"Schwarzer Freitag für Breitenborn": Fünf neue WKA?

Gründau
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Die beiden Ausschüsse Haupt-und Finanzausschuss sowie Bau-, Planungs-, Verkehrs-, Agrar-, und Umweltausschuss der Gemeinde Gründau haben am 07.06.2018 in Lieblos einstimmig mit 12 Ja-Stimmen für den vorliegenden Unterlassungsvertrag bezüglich der Nutzung für die Windenergie mit der Firma Constantia Forst GmbH abgestimmt.

"Die Verantwortlichen der Gemeinde Gründau erhoffen sich mit dieser Vorgehensweise die anderen Windvorrang-Flächen in Gründau von WKA freizuhalten. Constantia Forst stellt dabei die Bedingung, dass der vorgesehene Bauantrag für 5 neue WKA am Hammelsberg/ Breitenborn (wie mehrfach berichtet) ohne einen Widerspruch der Gemeinde vollzogen werden kann. Damit könnten dann 10 WKA auf Gründauer Gemarkung stehen", hat WindJammer Gründau e.V. die Beschlussfassung mit großem Interesse verfolgt, da in Folge dessen nun am 18.06.2018 der Gemeindevertretung endgültig dieser Beschluss zur Abstimmung vorgelegt wird.

"WindJammer Gründau e.V. ist entsetzt, dass im ersten Schritt mit dem am 07.06.18 gefassten Beschluss der Ausschüsse somit im gleichen Gegenzug die beiden Resolutionen der Gemeinde aus den Jahren 2014 und 2017 „ keine weitere Windkraft in Gründau“ aufgelöst wurden. In diesen hatte sich Gründau klar positioniert und vorgesehen, eine negative Stellungnahme und damit einen Widerspruch zu neuen Windkraft-Bauvorhaben auf Gründauer Gemarkung abzugeben. Dies ist mit Abschluss der Unterlassungsverträge nicht mehr für die Gemeinde möglich. In der Vergangenheit hatte Herr Bürgermeister Helfrich öffentlich zugesichert, dass ein Vertrag zwischen Constantia Forst GmbH und der Gemeinde an keinerlei Bedingungen geknüpft sei. Dies trifft nicht mehr zu. WindJammer bemängelt in diesem Zusammenhang die fehlende Transparenz für die Gründauer Bürger seitens der Gemeindeverwaltung. Wie Ausschussmitglieder der CDU und FWG berichteten, seien Resolutionen und somit gefasste Beschlüsse nicht bindend, sie seien lediglich Meinungsäußerungen und nicht verpflichtend. WindJammer fragt sich nun: Was sind Gemeindebeschlüsse dann überhaupt noch Wert? Warum fallen jetzt die ersten Gründauer Politiker um und machen diesen Energiedeal?

Wenn am 18.06.2018 bei der nächsten Gemeindevertretersitzung die 37 Gemeindevertreter dem Unterlassungsvertrag ebenfalls zustimmen, widersprechen sie im gleichen Gegenzug den eigenen Resolutionen. WindJammer fragt sich, ob die Gründauer Bürger dieses Zugeständnis an ein Profitunternehmen seitens der Gemeinde Gründau unterstützen? Ist der Preis, den die Gründauer Bevölkerung, speziell in Breitenborn, Gettenbach und Hain-Gründau dafür zahlt angemessen? Schließlich müssen sie und die nachfolgenden Generationen mit den von zusätzlichen 5 neuen 230 m hohen Windkraftanlagen ausgehenden Beeinträchtigungen leben. Oder ist der Preis zu hoch?", heißt es in einer Pressemitteilung von WindJammer Gründau e.V..

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