Zufrieden mit Infrastruktur, Handlungsbedarf bei weichen Standortfaktoren

Gründau
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Wie zufrieden sind Gründauer Unternehmen mit ihrem Standort? Welche Standortfaktoren sind für sie wichtig?

Über diese beiden Fragen diskutierten am 6. Februar Unternehmer mit Bürgermeister, Gerald Helfrich, und Vertretern der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern. Grundlage bildeten die Ergebnisse der IHK-Standortumfrage 2018. „Über 170 Unternehmen konnten sich zu Bedeutung und Qualität von 38 Standortfaktoren in Gründau äußern. Leider haben nur 19 Unternehmen diese Möglichkeit genutzt. Es handelt sich also nicht um repräsentative Ergebnisse. Dennoch lassen sich Tendenzen erkennen“, berichtete IHK-Mitarbeiterin Raija Hawly zu Anfang der Diskussion.

Die Gewerbetreibenden schätzen die Anbindung an das Fernstraßennetz (Bedeutung (B) 1,9 / Zufriedenheit (Z) 1,5) und die Erreichbarkeit der Absatzmärkte (B 3,2 / Z 2,1). Auch die Gemeindeverwaltung bekommt gute Noten. Die Kriterien Reaktionsgeschwindigkeit der Verwaltung (B 1,8 / Z 2,5) oder die Bearbeitungsdauer von Anliegen und Verfahren (B 2,3 / Z 2,6) liegen unter den zehn am besten bewerteten und noch vor den Ergebnissen der voran gegangenen Umfrage des Jahres 2013.

Handlungsbedarf sehen die Unternehmen hingegen bei der Breitbandanbindung (B 1,6 / Z 3,3) und – bei geringerer Bedeutung – der Verfügbarkeit von Gewerbeflächen/-immobilien (B 3,6 / 3,8). Diese Aussage bestätigten die Teilnehmer der Sitzung: Sie führten aus, dass der Bedarf nach höheren Bandbreiten zukünftig über das bisher zur Verfügung stehende Angebot hinausgeht. Zudem berichtete ein Teilnehmer von Schwierigkeiten, mehr Gewerbefläche für sein expandierendes Unternehmen zu erhalten. „Bestimmte Einschränkungen bei der Flächennutzung und schwierige Eigentumsverhältnisse sind Herausforderungen für das Schaffen von mehr Gewerbefläche“, äußerte sich Helfrich zu diesem Thema.

Ebenfalls diskutiert wurden der Standortfaktor Fachkräfteverfügbarkeit (B 2,5 / Z 3,5). Dessen Ergebnisse konnte ein anwesender Unternehmer nicht unterstützen: Dank eigener Ausbildung und eines guten Zulaufs von Fachkräften von der Hochschule Aschaffenburg sei man auch als verhältnismäßig großer Arbeitgeber personell gut aufgestellt und zufrieden. Auch die schlechte Bewertung des Flairs (5,0) von Gründau konnten die Teilnehmer nicht nachvollziehen. „Wie auch in der Umfrage von Unternehmen angemerkt, kann Gründau bei das Flair beeinflussenden Dingen wie Lebensqualität oder Freizeit- und Gastronomieangebot mehr machen. Allerdings sind diese Faktoren viel besser bewertet worden als das Flair. Dieses Ergebnis ist nicht stringent. Umso wichtiger ist es, dass auf solchen Abenden darüber diskutiert wird“, erläuterte Hawly zum Abschluss der Veranstaltung.

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