen – aller Geschlechter. Es sind noch Anmeldungen für Schulklassen möglich unter der Telefonnummer 06051/8512316.  „Jede vierte Frau war oder ist von Jede vierte Frau wird Opfer von Gewalt – in der Partnerschaft, im häuslichen Umfeld oder am Arbeitsplatz. Um das Schweigen zu brechen Jede vierte Frau wird Opfer von Gewalt – in der Partnerschaft, im häuslichen Umfeld oder am Arbeitsplatz. Um das Schweigen zu brechen Gewalt in der Partnerschaft, im häuslichen Umfeld oder am Arbeitsplatz betroffen. Die Dunkelziffer ist allerdings hoch. Betroffen sind Frauen aus allen Bildungsschichten und die Zahlen sind in den vergangenen Jahren leider nicht rückläufig geworden“, führte Heike Schmidt aus. Das Konzept  des Aktionstages habe sich bewährt. Das Kino sei auch für junge Leute ein attraktiver Veranstaltungsort, die Diskussion nach der Filmvorführung stets sehr angeregt. In diesem Zusammenhang galt der besondere Dank dem Kino-Betreiber Stephan Schneevogl für sein Engagement.

„Die Veranstaltung ermutigt immer wieder Frauen, sich danach zu melden, ihre eigenen Erfahrungen zu schildern und Hilfe zu suchen“, ergänzte Ute Pfaff-Hamann. „Wir nutzen den Aktionstag auch, um darauf hinzuweisen, welche Beratungsstellen es im Kreis gibt und wo betroffene Frauen konkrete Hilfe finden können“, so Brigitte Machnitzke. Sie selbst ist Teil des Teams vom Frauenhaus Wächtersbach und auch in der Beratung tätig. Sie schilderte unter anderem, wie sich die Gewaltspirale aufbaut und immer weiterdreht. „Betroffene  Frauen werden oftmals gänzlich isoliert. Sie dürfen das Haus nicht verlassen, bekommen ihr Handy weggenommen, haben kaum oder nur kontrollierten Kontakt zur Außenwelt“, so Machnitzke. Ohne die Unterstützung von Freunden, Nachbarn und Verwandten könnten sich viele Frauen nicht aus dieser Situation befreien.

Heike Schmidt und Ute Pfaff-Hamann wiesen in diesem Zusammenhang auch auf die Aktion des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend  unter dem Titel „Wir brechen das Schweigen“ mit Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig als Schirmherrin hin. Zum internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen weist das Bundesministerium auf das Hilfetelefon, das unter der Nummer 08000116016 erreichbar ist, und den Hashtag #schweigenbrechen in den Sozialen Netzwerken hin. Weitere Informationen gibt es auf der Website www.aktion.hilfetelfon.de.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei – um Spenden wird gebeten. Größere Gruppen und Schulklassen (ab 9. Klasse) werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 06051 8512316 anzumelden.

Foto (von links): Heike Schmidt, Brigitte Machnitzke, Stefan Schneevogl und Ute Pfaff-Hamann.

Foto: Stadt Gelnhausen

 

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