Gelnhausen: Neuer Investor will Kaufhaus Joh-Areal gestalten

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Bei der Entwicklung des ehemaligen Kaufhauses Joh in Gelnhausen könnte es eine überraschende Wende geben. Das Bauunternehmen Implenia AG aus der Schweiz hat Interesse an dem Areal bekundet und will dort laut bisherigen Informationen den langersehnten Frequenzbringer für die Innenstadt schaffen. Die aktuellen Pläne, wonach die Kreissparkasse Gelnhausen das Gelände entwickeln sollte und der Main-Kinzig-Kreis als Hauptmieter auftreten würde, wären damit Makulatur.

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Eine Sprecherin des Schweizer Unternehmens bestätigte, dass es bereits Vorgespräche bezüglich des Joh-Areals gab, diese seien allerdings ohne Ergebnis beendet worden.

Zur Erinnerung: Im September 2013 schloss das Kaufhaus Joh nach über 250 Jahren für immer seine Türen, ein Jahr später wurden die Pläne für ein Barbarossa City-Outlet präsentiert. Investor Jan D. Leuze wollte 50 bis 60 namhafte Marke mitten in Gelnhausen etablieren. Das Projekt scheiterte kläglich, inzwischen haben die Gelnhäuser Stadtverordneten der Kreissparkasse ein Vorkaufsrecht für das Areal eingeräumt, die wiederum eine sparkasseninterne Immobiliengesellschaft beauftragen will. Geplant sind bislang Verwaltungsbereiche sowie Räumlichkeiten für die Beruflichen Schulen neben Flächen für Handel, Gewerbe und Gastronomie. Der Abriss der bisherigen Joh-Immobilie sollte im dritten Quartal 2020 beginnen, die Fertigstellung des Projektes war für 2024 avisiert worden.

Nun liegt in Gelnhausen allerdings ein neuer Plan auf dem Tisch: Die Implenia AG ist ein finanzstarkes Baudienstleistungsunternehmen, das sich neben der Realisierung von vielen Millionen-Projekten im Hoch- und Tiefbau auch als Quartiersentwickler einen Namen gemacht hat. In Solingen und Weiterstadt hat das Unternehmen unter anderem bereits Einkaufszentren realisiert, in Essen sogar eines der größten innerstädtischen Shopping-Centren Deutschlands gebaut – all das könnten Blaupausen für den ehemaligen Joh sein. Durchgesickert ist bereits, dass deutlich mehr Platz für Handel und Gewerbe als bei den Plänen der Kreissparkasse vorgesehen sein würde und somit wieder mehr Leben in die Gelnhäuser Innenstadt kommen könnte.

Pläne, die den Gelnhäuser Stadtverordneten gefallen könnten: Am Barbarossa City-Outlet wurde lange festgehalten, weil dies als Chance für die Wiederbelebung der Stadt gesehen wurde. Erst als die Zusammenarbeit mit dem inzwischen insolventen Investor nicht mehr zu retten war, wurde davon abgesehen und der Vorschlag des ehemaligen Bürgermeisters und jetzigen Landrates Thorsten Stolz (SPD) dankbar angenommen, der Kreissparkasse das Areal zu verkaufen und der Kreisverwaltung einen Großteil der Fläche zu vermieten. Entschieden ist allerdings noch nichts, das letzte Wort hat weiterhin die Gelnhäuser Stadtverordnetenversammlung. Und da die ursprünglichen Baugenehmigungen für den Umbau des Joh-Areals weiterhin gültig sind, wäre auch mit der Implenia AG eine vergleichsweise schnelle Realisierung möglich.

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