Hanau sucht wieder ein Buch

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"Emmas Glück", "Gut gegen Nordwind", "Angerichtet" oder auch "Glückskind" – die Bücher haben alle eines gemeinsam: sie standen im Mittelpunkt der Aktion "Hanau liest ein Buch".

Bisher sieben Mal haben Vorleserinnen und Vorleser auf so unterschiedlichen Plätzen wie dem Sprungturm im Heinrich-Fischer-Bad, im Bus der Hanauer Straßenbahn, vor dem Brüder-Grimm-Denkmal oder im Fronhof hinter dem historischen Kanzleigebäude den ausgewählten Titel vor Publikum präsentiert. Im nächsten Jahr ist es wieder soweit: Die Stadtbibliothek wird vom 17. bis 25. September zum achten Mal das große Lesefest organisieren. Wichtigste Frage auf dem Weg dorthin ist jetzt: Welches Buch wird im Mittelpunkt stehen? Vorschläge nimmt die Stadtbibliothek ab sofort unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! entgegen.

"Gesucht wird ein Roman aus der Feder einer deutschsprachigen Autorin oder eines Autors mit einem diskussionswürdigen Thema, der viele unterschiedliche Menschen begeistern kann", erläutert Oberbürgermeister Claus Kaminsky als Schirmherr der Aktion die Kriterien, nach denen die Auswahl getroffen wird. "Das Buch soll gut geschrieben und unterhaltsam zu lesen sein, damit möglichst viele Menschen angesprochen werden." Krimis, Fantasy-, Mystery, Science-Fiction oder historischer Roman eigneten sich daher nicht so gut, da sie nicht für alle Leserschichten geeignet seien.

Die Leiterin des Kulturforums, Beate Schwartz-Simon, ergänzt, dass es wünschenswert sei, wenn das Buch mehrere Generationen anspreche. Sie hofft nach eigenen Worten auf eine ähnlich gute Resonanz wie beim letzten Mal, als unter allen Einsendungen der Roman "Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster" von Susann Pásztor ausgewählt wurde.

Vorschläge können bis zum 16. November 2019 entweder in der Stadtbibliothek an der Pinnwand am Blauen Kabinett platziert werden oder per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gesandt oder auf  kulturforum.de online eingegeben werden. "Die Mitarbeiterinnen der Stadtbibliothek nehmen Buchtipps aber natürlich auch gern persönlich entgegen", ermuntert Schwartz-Simon alle Bücherfreunde, ihren eigenen Favoriten vorzuschlagen. Die endgültige Entscheidung wird von einem Gremium getroffen, dem neben der Stadtbibliothek auch der Buchladen am Freiheitsplatz und die Buchhandlung "Bücher bei Dausien" angehören.

"2020 möchten wir die Leserinnen und Leser sowie Institutionen und Schulen möglichst früh in die Planung einbeziehen", erläutert die Leiterin des Kulturforums. "Das ausgewählte Buch sollte deshalb schon im November feststehen, so dass mehr Zeit für die Entwicklung kreativer Ideen rund um das Vorlesen bleibt."

Die Brüder-Grimm-Stadt gehört mit der seit siebzehn Jahren laufenden Leseaktion bereits zu den Veteranen unter den Städten, die diese Aktion ausrichten. Dabei ist es eine Hanauer Besonderheit, dass ausschließlich Bürgerinnen und Bürger vorlesen. Alle teilnehmenden Städte achten darauf, dass das Thema generationenübergreifend und werthaltig ist, um möglichst viele Menschen anzusprechen. Dabei kommt es auch zu Parallelen: 2016 las Regensburg den Roman "Glückskind" von Steven Uhly und damit den Roman, der in Hanau bereits 2013 im Mittelpunkt der Aktion stand. 2011 hatten Hanau und Bad Hersfeld unabhängig voneinander den aktuellen Roman "Angerichtet" von Herman Koch ausgewählt.

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