Die „Initiative“ hat sich als neue Fraktion konstituiert

Großkrotzenburg
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In der vergangenen Woche konstituierte sich die neu gewählte Fraktion „Initiative Zukunftssicheres Großkrotzenburg“, die zum ersten Mal zu einer Wahl angetreten war.

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Zur großen Überraschung erhielt sie insgesamt 8 Sitze der 25köpfigen Gemeindevertretung und über 33% aller Wählerstimmen. Damit überflügelte sie die bisherigen vier Parteien – die alle unterschiedlich hoch verloren haben – und wurde stärkste Fraktion.

Die stimmberechtigten Mitglieder wählten Aloys Lenz einstimmig zu ihrem Fraktionsvorsitzenden. Ebenso einstimmig wurden Pablo Reyes y Vallet und Sven Junior zu Stellvertretern gewählt. Das gleiche Vertrauen erhielt Sabine Klab als neue Schriftführerin. Die Freude über den unerwartet hohen Wahlsieg war sehr groß und wurde bei jedem Wortbeitrag aus der Runde – zu der auch die nächsten Nachrücker eingeladen waren – immer wieder deutlich. Lenz erklärte, dass er als Gründer der „Initiativgruppe für ein zukunftssicheres Großkrotzenburg“ deren Ziele in seiner neuen Funktion fortführen und gemeinsam mit Fraktion und Verein das Wahlprogramm schrittweise abarbeiten wolle. Vor der Wahl hatte die Initiative beschlossen, im Sinne der Hessischen Gemeindeordnung, die keine Begriffe wie „Koalition, Opposition oder Regierung“ kennt, keine Koalitionen einzugehen, zumal in den letzten Jahren jeweils alle unterschiedlichen Bündnisse zwischen den vier Parteien gescheitert waren und von den Wählerinnen und Wählern abgestraft wurden.

Die neue Fraktion beschloss, mit allen übrigen Fraktionen konstruktiv zusammenzuarbeiten. Als stärkste Fraktion wird sie der allgemeinen Tradition folgend ein Mitglied aus ihren Reihen zum Gemeindevertretervorsitzenden vorschlagen, wofür schon von anderen Fraktionen erste Signale der Zustimmung erfolgt sind. Um eine effektivere Arbeit der Gemeindegremien zu gewährleisten, strebt die Initiative eine Verkleinerung der Zahl der Gemeindevorstands- und Ausschussmitglieder an, ebenso wie eine mögliche Zusammenlegung von Ausschüssen. Den Wünschen nach notwendigen Gesprächen dazu von Seiten anderer Fraktionen wird sie sich nicht entziehen.

Die Fraktionsmitglieder freuten sich darüber, dass vor Beginn des Wahlkampfs ihre getroffene Entscheidung, mit möglichst geringen Kosten dennoch einen hohen Erfolg zu erzielen, sich als richtig erwiesen hat. haben. So bestand Sven Junior aus Umweltgesichtspunkten auf den preiswerten Allwetterplakaten aus Papier. Das im Druckbereich erfahrene Vereinsmitglied Axel Seibert gestaltete die Anzeigen und das einzige Flugblatt, das die Kandidierenden der Initiative und ihr Programm vorstellte, während einzelne Parteien bis zu fünf Hochglanzbroschüren verteilt und verschiedenartige Plakate aufgehängt hatten. Die Initiative verzichtete auch bewusst auf das Aufstellen der teuren großflächigen „Wesselmänner-Plakate“, die offensichtlich keiner Partei einen Stimmenzuwachs gebracht haben. Sie wird den entsprechend eingesparten Betrag als Spende einer sozialen Organisation am Ort überweisen.

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