Stadthalle Gelnhausen: Voruntersuchungen abgeschlossen

Gelnhausen
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Wegen Sanierungsmaßnahmen im Bereich Brandschutzsicherheit, Gebäudetechnik und Energieeffizienz ist die Gelnhäuser Stadthalle seit dem Sommer 2019 geschlossen.

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Kurz nach dem Beginn der Baumaßnahme traten unvorhergesehene Probleme im Bereich der Unterdeckenkonstruktion der Halle auf. Der Zustand des Bauwerks wurde zum Politikum, Gutachten wurden beauftragt. Bürgermeister Daniel Chr. Glöckner (FDP) freut sich, dem neuen Magistrat in der Sitzung am 29. Juni endlich belastbare Daten und Unterlagen vorlegen zu können: „Wir haben vom Ingenieurbüro aus Wetzlar die finale Stellungnahme zum aktuellen Zustand des Bauwerks erhalten und können nun festlegen, welchen Weg wir gehen wollen“, so Glöckner. Nachdem der Magistrat über den Sachstand zur Stadthalle informiert sei, werde das Gremium eine Handlungsempfehlung für die Stadtverordneten erarbeiten.

Ursprünglich standen in der Stadthalle Gelnhausen Erneuerungsmaßnahmen im Bereich des Brandschutzes auf der Agenda. Es folgte die Auftragsvergabe für die Wartung der raumlufttechnischen Anlagen, der Filterwechsel und die Überprüfung der Elektrik. „Die Überprüfungen zeigten uns klar, dass die Stadthalle nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Technik ist. Aus diesem Grund haben wir dann im Mai 2018 eine Bauwerksüberprüfung der Stadthalle, aber auch unserer weiteren Turnhallen und Bürgerhäuser erteilt“, blickt der Bürgermeister zurück. „Entsprechende Finanzmittel für die Sanierung wurden in den Haushalt 2019 eingestellt.“

Bürgermeister Glöckner weiter: „Wir haben dann parallel auch die Unterdeckenkonstruktion in der Stadthalle überprüfen lassen.“ Doch zwischen der Unterdecke und dem Dach habe sich eine alte Tragekonstruktion aus Stahlfachwerk gezeigt, die noch aus dem Altbau von 1953 stammte. „Bei einem Ortstermin konnten sich alle interessierten Stadtverordneten davon überzeugen, dass neben der Ertüchtigung des Brandschutzes und der Elektrik die Erneuerung der Tragekonstruktion eine der Hauptaufgaben sein wird“, führt der Rathauschef aus und erläutert weiter: „Bei diesen Ortsbegehungen wurde allen klar, dass schon in den 1980er Jahren beim Umbau der alten Jahnhalle zur neuen Stadthalle eine andere Konstruktion sinnvoller gewesen wäre. Aber damals galten auch noch andere Vorschriften als heute. Fest steht auch, dass es 1983/84 für die Stadthalle keine Bauendabnahme gab. Das wurde uns inzwischen durch die zuständige Behörde des Main-Kinzig-Kreises mitgeteilt.“ Warum dies damals nicht erfolgte, sei nach 38 Jahren nicht mehr nachvollziehbar, berichtet der Bürgermeister.

Die Stadthalle stand mehrfach in der öffentlichen Diskussion, auch die Stadtverordneten packten das Thema immer wieder an.  „In den Stadtverordnetenversammlungen im September und Oktober 2019 habe ich auf unsere Voruntersuchungen hingewiesen und schlussendlich wurde beschlossen, dass ein öffentlich bestellter Sachverständiger den baulichen und technischen Zustand der Stadthalle begutachten sollte“, schildert Glöckner das weitere Vorgehen. Einen solchen Generalgutachter zu finden, das habe sich allerdings als riesiges Problem herausgestellt. Peter Oberst, Ressortleiter Bau- und Stadtplanung in der Stadtverwaltung: „Wir schrieben diese Leistung aus, haben jedoch keine Rückmeldungen erhalten. Aus diesem Grund haben wir mit den uns bekannten öffentlich bestellten Ingenieuren weiter zusammengearbeitet.“ Zwischenzeitlich habe die Stadt auch Gespräche mit dem Architekturbüro, das Anfang der 1980er den Umbau plante, geführt. „Trotz des Corona-Lockdowns haben wir im vergangenen Jahr unzählige Ortstermine und Besprechungen zur Stadthalle durchgeführt und parallel von einem externen Beratungsbüro zusätzlich eine Expertise zum Sachstand eingeholt“, fügt Bürgermeister Glöckner hinzu.

Das Ingenieurbüro habe sich als vereidigter Sachverständiger zusätzlich zu den bereits bestehenden Voruntersuchungen ab Januar 2021 nochmals intensiv mit den unterschiedlichen Gewerken und den dazugehörigen Dokumenten befasst und eine Zusammenfassung erstellt. „Damit werden wir dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung gerecht“, stellt Bürgermeister Glöckner fest. „Und im Magistrat wird das städtische Bauamt, vertreten durch den Amtsleiter, in der Sitzung Ende Juni ausführlich über den Sachstand informieren“. Dann sei der neue Magistrat am Zug und müsse eine Handlungsempfehlung an die neu gewählte Stadtverordnetenversammlung geben, so dass die Finanzmittel für entsprechende Baumaßnahmen in den neuen Haushalt eingestellt werden könnten, so der Bürgermeister abschließend.

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