Fliegenplage: Arbeitsgruppe stellt Ergebnisse und Maßnahmen vor

Lieblos
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Die lästigen Fliegen insbesondere im Gründauer Ortsteil Lieblos waren im Sommer aufgrund der anhaltenden Hitze und Trockenheit fast so schnell verschwunden, wie sie im Frühjahr aufgetaucht waren.

Dennoch haben sich der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Main-Kinzig-Kreises, das Entsorgungsunternehmens Veolia Umweltservice West als Betreiber der Kompostanlage sowie die Gemeinde Gründau weiterhin intensiv mit dem Problem befasst. Es ist das gemeinsame Ziel der Arbeitsgruppe, das massive Auftreten der Plagegeister im kommenden Jahr einzugrenzen oder Möglichkeiten zur Bekämpfung aufzuzeigen.

Mehrere beauftragte Fachleute (Schädlingsbekämpfer und Biologen) hatten sich in den vergangenen Monaten vor Ort einen Eindruck von der Situation gemacht und im Umkreis der betroffenen Gebiete mögliche unterschiedliche „Brutstätten“ für die „Gemeine Stubenfliege“ beschrieben. Außerdem wurden mit Blick auf die Rahmenbedingungen grundsätzliche Aussagen zur Vermehrung und Ausbreitung der Insekten getroffen. In einer öffentlichen Informationsveranstaltung im Bürgerhaus Lieblos am Dienstag, 20. November, 18 Uhr soll der aktuelle Kenntnisstand nun detailliert vorgetragen und erörtert werden. „Wir sind sehr daran interessiert, den betroffenen Bürgern die Auswertungen der Sachverständigen aus erster Hand zu übermitteln und sie in die Bekämpfungsstrategie einzubinden“, so die Ankündigung der Gemeinde Gründau, des Main-Kinzig-Kreises und des Entsorgungsunternehmens Veolia Umweltservice West.

Ein Diplom-Biologe und Insektenkundler hat in den Sommermonaten insgesamt rund 50 Fallen an 26 Standorten in dem relevanten Gebiet aufgestellt und eine ausführliche Analyse vorgenommen. So kommt er zu der Einschätzung, dass die im Frühjahr 2018 aufgetretene Massenvermehrung der Fliegen auf verschiedene Ursachen zurückgeht. Wesentliche Bedeutung haben dabei die klimatischen Bedingungen, die im vergangen Frühjahr ideal für die Vermehrung und das Leben der Insekten waren. In den Vorjahren ließ das Klima derartige Entwicklungen weniger zu.

Ein Zusammenhang zwischen der Fliegenentwicklung im Siedlungsbereich und derjenigen in der Kompostierungsanlage kann derzeit weder nachgewiesen noch ausgeschlossen werden, da die im Sommer durchgeführten Fangversuche zu geringe Zahlen für eine statistisch gesicherte Aussage erbrachten. Dennoch deuten geografische und biologische Parameter daraufhin, dass die Entwicklungen wahrscheinlich nicht direkt in Wechselwirkung miteinander zusammen hängen, sondern dass sie wegen der ähnlichen Umweltbedingungen an allen in Frage kommenden Standorten lediglich parallel verlaufen sind.

Ungeklärt bleibt weiterhin das Phänomen, dass vor allem in der Ortslage Lieblos eine so hohe Zahl der Fliegen aufgetreten ist, während vergleichbare Bezirke keine Auffälligkeiten zeigten. Daher hat die Arbeitsgruppe vereinbart, dass die Untersuchungen zu möglichen Brutstätten der Insekten sowie zu einer möglichen  Wanderungsbewegung im kommenden Jahr noch einmal verstärkt werden. Im Mittelpunkt steht allerdings das Konzept für ein wirksames „Frühwarnsystem“, um eine mögliche Massenvermehrung rechtzeitig zu erkennen und nach Möglichkeit zu stoppen. So hatte der Experte empfohlen, spätesten im März in der Kompostieranlage und an kritischen Punkten im Bereich Lieblos mehrere Fliegenfallen zu installieren und zu überwachen.

Die Arbeitsgruppe hat zudem angeregt, entsprechend der Witterung bereits die Entwicklung der Larven systematisch im Blick zu haben. Auch zu diesem Zweck sollen regelmäßig entsprechende Proben ausgewertet werden. „Es muss uns gelingen, hier zum frühesten Zeitpunkt die Veränderungen zu erfassen“, lautet die Strategie. Zudem gibt es eine Reihe von Maßnahmen, um die Entwicklung, Vermehrung und Verbreitung der lästigen Insekten wirksam einzudämmen.

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