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"Als Bürgermeister und Oberbürgermeister hat Hans Martin unsere Stadt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entscheidend geprägt. Sein ausgleichendes Wesen, seine Sach- und Fachkompetenz, sein Pflichtbewusstsein, sein Augenmaß und seine Bescheidenheit waren und sind noch heute beeindruckend", würdigen ihn sein Amtsnachfolger Claus Kaminsky und Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck.

Hans Martin war von 1966 bis 1972 Bürgermeister, von 1972 bis 1984 und nochmals 1985 bis 1994 Oberbürgermeister der Brüder-Grimm-Stadt. Der gebürtige Frankfurter, Sohn eines Eisendrehers, trat nach dem Abitur 1951 bei der Stadt Frankfurt am Main als Auszubildender für die Verwaltungslaufbahn ein und studierte weiterhin Rechtswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität. Später avancierte er zum jüngsten Magistratsdirektor der Mainmetropole, ehe er dem Ruf folgte Wahlbeamter in Hanau zu werden.

Am 30. Juni 1994 ging Hans Martin auf eigenen Antrag in den Ruhestand und wurde zum Ehrenbürger Hanaus ernannt. Es folgte ein 15-jähriges Engagement als ehrenamtlicher Vorsitzender der Martin-Luther-Stiftung. Claus Kaminsky bezeichnet die hessische Verwaltungs- und Gebietsreform der Jahre 1972/74 als "größte Leistung Hans Martins für Hanau. Seine Fähigkeit zum Ausgleich und zum Zusammenführen war die Basis für ein gedeihliches Zusammenwachsen der Kernstadt mit Mittelbuchen, Großauheim samt Wolfgang, Klein-Auheim und Steinheim. Auch ist es Hans Martin zu verdanken, dass die Autobahn 66 noch heute den Verkehr um Hanau herumführt. Wichtig für die Stadtentwicklung war auch die ´Sprengung des Schienenpanzers`, die beschrankten Bahnübergänge weitgehend durch Unter- und Überführungen ersetzt zu haben". Hans Martin hat sich darüber hinaus stark für die Schulentwicklung Hanaus eingesetzt: Hohe Landesschule, Otto-Hahn-Schule, Ludwig-Geissler-Schule und die Kaufmännischen Schulen wurden gebaut, die Heinrich-Heine-Schule entstand als eine modellhafte Grundschule und neuer inhaltlicher Konzeption. In seiner zweiten Amtszeit wurden in mehreren Stadtteilen Bürgerhäuser eröffnet, ebenso die August-Schärttner-Halle und das Museum Schloss Steinheim.

Mit den ersten Fußgängerzonen habe Hanau in der Ära Martin "städtebauliches Neuland nicht nur für Hanau" betreten, so Kaminsky weiter. Weststadt und Tümpelgarten seien in seiner Amtszeit als Wohngebiete weiterentwickelt worden. Auch habe Martin lange bevor das Gesetz dies vorschrieb einen Ausländerbeirat ins Leben gerufen und den von Klaus Remer weitergeführten Gesprächskreis Kultur initiiert. Hans Martin und seine Frau Marga starben kurz nacheinander im Jahr 2016. Sie wurden auf dem Kesselstädter Friedhof beigesetzt.

Das Gefahrenabwehrzentrum im Stadtteil Lamboy wurde 2017 ihm zu Ehren benannt. Für die Hanauer freiwilligen Feuerwehren sowie die hauptamtlichen Einsatzkräfte war Hans Martin ein vertrauensvoller und verlässlicher Ansprechpartner, und deren Belange waren ihm stets eine Herzensangelegenheit. "Wir denken an Hans Martin als einen weisen und äußerst beliebten Kommunalpolitiker in Respekt und Anerkennung zurück, der uns immer ein treuer Ratgeber war", so Kaminsky und Funck.

Foto: Oberbürgermeister a.D. Hans Martin † (Foto zum 80sten Geburtstag) Foto: Stadt Hanau/Medienzentrum
Foto: Oberbürgermeister a.D. Hans Martin † (80er Jahre) Foto: Stadt Hanau/Medienzentrum

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