Margret Dausien für 50 Jahre FDP-Mitgliedschaft geehrt

Hanau
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Der Name Dausien steht in Hanau für zwei Dinge: Das Buch und die FDP.

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Dies wurde klar bei der Jubiläumsfeier zu Ehren von Margret Dausien für 50 Jahre Mitgliedschaft bei den Freien Demokraten in Hanau. Über 30 Liberale und langjährige Weggefährten nahmen an der würdevollen und kurzweiligen Feier im Blauen Saal des Schlosses Philippsruhe teil und erlebten dabei eine 88-jährige Jubilarin Hochform, die bei der Begrüßung durch den Vorsitzenden des FDP Stadtverbands Hanau Henrik Statz und der Laudatio des Vizepräsidenten des Hessischen Landtags Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn einige der aufgezählten Daten zu korrigieren und kleine Anekdoten zu erzählen wusste.

Henrik Statz wies in seinem Grußwort darauf hin, dass Margret und ihr verstorbener Mann, Werner Dausien, in der Tradition der Buchhändler des 19. Jahrhunderts standen, die den Liberalismus in das Bürgertum trugen und diese Tradition über mehrere Jahrzehnte leidenschaftlich in Hanau fortsetzten. Laudator Jörg-Uwe Hahn sprach Margret Dausien seine Hochachtung für 50 Jahre Mitgliedschaft in der FDP Hanau aus. In dieser Zeit gab es viele Höhen und Tiefen, die es nicht selbstverständlich machten, in jeder Situation der FDP treu zur Seite zu stehen. Er berichtete vom Kennenlernen der Familie Dausien, seiner ersten Begegnung mit Hans-Dietrich Genscher in Hanau und wie Genscher ihn bei den Koalitionsverhandlungen im Jahr 2009 beriet. Genscher und Werner Dausien kannten sich seit ihrer Kindheit und traten nach dem zweiten Weltkrieg gemeinsam in Halle an der Saale in die Liberale Partei in Ostdeutschland ein, gingen kurz darauf in den Westen und hegten den gemeinsamen Traum der Wiedervereinigung Deutschlands, der im Jahr 1989 Wirklichkeit wurde. Margret Dausien trat kurz nach der Bundestagswahl im Oktober 1969 in die FDP ein und erlebte wie die Ostentspannungspolitik der neuen sozialliberalen Regierung Brandt-Scheel den Weg zu einem wiedervereinigten Deutschland vorebnete.

Im Anschluss überreichte der Vorsitzende des Kreisverbands der FDP Main-Kinzig, Daniel Protzmann, Margret Dausien die Urkunde für 50 Jahre Mitgliedschaft und die Theodor Heuss Medaille in Gold. Bei ihrer Dankesrede berichtete die Jubilarin aus ihrer Jugend, wie sie kurz nach dem zweiten Weltkrieg Kurt Schumacher bei einer Rede in Frankfurt erlebte und wie er trotz des Leids des Krieges, der Repressalien durch die Nazis und der harten Zeit in Konzentrationslagern für die Freiheit brannte und die Studenten damals in den Bann zog. Auch Theodor Heuss lernte sie noch persönlich kennen, genauso wie später fast alle der Bundesvorsitzenden der Freien Demokraten. Am Ende der Zeremonie ergriff Sohn Volker Dausien das Wort und dankte seiner Mutter für den liberalen Geist, der immer in seinem Elternhaus vorgelebt wurde und ihn auch zu einem überzeugten Mitglied der FDP gemacht habe.

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