CO2-Ampel in Räumen der Tafel läuft über LoRaWAN

Gelnhausen
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Der Verein „Gelnhäuser Tafel“ wird bei seinen Corona-Schutzmaßnahmen künftig durch eine CO2-Ampel unterstützt, die mit Hilfe der LoRaWAN-Technologie funktioniert.

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LoRaWAN steht für „Long Range Wide Area Network“, ein Netzwerk für reichweitenstarke, drahtlose Funktechnologie, das sich durch besondere Energieeffizienz beim Senden auszeichnet. Der Main-Kinzig-Kreis bereitet derzeit den flächendeckenden Ausbau dieser bewährten Technik im Kreisgebiet vor, die eine sinnvolle Ergänzung zum bisherigen Breitbandausbau darstellt. „Das LoRaWAN-Netzwerk wird parallel und unabhängig vom Glasfaserausbau der Breitband Main-Kinzig installiert. Es ermöglicht eine schnelle Datenweitergabe insbesondere in den ländlich geprägten Regionen, wo kein WLAN zur Verfügung steht oder nur schwer zugänglich ist“, erläutert Kreisbeigeordneter und Wirtschaftsdezernent Winfried Ottmann. Über das LoRaWAN-Netzwerk können zum Beispiel unterschiedliche Messwerte registriert und weitergeleitet werden – etwa der Kohlendioxid-Gehalt in der Raumluft, was bei der Pandemie-Bekämpfung eine Rolle spielt.

„Bei der CO2-Ampel handelt es sich um eine Vorrichtung, die den Kohlendioxid-Gehalt in der Raumluft misst und anzeigt, wann gelüftet werden sollte. Das ist in Zeiten der Pandemie gerade in solchen Räumlichkeiten nützlich, in denen sich mehrere Menschen gemeinsam aufhalten“, erläutert Winfried Ottmann. Denn das Coronavirus wird über so genannte Aerosole, also ganz feine Tröpfchen, die in der Luft schweben, von Mensch zu Mensch übertragen. Regelmäßiges Lüften verringert das Risiko, dass Menschen sich in geschlossenen Räumen anstecken. „Mehr als zwei Drittel unserer ehrenamtlichen Tafel-Helfer sind im Rentenalter und gehören damit zur Corona-Risikogruppe. Deshalb sind wir sehr dankbar für die Möglichkeit, über die CO2-Ampel genau bestimmen zu können, wann gelüftet werden sollte. Das hilft uns nicht nur beim Schutz unserer Helferinnen und Helfer sowie der Kundinnen und Kunden, sondern unterstützt uns auch dabei, wertvolle Heizenergie zu sparen“, erläutert Tafel-Vorsitzender Claus Witte.

An der kostenlosen Installation der CO2-Ampel in den Tafel-Räumlichkeiten ist neben dem Main-Kinzig-Kreis und der Stadt Gelnhausen auch die Feuerwehr Gelnhausen beteiligt. Auf deren Feuerwehrturm wurde das so genannte Gateway installiert, das von der Firma m2m aus Wehrheim kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, wie Geschäftsführer Marius Nickolai erklärte. Der Main-Kinzig-Kreis arbeitet daran, im gesamten Kreisgebiet eine Gateway-Infrastruktur an strategisch passenden Stellen zu errichten. Diese Gateway-Geräte senden Daten – beispielsweise Messwerte – an einen zentralen Server und nutzen dafür Radiowellen. Diese Radiowellen haben eine äußerst niedrige Energie, daher ist der Betrieb solcher Gateways genehmigungsfrei. „Der flächendeckende Aufbau einer Gateway-Infrastruktur ist das Fundament für eine erfolgreiche Umsetzung von smarten Anwendungen und wird die Lebensqualität der Menschen sowie die wirtschaftliche Attraktivität des Main-Kinzig-Kreises verbessern“, ist sich Wirtschaftsdezernent Winfried Ottmann sicher. Der flächendeckende Ausbau soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.  Ein wichtiges Anliegen ist dabei auch die Vernetzung derjenigen Menschen, die von der erprobten Technologie profitieren können. „Wir bringen alle wichtigen Projektpartner in Kontakt, und sorgen dafür, dass sich wichtige Chancen der Digitalisierung  für die Menschen im Main-Kinzig-Kreis ergeben, aber auch für Firmen, Unternehmen, Betriebe und andere Einrichtungen“, erläutert Walter Dreßbach, der als Leiter des Referates für Wirtschaft, Arbeit und digitale Infrastruktur beim Main-Kinzig-Kreis für den Bereich Wirtschaftsförderung zuständig ist. Er ist außerdem Mitbegründer der Gelnhäuser Tafel.

