Wichtiger Beitrag zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

Gelnhausen
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Was wenn der/die Lebenspartner*in, Eltern, Geschwister, Kinder oder andere nahe Angehörige plötzlich pflegebedürftig werden?

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Wie lassen sich Pflege und Beruf vereinbaren? Was verbirgt sich hinter Begriffen wie kurzzeitige Arbeitsverhinderung, Pflegezeit, Familienpflegezeit? Die Stadtverwaltung Gelnhausen möchte ihre Mitarbeiter*innen mit diesem Thema nicht alleine lassen und hat mit der Unterzeichnung der „Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege in Hessen“ vor mehreren Monaten bereits ein deutliches Signal für die Enttabuisierung von Pflege und zur offenen Kommunikation über das Thema zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gesetzt. Doris Langer und Tanja Schlereth aus der Fachabteilung Personal haben kürzlich ihre Qualifizierung zum betrieblichen Pflege-Guide der Stadtverwaltung Gelnhausen abgeschlossen und sind damit nun persönliche Ansprechpartner*innen für pflegende Beschäftigte der Stadtverwaltung. 

Ein großer Teil der pflegenden Angehörigen ist berufstätig – und bleibt es auch während der Pflegephase. Nicht selten findet die Pflegeleistung ohne professionelle Unterstützung statt. Die daraus resultierende Doppelbelastung ist nicht nur für die betroffenen Angestellten problematisch: Auch die Arbeitgeber können die Auswirkungen in Form von Arbeitsausfällen, vermehrten Krankheitstagen und geringerer Produktivität zu spüren bekommen. Aus diesem Grund haben das Hessische Ministerium für Soziales und Integration, die AOK, die berufundfamilie Service GmbH und das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft unter dem Dach der Seniorenpolitischen Initiative Hessen „Beruf und Pflege vereinbaren - die hessische Initiative“ ins Leben gerufen. Die Initiative unterstützt insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sowie Organisationen dabei, Beruf und Pflege für ihre Beschäftigten besser vereinbar zu gestalten.

„Es gibt sicherlich viele Möglichkeiten, wie Arbeitgeber ihre Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege unterstützen können. Vielfach ist aber auch uns Arbeitgebern im Öffentlichen Dienst nicht ausreichend bekannt, welche Maßnahmen wir umsetzen und wie wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besser unterstützen können“, so Bürgermeister Daniel Christian Glöckner.  „Wir freuen uns deshalb sehr, dass sich Doris Langer und Tanja Schlereth bereiterklärt haben, sich als betriebliche Pflege-Guides qualifizieren zu lassen.“ Sie sind ab sofort vertrauensvolle Ansprechpartner*innen für alle Beschäftigten in der Stadtverwaltung Gelnhausen, die pflegen oder sich auf diese Situation vorbereiten wollen. Sie informieren schnell und unbürokratisch über innerbetriebliche Regelungen und Maßnahmen und über das externe Hilfenetz, das im Pflegefall greift. „Mit der Unterzeichnung der Charta und der Qualifizierung von Doris Langer und Tanja Schlereth haben wir einen wichtigen Prozess innerhalb der Stadtverwaltung in Gang gesetzt. Die Pflege von Angehörigen ist eine Herausforderung, die viele Mitarbeiter*innen neben den steigenden beruflichen Belastungen bewältigen müssen. Als verantwortungsbewusster Arbeitgeber will die Stadtverwaltung Gelnhausen ihre Mitarbeiter*innen in dieser Situation unterstützen“, so Glöckner abschließend.

Foto: Tanja Schlereth (links) und Doris Langer haben sich als Pflege-Guides für die Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung Gelnhausen qualifiziert. Bürgermeister Daniel Christian Glöckner freut sich, dass die Unterzeichnung der Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege innerhalb der Verwaltung Früchte trägt.

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