Debatte über Verkehrssituation in der Altstadt

Gelnhausen
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"In Verkehrsfragen helfen einzelne Maßnahmen selten, Probleme nachhaltig zu lösen" - die SPD reagiert auf Diskussion zur Verkehrssituation auf dem Obermarkt und will zeitnah einen Meinungsaustausch organisieren.

„Wir sind gut beraten, grundlegende Fragestellungen nicht isoliert, sondern auch unter Einbeziehung der zu erwartenden Neben- und Wechselwirkungen zu diskutieren“, äußert sich die SPD Gelnhausen zur Diskussion. Neben der Einschränkung des Parkplatzangebots auf dem Obermarkt geht es auch um eine geänderte Verkehrsführung. „Der Bürgermeister erfüllt seine Aufgabe, wenn er Lösungsvorschläge entwickelt, jedoch glauben wir nicht, dass eine einzelne Maßnahme den angestrebten Erfolg bringen wird“, warnt die Gelnhäuser SPD-Vorsitzende Susanne Turlach. Allein durch eine Verknappung des Parkparkplatzangebots auf dem Obermarkt werden nicht weniger Fahrzeugführer nach einem Parkplatz suchen, der Suchverkehr auf die umliegenden Straßen werde sich dadurch noch ausdehnen und so die Verkehrssituation in der Oberstadt für alle Betroffenen verschlechtert, gibt der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Stadtverordnetenfraktion Walter Nix zu Bedenken.

Die SPD setzt sich deshalb dafür ein, auf Grundlage einer aktualisierten Bedarfsermittlung und der aktualisierten Bestandsaufnahme aus dem vor Jahren beschlossenen Verkehrskonzept und unter Einbeziehung der geplanten Baumaßnahmen in der Berliner Straße und weiterer Standorte eine Gesamtkonzeption zu entwickeln. „Am Ende eines derartigen Prozesses mag dann möglicher Weise auch eine Reduzierung von Parkplätzen auf dem Obermarkt stehen, doch sollten wir ‚das Pferd nicht von hinten aufzäumen‘, so Susanne Turlach. Letztlich laufe dies auf die Aktualisierung des Verkehrskonzeptes hinaus, in dem auch die weiteren Mobilitätsträger wie der öffentliche Personennahverkehr und das Fahrrad einschließlich der dafür notwenigen Abstellmöglichkeiten stärker als bisher integriert werden müssen, ergänzt Walter Nix.

Selbstverständlich geht die SPD davon aus, dass der Bürgermeister nicht nur die städtischen Gremien, zuvorderst den Ortsbeirat in Bezug auf den Obermarkt, für das Gesamtkonzept die Stadtverordnetenversammlung und ihren Bauausschuss, einbindet, da nur diese die entsprechenden Beschlüsse fassen können. Und selbstverständlich müssen diese Fragestellungen auch mit den Betroffenen erörtert werden. Dabei müssen neben den berechtigten Interessen der Anwohner auch die der Gastwirte und Geschäftsinhaber und ebenso die Bedarfe der Besucherinnen und Besucher des Rathauses, von Gottesdiensten und weiteren Veranstaltungen aufgenommen und abgewogen werden.

Daher wird der Ortsbezirk Mitte der SPD Gelnhausen und der SPD-Arbeitskreis Bau die Anwohner und Geschäftsleute der Altstadt rund um Ober- und Untermarkt sehr zeitnah zu einem Meinungsaustausch einladen. Dabei ist es den politisch Verantwortlichen wichtig, die Betroffenen intensiv einzubinden, bevor konkrete Ziele festlegt werden. „Nicht der Bürgermeister, sondern die Mehrheit der gewählten Stadtverordneten entscheiden über die Entwicklung in Gelnhausen“, so die Sozialdemokraten abschließend.

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