Der Tafel-Verein hat seine Öffnungszeiten wegen der Corona-Pandemie anpassen müssen. So haben die vier Außenstellen zurzeit einmal in der Woche für wenige Stunden geöffnet. Die Zentrale ist an sechs Tagen in der Woche besetzt. Gerade dort bestand Handlungsbedarf, damit der reguläre Betrieb in Büros, Lebensmittelsortierung und Lager unter Corona-Schutzmaßnahmen weiterlaufen konnte. „Es war klar, dass zu einem umfassend greifenden Hygienekonzept auch ein Plan zum richtigen Lüften gehört“, erklärt Tafel-Vorsitzender Claus Witte. An dieser Stelle kam die Firma Nix & Partner aus Gelnhausen ins Spiel, denn diese hat ein kostengünstiges, automatisches und effizientes Aerosol-Wächter-System entwickelt. Tatsächlich gemessen wird allerdings der Kohlendioxidgehalt in der Luft – von dem lässt sich auf die Menge schwebender Aerosole rückschließen. Die Firma Nix, vertreten durch Geschäftsführer Walter Nix, hat dem Tafel-Verein drei solcher Sensoren gespendet und an verschiedenen Stellen im Gebäude installiert. Die ermittelten Werte können mittels QR-Code über das Smartphone oder auch am Computer abgefragt werden. Eine Ampelfunktion mit den entsprechend hinterlegten CO2-Schwellenwerten zeigt den Mitarbeitern jederzeit an, wann gelüftet werden muss. Denn bislang war es zumeist so, dass zum Schutz der Helfer und Helferinnen in manchen Bereichen Corona-bedingt nun eher zu oft die Raumluft ausgetauscht wurde, was die Heizkosten in die Höhe trieb.

An der Installation der CO2-Ampel war auch Rafael Römhild beteiligt, der mit seiner IT-Firma aus Brachttal für das „Internet der Dinge“ passgenaue Lösungen anbietet. Beim „Internet der Dinge“ (englisch: internet of tings) handelt es sich um eine Technologie, die es ermöglicht, physische und virtuelle Gegenstände miteinander zu vernetzen und kommunizieren zu lassen. Bei dem Treffen in den Räumlichkeiten der Tafel nutzten die Beteiligten die Gelegenheit, sich über eine weitergehende mögliche Zusammenarbeit in diesen technischen Bereichen auszutauschen.

Foto: Erster Kreisbeigeordneter und Wirtschaftsdezernent Winfried Ottmann (links) besichtigte die CO2-Ampel in den Räumen des Tafel-Vereins in Gelnhausen. Claus Witte, Tafel-Vorsitzender (Dritter von rechts), freute sich über die kostenlose Installation, an der sich neben der Stadt Gelnhausen auch die IT-Firmen von Marius Nickolai (m2m, Vierter von rechts), Walter Nix (Nix & Partner, Dritter von links) sowie Rafael Römhild (Sechster von links) beteiligt haben. Das Gateway ist auf dem Feuerwehrturm im Hintergrund installiert, den die Stadt Gelnhausen, vertreten durch Bürgermeister Daniel Glöckner (rechts) zur Verfügung gestellt hat.

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